(openPR) KI-Automatisierung im Bankbetrieb sicher steuern und als Effizienzbooster nutzen
Der Druck, Prozesse schneller und günstiger zu machen, war im Bankenumfeld selten so hoch wie heute. Fachkräftemangel, steigende Stückkosten und wachsende regulatorische Anforderungen zwingen Institute dazu, Abläufe neu zu denken. KI-gestützte Prozessautomatisierung und RPA erscheinen dabei wie die perfekte Lösung: weniger manuelle Tätigkeiten, kürzere Durchlaufzeiten, höhere Skalierbarkeit. Doch genau hier entsteht ein neues Risikofeld, das viele Häuser bislang unterschätzen.
Denn sobald die KI bestimmte Entscheidungen vorbereitet oder Prozesse eigenständig anstößt, verschieben sich Verantwortlichkeiten. Klassische Kontrollpunkte greifen nicht mehr automatisch, Prüfbarkeit wird komplexer und Fehlentscheidungen lassen sich schwerer nachvollziehen. Besonders kritisch sind automatisierte Dokumentenverarbeitung, Chatbots in der Kundenkommunikation oder KI-basierte Prüfungen im Backoffice. Fehlerhafte Klassifikationen, verzerrte Trainingsdaten oder nicht erkannte Modellabweichungen können operative Risiken erzeugen, die sich erst spät zeigen – dann aber mit hoher Wirkung.
Hinzu kommt der regulatorische Rahmen (u.a. DORA, AI-Act), der sich deutlich verschärft. Datenschutzrechtliche Anforderungen, neue europäische KI-Vorgaben und bestehende bankaufsichtliche Regelwerke verlangen Nachvollziehbarkeit, Dokumentation und Überwachung auch für automatisierte Prozesse. Viele Institute starten jedoch mit der Technik und denken Governance erst im Nachhinein. Fehlende Verantwortlichkeitsmodelle, unklare Kontrollmechanismen und lückenhafte Dokumentation führen dazu, dass Effizienzgewinne von neuen Prüfungsfeststellungen überlagert werden.
Genau hier setzt das Online-Seminar „KI-gestützte Prozess-Automatisierungen“ am 23. März 2026 an.
Peter Stegmeier, Abteilungsleiter Prozess- und IT-Entwicklung bei der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte, berichtet aus der Praxis, wie KI und RPA produktiv eingesetzt werden können, ohne Kontrollanforderungen zu vernachlässigen. Er zeigt typische Einsatzfelder wie Dokumentenverarbeitung, Kundenkommunikation und Backoffice-Automatisierung – und macht deutlich, wo technische Möglichkeiten und regulatorische Grenzen aufeinandertreffen.
Im Fokus stehen prüfungssichere Prozessdesigns, sinnvolle „Human-in-the-Loop“-Kontrollen, saubere Dokumentation sowie Monitoring- und Fallback-Mechanismen. Die Teilnehmenden erhalten konkrete Leitlinien, wie Automatisierungsvorhaben von Anfang an so aufgesetzt werden, dass Effizienz und Compliance zusammen gedacht werden – statt sich später gegenseitig auszubremsen.
Die zentrale Erkenntnis: KI steigert Effizienz nur dann nachhaltig, wenn Kontrolle mitwächst. Dieses Seminar zeigt, wie Banken Automatisierung nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch und regulatorisch beherrschbar machen.
Weitere Informationen und Anmeldung unter:
https://www.akademie-heidelberg.de/seminar/ki-gestuetzte-prozess-automatisierungen













