(openPR) Die verpflichtende Einführung der E-Rechnung verändert seit 2025 die Anforderungen an Rechnungsprozesse in Unternehmen grundlegend. Neben der technischen Umsetzung gewinnen insbesondere Themen wie GoBD-konforme Archivierung, XML-Validierung, Prüfung elektronischer Rechnungen sowie die Verarbeitung strukturierter Datenformate an Bedeutung. Viele Unternehmen stehen dabei vor der Herausforderung, bestehende Prozesse zwischen Papierdokumenten, PDF-Rechnungen und strukturierten E-Rechnungen rechtssicher und effizient miteinander zu verbinden.
Mit dem Online-Lehrgang „Elektronische Rechnungen in der Praxis“ vermittelt die Akademie Heidelberg fachliche Grundlagen und aktuelle regulatorische Anforderungen rund um die elektronische Rechnungsstellung. Der Lehrgang besteht aus sechs Modulen und behandelt sowohl rechtliche als auch organisatorische und technische Fragestellungen zur E-Rechnung.
Neue Anforderungen an Unternehmen durch die E-Rechnungspflicht
Mit den schrittweisen gesetzlichen Vorgaben zur elektronischen Rechnungsstellung steigt der Anpassungsdruck auf Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Besonders relevant sind dabei die Anforderungen aus den GoBD, aktuelle BMF-Schreiben sowie EU-Vorgaben zur standardisierten Rechnungsverarbeitung. Fehler bei Validierung, Archivierung oder Rechnungseingangsprüfung können steuerliche und organisatorische Risiken nach sich ziehen.
Zudem müssen Unternehmen ihre Prozesse häufig technisch neu strukturieren. Medienbrüche zwischen Papier, PDF und XML-basierten Formaten erschweren vielerorts die automatisierte Verarbeitung. Auch die Integration von E-Rechnungen in ERP-, DMS- und ECM-Systeme stellt zahlreiche Organisationen vor praktische Herausforderungen.
XRechnung, ZUGFeRD und GoBD in der praktischen Umsetzung
Der Lehrgang greift zentrale Formate und Anforderungen der elektronischen Rechnungsstellung auf. Thematisiert werden unter anderem die XRechnung für öffentliche Auftraggeber sowie der in Deutschland verbreitete Standard ZUGFeRD. Darüber hinaus werden organisatorische Anforderungen an Verfahrensdokumentation, Archivierung und digitale Prüfprozesse behandelt.
Im Seminar werden unter anderem folgende Themen behandelt:
• gesetzliche Vorgaben und aktuelle BMF-Schreiben
• XML-Validierung und technische Prüfung von E-Rechnungen
• GoBD-konforme Archivierung
• ersetzendes Scannen und Digitalisierung von Papierdokumenten
• Rechnungseingangsprüfung und Freigabeprozesse
• Einsatz von DMS-, ECM- und ERP-Systemen
• Unterschiede zwischen XRechnung und ZUGFeRD
• organisatorische Vorbereitung auf die E-Rechnungspflicht
• typische Fehlerquellen bei Verarbeitung und Archivierung
Bedeutung der E-Rechnung für Rechnungswesen und Compliance
Die elektronische Rechnungsstellung betrifft nicht nur das Rechnungswesen, sondern zunehmend auch Steuerabteilungen, Compliance-Bereiche und die IT. Unternehmen müssen sicherstellen, dass Rechnungsdaten vollständig, unveränderbar und nachvollziehbar verarbeitet werden können. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an interne Kontrollsysteme und digitale Prüfpfade.
Der Lehrgang richtet sich insbesondere an Fach- und Führungskräfte aus Finanz- und Rechnungswesen, Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung, Steuern, Umsatzsteuer, Compliance, Revision sowie IT und Digitalisierung. Auch Verantwortliche für Verfahrensdokumentation und digitale Geschäftsprozesse zählen zur Zielgruppe.
Referent
Referent des Lehrgangs ist Dipl.-FW (FH) Elmar Mohl, Fachprüfer Umsatzsteuer in der Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit elektronischer Rechnungslegung, GoBD und digitalen Rechnungsprozessen und bringt Erfahrungen aus der Groß- und Konzernbetriebsprüfung in die Veranstaltungen ein.
Der Online-Lehrgang „Elektronische Rechnungen in der Praxis“ findet vom 28. Oktober bis 2. Dezember 2026 statt. Die sechs Module können auch einzeln gebucht werden. Weitere Informationen sind auf der Website der Akademie Heidelberg verfügbar: https://www.akademie-heidelberg.de/termin/elektronische-rechnungen-der-praxis-1












