(openPR) Das norwegische HealthTech-Unternehmen Noteless hat im März beim Hausärztinnen- und Hausärztetag Baden-Württemberg den Publikumspreis des Startup-Pitches gewonnen. Rund 300 Hausärztinnen und Hausärzte sowie Mitarbeitende aus den Praxisteams stimmten darüber ab, welche der vorgestellten digitalen Lösungen den größten potenziellen Mehrwert für den Praxisalltag bietet.
Den ersten Platz belegte Noteless, eine KI-gestützte Software für medizinische Dokumentation, die aus Sicht des Publikums besonders großes Potenzial für den Praxisalltag bietet.
Der Pitch fand im Rahmen des 24. Baden-Württembergischen Hausärztinnen- und Hausärztetags in Stuttgart statt. Fünf Startups präsentierten dort jeweils in kurzen Pitches ihre digitalen, überwiegend KI-gestützten Ansätze zur Unterstützung hausärztlicher Praxen. Die Entscheidung traf das Fachpublikum per Live-Voting.
Versorgung unter Druck
Die hausärztliche Versorgung in Baden-Württemberg steht unter erheblichem Druck. Ende 2024 kamen im Land nur 63,7 Hausärztinnen und Hausärzte auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner; damit gehört Baden-Württemberg bundesweit zu den Schlusslichtern in der hausärztlichen Versorgung. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) fehlen bereits heute rund 1.000 hausärztliche Vollzeitstellen.
Zugleich steht vielerorts ein Generationswechsel bevor. Von insgesamt 7.056 Hausärztinnen und Hausärzten im Land sind laut Versorgungsbericht 2025 der KVBW bereits 2.695 - knapp 38 Prozent - über 60 Jahre alt, darunter 1.387 bereits über 65. Hinzu kommt ein hoher administrativer Aufwand: Hausärztinnen und Hausärzte wenden im Schnitt mehr als acht Stunden pro Woche für Dokumentation, Verwaltung und Fortbildung auf (Hausärzt:innenbefragung 2025, Bertelsmann Stiftung).
Was Noteless konkret macht
Im Zentrum von Noteless steht die Entlastung im Dokumentationsalltag: Während der Konsultation entstehen aus den gesprochenen Inhalten in Echtzeit strukturierte medizinische Notizen, die direkt im weiteren Behandlungsverlauf genutzt werden können. Darüber hinaus verfügt Noteless auch über eine Diktierfunktion. Die Software ist als Medizinprodukt CE-zertifiziert; Audiodaten werden nicht gespeichert, und Patientinnen- und Patientendaten werden nicht zum Training der KI verwendet.
Für den deutschen Markt hat Noteless eine Reihe von Vorlagen und Funktionen entwickelt, die gezielt auf den Praxisalltag zugeschnitten sind. Dazu gehören unter anderem Vorlagen für den Bereitschaftsdienst, Kurznotizen, Gesundheits-Check-ups, Verlaufsdokumentationen, Befundberichte und KFO-Protokolle. Ergänzt wird das Angebot durch spezielle Modi, etwa zur Überweisungsanalyse und zur Unterstützung bei der ICD-Kodierung.
„Bei Noteless entwickeln wir das Produkt eng an der klinischen Praxis. Wir starten mit tatsächlichen Herausforderungen, nicht mit Annahmen, und testen Hypothesen schnell gemeinsam mit unseren Nutzerinnen und Nutzern. Das Ziel ist immer dasselbe: Reibung im Alltag zu reduzieren, ohne Kompromisse bei Fachlichkeit, Patientensicherheit oder regulatorischen Anforderungen einzugehen“, sagt Johannes Berg-Olsen, Product Manager bei Noteless.
„Die KI-gestützte Dokumentation mit Noteless funktioniert im Praxisalltag zuverlässig und spart spürbar Zeit“, berichtet Dr. Delf Taxis, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in Weinstadt. „Besonders hilfreich ist, dass Gespräche strukturiert erfasst und direkt in verwertbare Notizen und Arztbriefe überführt werden. Das reduziert den bürokratischen Aufwand deutlich.“
Signal aus der Praxis
Der Publikumspreis beim Hausärztinnen- und Hausärztetag Baden-Württemberg bestätigt aus Sicht von Noteless den Ansatz, Produktentwicklung eng an den Versorgungsalltag anzulehnen. Rückmeldungen von Ärztinnen und Ärzten fließen direkt in Vorlagen, Funktionen und Integrationen ein, insbesondere mit Blick auf typische Dokumentationssituationen in der ambulanten Versorgung.
Interessierte Praxen in Baden-Württemberg können Noteless unverbindlich im eigenen Praxisalltag erproben.











