(openPR) Am 26.04.207 feierte der Gesamtverband textil+mode in Kooperation mit dem BDI und weiteren Branchenverbänden den Tag des geistigen Eigentums. Damit wird die Initiative der WIPO (World Intellectual Property Organization) unterstützt, die diesen Tag zum Welttag des geistigen Eigentums ausgerufen hat.
Unter dem Motto „Werte schaffen – Werte wahren“ treffen in Berlin zahlreiche Partner aus Wirtschaft, Politik und Kultur zusammen, um Fragestellungen, wie beispielsweise
Wie können sich Unternehmen vor Produktfälschungen schützen?
Wie kann man Verbraucher für dieses Thema sensibilisieren?
zu diskutieren.
Die deutsche Textil- und Modeindustrie wurde beim Tag des geistigen Eigentums durch Herrn Peter vom Baur, geschäftsführender Gesellschafter der J. H. vom Baur Sohn GmbH & Co. KG vertreten. Er führt das Familienunternehmen in siebter Generation. Begonnen hat alles vor mehr als 200 Jahren mit der Herstellung von Hutbändern. Heute ist das Unternehmen auf innovative technische Textilien spezialisiert, die z. B. im Flugzeugbau oder bei der Herstellung von Filtern Verwendung finden. Produziert werden die technisch anspruchsvollen Produkte am Unternehmensstandort in Wuppertal. „Trotz der höheren Kosten sind wir auf den Weltmärkten konkurrenzfähig", merkt vom Baur an, „denn die Konkurrenten in anderen Teilen der Welt verfügen nicht über unsere Erfahrungen und unser Know-how. Besonders kommt uns dabei zugute, dass wir neuartige Produkte sehr häufig in enger Kooperation mit unseren Kunden entwickeln."
Piraterie stellt ein erhebliches Problem für die Wirtschaft dar. Die Bundesregierung geht allein in Deutschland von Umsatzausfällen in Höhe von 25 Mrd. Euro pro Jahr aus und sieht 70.000 Arbeitsplätze gefährdet. Davon ist neben der Firma vom Baur die Textil- und Modeindustrie betroffen. Modemarken und Innovationen aus der textilen Forschung werden schonungslos kopiert Der Schwerpunkt der Piraterieprodukte liegt bei den bekannten Marken. Hier steigt der Verfolgungsdruck aber immer weiter, sodass sich die Produktpiraten in den kommenden Jahren verstärkt auf Marken verlegen werden, die weniger bekannt sind.
Ein ganz wichtiger Aspekt bei der Eindämmung der Produktpiraterie ist die Verbraucheraufklärung. Dabei kämpft die Textil- und Bekleidungsbranche gegen ein Phänomen an, das für andere Industriezweige so nicht besteht. Während der Kunde beispielsweise niemals bewusst ein gefälschtes Medikament kauft, weil er um seine Sicherheit und Gesundheit fürchtet, gilt es im Textilbereich sogar als schick oder wenigstens cool, gefälschte Markenware zu erwerben. Doch Verbraucher müssen sich bewusst werden, dass sie mit Pirateriewaren minderwertige Produkte kaufen.













