openPR Recherche & Suche
Presseinformation

8,3 Millionen Euro für Forschungsdatenmanagement

(openPR) Forschungsdaten aus Experimenten mit Photonen und Neutronen sollen langfristig besser auffindbar, zugänglich und wiederverwendbar sein. Dafür setzt sich das seit 2021 bestehende Konsortium „Daten aus Photonen und Neutronen Experimenten für NFDI“ (DAPHNE4NFDI) ein. Es ist eines von mehreren fachlich ausgerichteten Konsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und bündelt die Expertise von Universitäten und Forschungsinstituten. Auch die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ist beteiligt.

Für die zweite Förderphase stehen zunächst 8,3 Millionen Euro bis Ende 2028 zur Verfügung. DAPHNE4NFDI gehört damit zu den zehn Konsortien, deren Weiterförderung in der zweiten von insgesamt drei NFDI-Förderrunden beschlossen wurde. Bund und Länder stellen für diese zehn Konsortien von Oktober 2026 bis zunächst Ende 2028 insgesamt rund 71 Millionen Euro bereit. Die Förderentscheidung beruht auf Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Von Forschungsdaten zu nutzbaren Daten

In der Photonen- und Neutronenforschung entstehen große Mengen komplexer Forschungsdaten. Damit Forschende sie für wissenschaftliche Fragen langfristig nutzen können, entwickelt DAPHNE4NFDI Standards und digitale Lösungen, die sich nach den sogenannten FAIR-Prinzipen richten: Daten sollen auffindbar, zugänglich, mit anderen Systemen und Daten verknüpfbar und wiederverwendbar sein. In der ersten Förderphase entstanden unter anderem Empfehlungen für das Forschungsdatenmanagement, etwa zu Metadaten, elektronischen Laborbüchern und Datenkatalogen. Zudem wurde mit der PaN Database ein Metadaten-Katalog für kuratierte Daten aus Photonen- und Neutronenexperimenten aufgebaut. Dort werden Forschungsdaten zusammen mit ihrer Beschreibung und weiteren Metadaten veröffentlicht und dauerhaft zugänglich gemacht. Einen wichtigen Beitrag leistet zudem das Rechenzentrum der CAU: Es betreibt für DAPHNE4NFDI einen Registrierungsdienst für Proben (IGSN Sample Registration Service), der die eindeutige Identifizierung von Proben ermöglicht und so das Forschungsdatenmanagement unterstützt.

In der zweiten Förderphase soll der Schwerpunkt nun stärker auf der breiten Nutzung der entwickelten Lösungen liegen. Das Konsortium will zudem Qualitätskriterien für Forschungsdaten entwickeln und sich stärker mit anderen NFDI-Konsortien vernetzen.
„Wir freuen uns sehr über die Förderung durch die DFG. Sie ermöglicht es uns, die Zusammenarbeit zwischen Forschungsinfrastrukturen für die Photonen- und Neutronenforschung, Universitäten und Forschungsinstituten weiter zu stärken. Wir werden digitale Werkzeuge entwickeln, mit denen sich Forschungsdaten besser auffinden und wiederverwenden lassen. Zugleich wollen wir die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz nutzen, um die Forschungsgemeinschaft bei der Weiterentwicklung von Wissenschaft und Technologie zu unterstützen“, sagt Dr. Bridget Murphy, Sprecherin von DAPHNE4NFDI.
Murphy leitet zugleich Forschungsgruppen an der CAU und am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY). Zudem wurde sie zur außerplanmäßigen Professorin an der Technischen Universität Dortmund ernannt. Gemeinsam mit Dr. Julia Kobus, Co-Sprecherin von DAPHNE4NFDI, wird sie den Beitrag aus Kiel koordinieren, neben der Leitung des Konsortiums.

Kieler Expertise für Forschungsdaten

An der CAU arbeiten Murphy und Kobus gemeinsam mit einem Team aus drei Forschenden und mehreren studentischen Hilfskräften für DAPHNE4NFDI. Das Kieler Team entwickelt die Arbeiten des Konsortiums gemeinsam mit den anderen Partnerinstitutionen weiter. In der zweiten Förderphase bringt es seine Expertise insbesondere in den neuen Use Case „Surfaces and Interfaces“ ein. Darin entwickeln die Forschenden Datenlösungen für Methoden der Photonen- und Neutronenforschung, die sich auf Oberflächen und Grenzflächen konzentrieren – ein Themenfeld, das eng mit dem Forschungsschwerpunkt KiNSIS – Kiel Nano, Surface and Interface Science verbunden ist.

Eine wichtige Verbindung zwischen der CAU, KiNSIS und DESY bildet auch das Ruprecht-Haensel-Labor. Die gemeinsame Forschungseinrichtung von CAU und DESY bündelt moderne Instrumente und Methoden der Nanoforschung und ist seit 2022 am DESY angesiedelt. Hinzu kommt eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Wissenschaftliches Rechnen und Forschungsdaten des Rechenzentrums der CAU. Über die Landesinitiative Forschungsdatenmanagement Schleswig-Holstein steht das Kieler Team zudem im Austausch mit weiteren NFDI-Konsortien im Land.

Über den Forschungsschwerpunkt KiNSIS

Im Nanokosmos herrschen andere, quantenphysikalische, Gesetze als in der makroskopischen Welt. Strukturen und Prozesse in diesen Dimensionen zu verstehen und die Erkenntnisse anwendungsnah umzusetzen, ist das Ziel des Forschungsschwerpunkts KiNSIS (Kiel Nano, Surface and Interface Science) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Aus der intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Physik, Chemie, Ingenieur- und Lebenswissenschaften entstehen neue Moleküle und Materialien, Sensoren und Batterien, Quantentechnologien, katalytische Verfahren, medizinische Therapien und vieles mehr. www.kinsis.uni-kiel.de

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Professor Bridget Murphy
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU)
Festkörperphysik
0431/ 880-5558
E-Mail

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1320577
 182

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „8,3 Millionen Euro für Forschungsdatenmanagement“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von idw - Informationsdienst Wissenschaft

Bild: Studie: Eine Mehrheit von Journalist*innen sieht Pressefreiheit in der Nahostberichterstattung bedroht
Studie: Eine Mehrheit von Journalist*innen sieht Pressefreiheit in der Nahostberichterstattung bedroht
Viele Medienschaffende in Deutschland erleben ihre Arbeit bei der Berichterstattung über den Nahostkonflikt als eingeschränkt. Das ist das Ergebnis einer neuen Befragung durch Kommunikations- und Konfliktwissenschaftler*innen der Freien Universität Berlin. Zwei Drittel der befragten Journalist*innen gaben an, dass sich die Pressefreiheit in diesem Themenfeld seit dem 7. Oktober 2023 verschlechtert habe. Fast drei Viertel nehmen eine gestiegene Bedrohungslage wahr. Nicht nur äußerer Druck, sondern auch Konflikte und Hierarchien innerhalb von R…
Bild: Robuste Enzyme
Robuste Enzyme
Sie können darüber entscheiden, wie gut das Enzym bei steigenden Temperaturen aktiv bleibt. Das Team berichtet in der Zeitschrift Angewandte Chemie international Edition vom 8. Oktober 2026. Eine überfüllte Welt im Inneren der Zellen Enzyme sind molekulare Maschinen, die die biochemischen Reaktionen des Lebens antreiben. PFKP steuert einen entscheidenden Schritt der Glykolyse, dem Stoffwechselweg, über den Zellen Glukose in Energie und molekulare Bausteine umwandeln. Enzyme funktionieren nicht isoliert: Im Inneren der Zellen sind sie von Pr…

Das könnte Sie auch interessieren:

Forscher fordern: Wir brauchen eine zeitgemäße Infrastruktur für unsere Daten
Forscher fordern: Wir brauchen eine zeitgemäße Infrastruktur für unsere Daten
DataCite-Workshop: „Möglichkeiten und neue Lösungen im Forschungsdatenmanagement“ Köln, 19. Dezember 2012 – 82 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Forschungsinstitutionen und Bibliotheken kamen am 12. Dezember 2012 im Kölner GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften zusammen, um über Forschungsdaten zu diskutieren. Sie nahmen am DataCite-Workshop …
Wie man Forschungsdaten richtig managt
Wie man Forschungsdaten richtig managt
… der Technischen Universität Berlin, der Universität Potsdam und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) erarbeiten in einem Verbundprojekt Lösungen für das Forschungsdatenmanagement an Hochschulen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das auf zwei Jahre angelegte Projekt FDMentor (Forschungsdatenmanagement-Mentor) mit …
Forschungsdaten effizient und hochwertig managen
Forschungsdaten effizient und hochwertig managen
… Lösungen --- Die Universität Trier und das Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) starten ein gemeinsames Projekt zum Forschungsdatenmanagement an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Das Projekt „PODMAN – Prozessorientierte Entwicklung von Managementinstrumenten für Forschungsdaten im Lebenszyklus“ …
Wegweisende Schritte für zentrale Forschungsinfrastrukturen in Deutschland vereinbart
Wegweisende Schritte für zentrale Forschungsinfrastrukturen in Deutschland vereinbart
… Mit der Vereinbarung schaffen Bund und Länder die Grundlage für die Weiterentwicklung der NFDI zu einer „One NFDI“, die das Forschungsdatenmanagement in Deutschland stärker koordiniert und strategisch fortentwickelt. Forschungsdaten sind eine unverzichtbare Grundlage für wissenschaftliche Erkenntnisse, technologische Innovationen und gesellschaftlichen …
Bild: 10 Millionen Euro für Forschungsprojekte
10 Millionen Euro für Forschungsprojekte
… der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses verbinden. „Dazu gehören fachspezifische Schulungen ebenso wie die Vermittlung fachübergreifender Skills wie ethische Themen, Forschungsdatenmanagement, Technologietransfer und Wissenschaftskommunikation. Wir wollen die jungen Forschenden optimal auf ihre Zukunft vorbereiten – sei es an einer Hochschule …
Bild: ZBW setzt sich europaweit für den fairen Umgang mit Forschungsdaten einBild: ZBW setzt sich europaweit für den fairen Umgang mit Forschungsdaten ein
ZBW setzt sich europaweit für den fairen Umgang mit Forschungsdaten ein
… Wirtschaft Düsternbrooker Weg 120, 24105 Kiel T: +49 [0] 431. 88 14-455 F: +49 [0] 431. 88 14-520 M: +49 [0] 0172. 251 48 91 E: Weitere Informationen: - http://www.go-fair.org - http://www.zbw.eu/de/ueber-uns/arbeitsschwerpunkte/forschungsdatenmanagement/go-fair - http://www.zbw.eu - http://www.zbw.eu/de/ueber-uns/arbeitsschwerpunkte/forschungsdatenmanagement/ Quelle: idw
Bild: Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes ForschungsdatenmanagementBild: Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement
Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement
Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) richten eine gemeinsame Infrastruktur für Forschungsdatenmanagement ein, die Forschung und Entwicklung auf höchstem Niveau ermöglicht. Beide Kieler Einrichtungen bündeln ihre Ressourcen im Sinne eines Joint Lab. --- In Sachen Forschungsdatenmanagement …
E-Science-Tage 2025: Forschungsdatenmanagement in einer sich wandelnden Welt
E-Science-Tage 2025: Forschungsdatenmanagement in einer sich wandelnden Welt
PressemitteilungHeidelberg, 7. März 2025E-Science-Tage 2025: Forschungsdatenmanagement in einer sich wandelnden WeltFünfte Konferenz befasst sich mit Herausforderungen im Umgang mit wissenschaftlichen DatenMit den Herausforderungen beim Management von Forschungsdaten, die sich durch sich rasch wandelnde Infrastrukturen und technische Innovation ebenso …
Sie lesen gerade: 8,3 Millionen Euro für Forschungsdatenmanagement