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Deutsche Marketer stecken im KI-Dilemma

03.06.202610:17 UhrWerbung, Consulting, Marktforschung
Bild: Deutsche Marketer stecken im KI-Dilemma

(openPR) Pressemitteilung

Deutsche Marketer glauben am stärksten an KI und erzielen trotzdem die schwächste Umsatz-Performance aller westlichen Märkte

Customer Engagement Review von braze zeigt, der Einsatz von KI zahlt sich noch nicht aus

Berlin, 2. Juni 2026 – Deutsche Marketing-Entscheider gehören zu den größten KI-Optimisten weltweit. Doch der Glaube an die Technologie schlägt sich weder in der Kundenzufriedenheit noch in den Geschäftsergebnissen nieder. Nur 61 Prozent der deutschen Unternehmen haben ihre Umsatzziele 2025 erreicht oder übertroffen (verglichen mit 66 Prozent in den USA, 66 Prozent in Großbritannien und 68 Prozent in Frankreich). Der Optimismus ist da, die Ergebnisse sind es jedoch nicht. Das zeigt die neue Global Customer Engagement Review 2026 für den braze insgesamt 2.200 Marketing-Führungskräfte in 17 Ländern befragt hat.

Sieben von zehn deutschen Marketing-Entscheidern glauben, KI macht ihre Markenkommunikation unverwechselbarer und wirkungsvoller. Das ist der höchste Wert aller westlichen Märkte, der zudem zehn Prozentpunkte über dem globalen Schnitt von 60 Prozent liegt. Und trotzdem: Deutschland erzielt die schwächste Revenue-Performance aller westlichen Märkte.

Falsche Metriken, fehlende Wirkung

Ein zentraler Grund für diesen Widerspruch liegt in der Art, wie deutsche Unternehmen den Erfolg ihres KI-Einsatzes messen. 72 Prozent der deutschen Marketer orientieren sich primär an Kanal-Metriken wie Öffnungsraten und Klickzahlen. Zum Vergleich: Das sind 17 Prozentpunkte über dem globalen Schnitt von 55 Prozent. Business-relevante Kennzahlen wie Customer Lifetime Value, Kundenbindungsrate oder direkte Umsatzwirkung spielen eine nachgeordnete Rolle. Dass dabei die eigentliche Wirkung auf den Kunden verloren geht, zeigt ein globaler Befund aus der Studie. 93 Prozent der Marketing-Entscheider weltweit sagen, KI helfe ihnen, Kundenbedürfnisse besser zu verstehen, doch nur 53 Prozent der Verbraucher in UK und den USA fühlen sich von Marken tatsächlich verstanden. 40 Prozentpunkte Unterschied. Wer Erfolg nur an Klickraten misst, optimiert zwangsläufig am Geschäftsergebnis vorbei.

Leadership als Bremsklotz

Hinzu kommt ein strukturelles Problem: In vielen deutschen Unternehmen scheitert die KI-Transformation an der eigenen Führungskultur. 54 Prozent der deutschen Befragten nennen das Zögern von Führungskräften und Mitarbeitern als zentrales Hindernis bei der KI-Einführung. Als Reaktion greifen deutsche Unternehmen vor allem zu einem Mittel. 43 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Compliance- und Sicherheitslösungen der beste Weg sind, um einen verantwortungsvollen und ethischen Umgang mit KI zu gewährleisten, verglichen mit 36 Prozent im globalen Durchschnitt. Deutschland sichert sich technisch ab, adressiert aber nicht das eigentliche Problem. Die Technologie ist vorhanden. Was fehlt, ist der Wille, sie strategisch einzusetzen.

„Die Ergebnisse sollten uns alle zum Nachdenken bringen. Deutschland investiert in KI, glaubt an KI, und zögert trotzdem. Das ist kein Widerspruch, sondern ein Reifegradproblem. Unternehmen, die jetzt aufhören, KI nur zu testen, und anfangen, sie strategisch einzusetzen, werden den Abstand zu ihren Wettbewerbern schnell schließen können“, sagt Philip Nowak, VP EMEA Central bei braze.

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Bildmaterial

Portrait Philip Nowak, VP EMEA Central bei braze (Bildnachweis: braze)

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Über die Studie

Der Global Customer Engagement Review 2026 von Braze basiert auf einer Befragung von 2.200 Marketing-Führungskräften in B2C-Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 10 Mio. USD in 17 Ländern, durchgeführt von Wakefield Research im November und Dezember 2025. Zusätzlich wurden 4.000 Konsumenten in den USA und Großbritannien befragt sowie aggregierte Verhaltensdaten von 6 Milliarden Nutzerprofilen aus der Braze-Plattform ausgewertet. Mehr hier: https://www.braze.com/resources/reports-and-guides/global-customer-engagement-review

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