(openPR) Nürnberg. Bei der Schrank- und Sideboardkollektion Quadro von Capo d’Opera liegen gleich große Quadrate auf zwei unterschiedlichen Tiefenebenen. Das schachbrettartige Raster bildet eine plastische Front, deren einzelne Felder unterschiedlich gestaltet werden können. Der 2005 von Alessio Bassan entwickelte Entwurf zeigt einen wesentlichen Schwerpunkt der Marke: Die Oberfläche ist kein nachträglich ausgewählter Überzug, sondern ein eigenständiger Bestandteil der Möbelgestaltung.
Von den ersten Küchen zum eigenen Oberflächenkatalog
Das Unternehmen mit Sitz in Revine Lago in der italienischen Region Venetien wurde 1992 gegründet. Seine ersten Kollektionen waren Küchen. Mit Settanta entstand 1998 ein Wohnmöbelprogramm aus einzelnen Modulen; 1999 begann die Zusammenarbeit mit Alessio Bassan. Einen wichtigen Entwicklungsschritt markierte 2007 der erste eigene Oberflächenkatalog. Darin bündelte Capo d’Opera die bis dahin entwickelten Bearbeitungen und Veredelungen und machte sie als gestalterisches Repertoire zugänglich.
Heute umfasst das Sortiment neben Schränken und Sideboards auch Regale, Wandelemente, Tische, Spiegel sowie Kommoden und Nachttische. Die Beschäftigung mit Texturen zieht sich durch unterschiedliche Möbelgruppen und verbindet die Programme für Wohn-, Ess- und Schlafbereiche.
Gravierte Muster statt aufgedruckter Dekoration
Wie die Oberflächen entstehen, lässt sich an den dreidimensionalen Gravuren nachvollziehen. Computergesteuerte Maschinen arbeiten die Muster heraus; die Bearbeitung wird von Hand begleitet und abgeschlossen. Das Dekor erhält dadurch eine tatsächliche räumliche Struktur. Bei Lava bildet hingegen eine Harzoberfläche mit unregelmäßigen Erhebungen und Vertiefungen die Grundlage. Darauf können die Lasergravuren der Tattoo-Reihe aufgebracht werden. Unterschiedliche Verfahren führen somit zu unterschiedlichen Arten von Tiefe: zum geordneten Muster ebenso wie zum unregelmäßigen Relief.
Auch der metallische Eindruck mancher Ausführungen verlangt einen genaueren Blick. Bei der Oberflächenfamilie Metal werden Reflexe, Schattierungen und Kratzspuren von Hand nachgebildet. Die Ausführung Acciaio Plus etwa überträgt die Anmutung von Stahl auf eine Holzoberfläche. Für die Materialwahl ist diese Unterscheidung wichtig: Eine metallisch wirkende Front ist nicht automatisch eine Front aus massivem Metall. Entscheidend sind der tatsächliche Aufbau und die gewählte Bearbeitung.
Quadro und Aero Bar: zwei unterschiedliche Frontkonzepte
Bei Quadro lässt sich die Gestaltung bis auf das einzelne Quadrat herunterbrechen. Texturen können gezielt auf ausgewählten Feldern eingesetzt werden. Damit bleibt das geometrische Grundraster erhalten, während sich die Gewichtung innerhalb der Front verändert. Ein einheitlich behandelter Schrank und eine Zusammenstellung unterschiedlicher Dekore beruhen auf demselben Entwurf, wirken aber deutlich verschieden.
Einen anderen Weg nimmt Aero Bar, ebenfalls ein Entwurf von Alessio Bassan. Der 2016 vorgestellte Barschrank besitzt ein Wellenmotiv und steht auf einem schlanken Metallgestell mit Messingdetails. Im Inneren befinden sich Spiegelflächen und eigens vorgesehene Aufbewahrungsbereiche. Das Modell wird in zwei Höhen angeboten. Während Quadro seine Front in einzelne Felder gliedert, bestimmt bei Aero Bar das durchlaufende Wellenprofil den äußeren Eindruck.
Die Struktur gehört früh in die Planung
Für die Auswahl lohnt es sich, Form, Oberfläche und Aufstellort gemeinsam zu betrachten. Dabei sind die Gestaltungsmöglichkeiten an das jeweilige Modell gebunden. Nicht jede Gravur passt auf jede Front: Die Textur 3D Luxor XL ist beispielsweise ausdrücklich für Quadro vorgesehen, während 3D Wave nicht auf dessen Fronten angewendet werden kann. Die gewünschte Kombination sollte deshalb anhand der konkreten Ausführung geprüft werden.
Möbel von Capo d’Opera sind bei der Raum & Form Seidel GmbH über design-kiste.de erhältlich. Die Herstellerseite zu Capo d’Opera stellt unter anderem Quadro, Aero Bar und weitere Programme vor und bietet damit einen Ausgangspunkt, um die verschiedenen Front- und Möbelkonzepte miteinander zu vergleichen.
Für die Einrichtung ergibt sich daraus eine konkrete Überlegung: Neben Breite, Höhe und Stauraum verdient auch die Wirkung der Front Aufmerksamkeit. Eine reliefierte Fläche sollte zusammen mit dem Lichteinfall, der angrenzenden Wand und den vorhandenen Materialien betrachtet werden. So wird die Oberflächenwahl zu einem nachvollziehbaren Teil der Raumplanung.















