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Wie man Forschungsdaten richtig managt

16.08.201712:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Das vom Bund geförderte Projekt FDMentor erarbeitet Lösungen und Leitfäden für Hochschulen

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Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), der Freien Universität Berlin, der Technischen Universität Berlin, der Universität Potsdam und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) erarbeiten in einem Verbundprojekt Lösungen für das Forschungsdatenmanagement an Hochschulen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das auf zwei Jahre angelegte Projekt FDMentor (Forschungsdatenmanagement-Mentor) mit insgesamt rund 409.000 Euro. Ziel ist es, Strategien, Handlungsempfehlungen, Roadmaps, Leitfäden und offen nachnutzbare Materialien, sogenannte Open Educational Resources (OER), zu erstellen. Die Gesamtprojektleitung liegt beim Computer- und Medienservice der HU. Perspektivisch richten sich die Ergebnisse des Projektes an alle deutschen Hochschulen, die noch am Beginn des Prozesses zu einem professionellen Forschungsdatenmanagement stehen.



FDMentor bündelt die Erfahrung und Expertise der fünf Träger-Hochschulen aus Berlin und Brandenburg. Das Projekt gliedert seine Aufgaben in vier Schwerpunkte: Strategieentwicklung, Policy-Entwicklung, Kompetenzausbau und Vernetzung. Für eine Strategieentwicklung zum Forschungsdatenmanagement wird die bestehende Expertise in diesem Verbund evaluiert und übertragbare Modelle, ihre Handlungsoptionen und praktisch anwendbare Lösungen werden erarbeitet. Für die Policy-Entwicklung wird ein Policy-Kit als baustein- und stufenorientiertes Modell entworfen, das sich von weiteren Anwendern direkt oder angepasst nachnutzen lässt. Ferner wird ein Leitfaden zur strategischen Umsetzung erstellt. Für den Kompetenzausbau werden Beratungskonzepte und frei nachnutzbare Schulungsmaterialien (OER) für Universitätsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter erstellt, die mit dem Thema Forschungsdatenmanagement institutionell betraut werden oder in Projekten und Arbeitsgruppen für das Thema verantwortlich sind. Die Vernetzung zielt auf die nachhaltige Zusammenarbeit der Verbundpartner und darauf, dass die Projektergebnisse als Mentorenprogramm für weitere Hochschulen zum effektiven Einstieg oder zur unkomplizierten Weiterentwicklung ihres Forschungsdatenmanagements dienen. Die Aktivitätsbereiche von FDMentor entsprechen auch aktuellen Empfehlungen der Hochschulrektorenkonferenz und des Rats für Informationsinfrastrukturen.

Forschungsdaten und deren Verwaltung ist eines der wichtigsten und zugleich herausforderndsten Themen, dem sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im digitalen Zeitalter stellen müssen, da in vielen Forschungsprozessen große Mengen von digitalen Daten anfallen. Unter dem Management dieser Daten versteht man alle Maßnahmen, die sicherstellen, dass solche Daten nutzbar sind und bleiben. Damit dies erfolgreich und nachhaltig ist, muss das Management als integraler Teil von Forschungsprozessen etabliert werden und ein natürlicher Bestandteil der alltäglichen Forschungsabläufe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sein, damit sie den Lebenszyklus ihrer Forschungsdaten aktiv und bewusst gestalten können. Hochschulen haben die Aufgabe, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei bestmöglich zu unterstützen, indem sie das Ineinandergreifen ihrer Dienstleistungen nutzerorientiert – und zwar organisatorisch wie technisch – umsetzen und dadurch auch die nationale und internationale Anschlussfähigkeit an die rasanten Entwicklungen in diesem Bereich ermöglichen.

Kontakt:
Katarzyna Biernacka

Twitter: @fd_mentor

Weitere Informationen:
- http://www.forschungsdaten.org/index.php/FDMentor
- https://www.hrk.de/positionen/gesamtliste-beschluesse/position/convention/wie-hochschulleitungen-die-entwicklung-des-forschungsdatenmanagements-steuern-koennen-orientierung/
- http://www.rfii.de/de/category/dokumente/
- https://www.parlament-berlin.de/ados/17/IIIPlen/vorgang/d17-2512.pdf

Quelle: idw

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