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Das unfassbare Leid im Tierversuchslabor

20.04.202615:49 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Das unfassbare Leid im Tierversuchslabor
Affe in Fixierungsapparatur (© TOXICITY.inc)
Affe in Fixierungsapparatur (© TOXICITY.inc)

(openPR) Neue Aufnahmen aus britischen Laboren zeigen erschütternde Realität

Schreiende Affen, denen gewaltsam ein Schlauch in den Magen gesteckt wird, Kaninchen in körperengen Plastikkästen, Mini-Schweine mit Löchern in der Rückenhaut, Beagle-Hunde, die verzweifelt versuchen, sich eine Inhalationsmaske vom Gesicht zu reißen – die aktuellen Bilder aus zwei britischen Laboren zeigen erneut das unfassbare Leid von Tieren im Versuch. Ein Arbeiter hatte die Aufnahmen heimlich gemacht und an Tierschutzorganisationen gegeben. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche zeigt sich schockiert über die routinemäßige Brutalität, denen die Tiere ausgesetzt sind und fordert einen sofortigen Umstieg auf tierversuchsfreie und damit für den Menschen relevante Testmethoden.

Die Aufnahmen stammen überwiegend aus dem Jahr 2025 und wurden von einem Angestellten bei seiner täglichen Arbeit gemacht. In einem Artikel in der britischen Tageszeitung Daily Mail heißt es, die Schreie und das Wimmern der Tiere verfolgten ihn und am liebsten hätte er gekündigt, aber er wollte der Öffentlichkeit ein Fenster in diese versteckte Welt ermöglichen, damit sich etwas ändert. Er sagt – so wird er in dem Artikel zitiert – allen Mitarbeitern taten die Tiere leid, aber sie konnten nichts tun, um das Leid zu lindern. Schließlich gab er das Foto- und Videomaterial an die australische Tierschutzorganisation Animals International, die es unter anderem mit dem britischen Verein Animal Aid veröffentlichte.

Die Aufnahmen zeigen sich in einem Primatenstuhl windende Langschwanzmakaken, die eine am Kopf angeschnallte Atemmaske aufhaben, ebenso Beagle, die sich verzweifelt gegen die Maske wehren. Ratten und Kaninchen werden zum Einatmen von Testsubstanzen in enge Plastikröhren gesteckt, in denen sie vollkommen bewegungsunfähig sind. Bei Makaken, Beagle, Schweinen, Kaninchen und Ratten kommt eine Schlundsonde zum Einsatz, d.h., ein Schlauch wird den Tieren bei vollem Bewusstsein gewaltsam durch den Rachen in die Speiseröhre und bis in den Magen geschoben, um eine Testsubstanz zu verabreichen. Die Tiere wehren sich vehement. Ein in einer Art Hängematte fixiertes Schwein schreit, als ihm ein großflächiger Verband abgenommen wird. Auf seinem Rücken sind 8 große viereckige Hautausstanzungen zu sehen, in die eine Testsubstanz gespritzt wird. Getestet wurden unter anderem Abnehmspritzen, Kopfschmerztabletten, Cholesterinsenker, Antibiotika und Antidrepressiva.

„Die Aufnahmen sind erschütternd – aber es handelt sich um den Alltag in der Giftigkeitstestung an Tieren,“ kommentiert Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche. Tierversuche wie die gefilmten sind immer noch Standard für neue Medikamente und Chemikalien, vor der Marktzulassung. Dabei sollen etwa die akute oder chronische Giftigkeit über 28 oder 90 Tage untersucht werden. Den Tieren werden die Substanzen täglich mit einer Schlundsonde in den Magen eingegeben, oder sie müssen sie einatmen. Manche Tests, etwa zu möglichen Schäden an den Nachkommen, können über zwei Jahre dauern. Am Ende werden alle Tiere getötet. Die Pharma- und Chemieindustrie gibt solche regulatorischen Tests oft bei spezialisierten Laboren in Auftrag.

Die Bilder erinnern an die Undercover-Recherche der Organisation SOKO Tierschutz beim Hamburger Auftragslabor LPT im Jahr 2019. Der öffentliche Aufschrei war so gewaltig, dass das Labor 2022 schließen musste.

Dr. Gericke ist dem Arbeiter äußert dankbar, was er auf sich genommen hat, um der Öffentlichkeit die Realität zu zeigen. „Die Pro-Tierversuchslobby verharmlost Tierversuche regelmäßig, doch erschütternde Bilder wie diese belegen, was wirklich hinter den verschlossenen Labortüren passiert. Dabei sind Tierversuche nicht nur extrem qualvoll, sondern sie sind auch wissenschaftlich unsinnig und sogar kontraproduktiv, denn solche Tests garantieren weder Sicherheit noch Wirksamkeit von Substanzen für Menschen“, erklärt Gericke. „Anstatt Tiere derartigen Qualen auszusetzen, müssen am Menschen orientierte Testsysteme wie etwa Organchips eingesetzt werden. Sie liefern im Gegensatz zum Tierversuch sinnvolle, für den Menschen relevante Ergebnisse.“

tierversuchsfreie und damit für den Menschen relevante Testmethoden

Quellen und weitere Informationen

Kampagnen-Seite von Animal Aid mit Foto- und Filmmaterial: https://toxicity.inc/

UK Lab Testing. Daily Mail 18.04.2026 >>

Hamburger Tierversuchslabor LPT. Ärzte gegen Tierversuche 21.10.2024 >>

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