(openPR) Ab dem Sommer nächsten Jahres steht sie an der Spitze von EURAMET, der Vereinigung der europäischen Metrologie-Institute: Dr. Annette Röttger, Mitglied des Präsidiums der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB). Sie wurde auf der EURAMET-Generalversammlung in Tiflis, Georgien, zur zukünftigen EURAMET-Vorsitzenden (Chairperson) gewählt. Diese Wahl findet stets ein Jahr vor Amtsantritt statt. Bis dahin ist Annette Röttger nun „Chairperson-elect“ und führt gleichzeitig ihr bisheriges Amt als eine von zwei stellvertretenden Vorsitzenden fort. Annette Röttger freute sich sehr über die Wahl und kündigte an, sich weiterhin für die Fortsetzung der gemeinsamen europäischen Metrologie-Forschung in der EU einzusetzen. „Die Stärke Europas entsteht zu einem nicht unbeträchtlichen Teil aus der Metrologie!“, sagte sie.
Die Bedeutung von EURAMET hat Annette Röttger selber mal so beschrieben: „In der stillen Präzision von Laborräumen überall in Europa – wo das Ticken von Uhren mithilfe atomarer Standards gemessen wird – gibt es eine gemeinsame Geschichte: eine Geschichte der Zusammenarbeit, des Vertrauens und der unsichtbaren Fäden, die Nationen mithilfe von Messungen miteinander verbinden. Im Zentrum dieser Geschichte steht EURAMET e. V., die Europäische Vereinigung der nationalen Metrologie-Institute.“
Und im Zentrum dieser Vereinigung wirkte Annette Röttger schon bislang, als eine von zwei stellvertretenden Vorsitzenden. Nun ist sie zur obersten EURAMET-Chefin gewählt worden. Annette Röttger sagte: „Ich danke den Delegiert*innen, die mir das Vertrauen geben, EURAMET in dieser herausfordernden Zeit zu führen. Ich fühle mich zutiefst geehrt!“
Als Vorsitzende wird sie ab dem Juni 2027 für drei Jahre EURAMET nach außen repräsentieren und gemeinsam mit den Delegiert*innen auf der Generalversammlung sowie dem Board of Directors strategische Entscheidungen vorbereiten, treffen und umsetzen, unterstützt vom EURAMET-Sekretariat.
Annette Röttger ist sich der Bedeutung dieses Amtes gerade in der heutigen Zeit sehr bewusst. Mit all ihrem Engagement will sie sich den beiden großen Herausforderungen widmen: der hohen Dynamik bei den Transformationsprozessen in den metrologischen Dienstleistungen und einer Fortsetzung der gemeinsamen europäischen Metrologie-Forschung.
Aus ihrer Sicht ist die europäische Kooperation in der Metrologie eine Stärke Europas, die ihres gleichen sucht. „Metrologie-Forschung sichert die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft und trägt entscheidend zu unserer technologischen Souveränität bei. Europa kann den technologischen Wettlauf in der Welt nur mit Weltklasse-Messfähigkeiten gewinnen. Denn was man nicht messen kann, kann man nicht produzieren, nicht verbessern und nicht handeln“, betont sie.
Zudem wird Annette Röttger ihre Amtszeit in einem besonderen Jahr für EURAMET beginnen: dem 40‑jährigen Jubiläum der Gründung der Vereinigung. Damit wird sie eine Phase mitgestalten, in der Tradition und Zukunft der europäischen Metrologie in einzigartiger Weise zusammenfinden.
Von Anfang an hatte EURAMET einen ehrgeizigen Auftrag: die Koordinierung und Integration von Metrologie-Aktivitäten in ganz Europa, um wissenschaftliche Spitzenleistungen zu gewährleisten und gleichzeitig Innovation, Industrie und Gesellschaft zu unterstützen. „Was EURAMET so bemerkenswert macht, ist nicht nur seine wissenschaftliche Qualität, sondern auch sein Geist der Zusammenarbeit“, sagt Annette Röttger. Dies werde besonders deutlich in den Europäischen Metrologie-Forschungsprogrammen, aktuell in der Europäischen Partnerschaft für Metrologie, die vom Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont Europa der Europäischen Union sowie von den teilnehmenden Staaten kofinanziert wird. Das Programm fördert gemeinsame Projekte, bei denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler grenzüberschreitend an aktuellen Herausforderungen der Metrologie forschen: etwa der Transformation des Energiesektors, dem Klima-Monitoring, neuen Methoden der medizinischen Diagnostik und vielem mehr. Ganz wichtig dabei: sich bei neuen Technologien wie der Quantentechnologie, der Biotechnologie oder künstlicher Intelligenz nicht zurückdrängen zu lassen. Denn die technologische Souveränität von morgen entsteht in den Laboren heute.
„Das macht die gemeinsame europäische Metrologie-Forschung und EURAMET so wichtig – getreu unserem Leitspruch ‚Powered by Metrology‘: Die vereinte Kraft der Metrologie-Institute macht Europa stärker, schneller und wettbewerbsfähiger“, betont Annette Röttger.
(es/ptb)
Kontakt:
Dr. Annette Röttger, Mitglied des Präsidiums der PTB, Telefon: (0531) 592-1003, ![]()
EURAMET-Sekretariat, Telefon: (0531) 592-1960, ![]()
Weitere Informationen:
Europäische Partnerschaft für Metrologie: https://www.euramet.org/research-innovation/metrology-partnership













