(openPR) Die wichtigsten Fakten im Überblick:
• In vier bundesweiten Verbünden wurden adaptive, digitalisierungsbezogene Fortbildungsmodule für MINT, Kunst, Musik und Sport entwickelt und evaluiert.
• Die Transferstelle TraBBi_digital an der Universität Bielefeld hat Formate etabliert, die Hochschulen systematisch mit Landesinstituten und Ministerien vernetzen.
• Die Projektergebnisse werden als Open Educational Resources (OER), Sammelbände und in einem internationalen Themenheft veröffentlicht
Mit dem Ende der Förderphase im Kompetenzverbund „lernen:digital“ zieht die Universität Bielefeld Bilanz: In den Projekten LFB-Labs-digital, ComeMINT, ComeArts und ComeSport sind in den vergangenen knapp drei Jahren prototypische Fortbildungskonzepte entstanden, die digitale Kompetenzen von Lehrkräften nachhaltig stärken sollen. Beteiligt waren über hundert Wissenschaftler*innen aus mehr als zwanzig Hochschulen bundesweit.
Im Projekt LFB-Labs-digital wurden Schüler*innenlabore zu Orten der Lehre*innenfortbildung weiterentwickelt. Lehrkräfte erprobten dort unter anderem Simulationen, interaktive Experimentiervideos oder KI-gestützte Anwendungen für den MINT-Unterricht. Die Wirksamkeit der Formate wurde empirisch untersucht; ein referenzierbarer Rahmen für digitalisierungsbezogene Fortbildung ist entstanden.
„Schüler*innenlabore haben den digitalen Wandel früh produktiv genutzt. Dieses Potenzial konnten wir nun systematisch für die Fortbildung von Lehrkräften erschließen“, sagt Professor Dr. Matthias Wilde, Direktor der Bielefeld School of Education und Mitinitiator von LFB-Labs-digital.
Die drei Come-Verbünde entwickelten parallel adaptive Fortbildungsmodule für unterschiedliche Fächerkulturen: ComeMINT für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik und Sachunterricht, ComeArts für Kunst und Musik mit Fokus auf ästhetische Bildung und digitale Jugendkulturen sowie ComeSport für digital gestützten Sportunterricht und gesellschaftskritische Themen wie Diversität und Körperbilder. Zentrale Merkmale sind längerfristige Blended-Learning-Formate, Austausch- und Reflexionsphasen sowie eine designbasierte Weiterentwicklung auf Grundlage empirischer Daten.
Koordiniert wurden die Transferaktivitäten durch die an der Universität Bielefeld angesiedelte Transferstelle Bielefeld Bildung digital (TraBBi_digital). Sie entwickelte Konzepte, um Landesinstituten, Ministerien und Schulaufsichtsbehörden die Nachnutzung der entwickelten Fortbildungen zu ermöglichen. Ziel war es, Bedarfe, strukturelle Bedingungen und wissenschaftliche Standards systematisch aufeinander zu beziehen.
„Wir sehen, dass nachhaltiger Transfer nur gelingt, wenn unterschiedliche Handlungslogiken von Wissenschaft und Bildungsadministration reflektiert werden“, sagt Professor Dr. Martin Heinrich, Leiter von TraBBi_digital. „Wir wissen nun viel mehr über die Gelingensbedingungen von Kooperation in diesem System.“
Die Ergebnisse werden nun breit zugänglich gemacht: Mehrere Sammelbände des Kompetenzverbundes lernen:digital erscheinen in den kommenden Monaten mit Beiträgen aus den Verbundprojekten, zudem verantwortet das Konsortium ein Themenheft der Zeitschrift „Frontiers in Psychology“ zur Professionalisierung im digitalen MINT-Unterricht. Ergänzend stehen zahlreiche Materialien und Module als OER zur Nachnutzung bereit. In NRW sind aus den Verbundprojekten neue Strukturen entstanden, die jetzt dazu genutzt werden, die Expertise der Universitäten für die Entwicklung der Schulen im Land nutzbar zu machen.
„Mit TraBBi_digital ist es uns gelungen, eine professionssensible Schnittstelle zwischen Hochschule und Fortbildungssystem aufzubauen. Die jetzt vorliegenden Konzepte sind der Anfang, die lehrkräftebildenden Hochschulen in die wissenschaftsbasierte und praxisnahe Lehrer*innenfortbildung einzubeziehen und die neue Entwicklung in NRW zeigt, dass dies in Zukunft weiterhin geschehen wird“, betont Dr. Wiebke Fiedler-Ebke, Koordinatorin der Transferstelle.
wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Wiebke Fiedler-Ebke, Universität Bielefeld
Fakultät für Erziehungswissenschaften
Telefon: +49 521 106-2660
E-Mail: ![]()












