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Komplexe Nahrungsnetze stärken Ökosystem-Funktionen

(openPR) Nahrungsnetze stabilisieren Ökoystem-Funktionen

„Ökosysteme funktionieren durch die Beziehungen zwischen Arten“, sagt Erstautor und iDiv-Alumnus Dr. Andrew Barnes von der University of Waikato. Entscheidend sei, wie Energie durch das Nahrungsnetz fließt und welche Rolle Räuber dabei spielen, das ökologische Gleichgewicht zu erhalten.

„Verschwinden Räuber – etwa durch Lebensraumverlust, Umweltverschmutzung oder den Klimawandel –, hat das Folgen für das gesamte Nahrungsnetz. Diese Veränderungen können sich durch das gesamte Ökosystem fortpflanzen und wichtige Ökosystemfunktionen schwächen“, so Barnes.

Globale Analyse vieler Ökosysteme

Für die Studie untersuchte das internationale Forschungsteam mehr als 300 Nahrungsnetze verschiedener Ökosysteme – darunter Meere, Seen, Fließgewässer und Böden. Beteiligt waren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als 20 Forschungseinrichtungen.

Laut der Analyse spielen Räuber eine Schlüsselrolle für funktionierende Ökosysteme – von winzigen Bodenmilben bis zu Haien. In artenreichen Ökosystemen war die Häufigkeit von Räuber-Beute-Interaktionen bis zu 70-mal höher als in Ökosystemen mit geringerer Artenvielfalt.

Die Studie zeigt so umfassend wie keine zuvor, welchen Einfluss Biodiversität auf ganze Nahrungsnetze hat. Frühere Untersuchungen betrachteten meist nur einzelne Organismengruppen.

Komplexität entscheidend

„Arten existieren nicht isoliert voneinander – Ökosysteme funktionieren als Netzwerke vielfältiger Wechselwirkungen“, sagt Senior-Autor Dr. Benoit Gauzens von iDiv und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. „Wenn wir die Folgen des Biodiversitätswandels verstehen und vorhersagen wollen, dürfen wir uns nicht darauf beschränken, Arten vor dem Aussterben zu bewahren. Wir müssen auch die ökologischen Beziehungen schützen, die Ökosysteme produktiv und widerstandsfähig machen.“

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Andrew Barnes
Alumnus des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig – iDiv
Jetzt an der University of Waikato in Neuseeland
Telefon: +64 7 838 4460
E-Mail: E-Mail
Webseite: https://profiles.waikato.ac.nz/andrew.barnes

Dr. Volker Hahn
Leiter Impact und Pressesprecher
Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig – iDiv
Telefon: +49 341 97 33197
E-Mail: E-Mail

Originalpublikation:
Barnes, A. D., Brose, U., Eisenhauer, N., Berti, E., Brauns, M., Eggert, S. L., Garcia-Callejas, D., Giling, D. P., Hall, R. O., Hines, J., Jochum, M., Korobushkin, D. I., Kortsch, S., Kratina, P., Manca, M., Mor, J.-R., Nordström, M. C., O'Gorman, E. J., Ott, D., Perkins, D. M., Rosenbaum, B., Saifutdinov, R. A., Saito, V. S., Tanentzap, A. J., Vinagre, C., & Gauzens, B. (2026). Food web complexity underlies biodiversity effects on ecosystem functioning. Nature. https://doi.org/10.1038/s41586-026-10710-5

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