openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Erster Einsatz: Die Entscheidung für den Polizeiberuf

(openPR) Berlin, 31. März 2026 – Ihr erster Praxiseinsatz im Rahmen ihres Studiums zum Gehobenen Polizeivollzugsdienst ist eine 12-stündige Nachtschicht. Sie ist mit einer Hundertschaft im Einsatz. Die schwere Schutzweste drückt, die Eindrücke sind neu, und doch weiß Marie Josefa Büssing schnell: Das ist genau der Beruf, den sie gesucht hat. Einer, der fordert, sinnstiftend ist und weit mehr als ein Schreibtischjob.

Graduierungsfeier: 184 Absolvent*innen starten in den Dienst
Zur Graduierungsfeier im voll besetzten Audimax der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) am Campus Lichtenberg kamen zahlreiche Gäste aus Politik, Polizei und Hochschule sowie Familienangehörige, um den Absolventinnen und Absolventen ihre Anerkennung auszusprechen und den erfolgreichen Abschluss gemeinsam zu feiern.

171 frisch ausgebildete Schutz- und Kriminalkommissarinnen und -kommissare sowie 13 Oberkommissar*innen mit Spezialisierung auf Wirtschafts- und Cyberkriminalität treten ihren Dienst bei der Polizei Berlin an. In ihrer Abschlussrede – ihrer „Lagemeldung“ – blickten die Absolventinnen auf drei intensive Jahre zurück: Das Studium sei fachlich, körperlich und persönlich herausfordernd gewesen. Sie hätten gelernt, dranzubleiben und durchzuhalten – „und wir haben es geschafft!“ Der Umgang mit Druck und Unsicherheit habe sie geprägt und seien sie als Jahrgang eng zusammengewachsen. Nun beginne ein Berufsleben, „in dem wir etwas leisten, was Bedeutung hat.“

Eine Polizei für Berlin
Die Berliner Polizeipräsidentin Dr. Barbara Slowik Meisel würdigte die neuen Kolleginnen und Kollegen und fasste die Besonderheit Berlins in drei Worten zusammen: „Dit is Berlin.“ Berlin brauche eine besondere Polizei, die viele Sprachen spreche – im wörtlichen, wie im übertragenen Sinn – und auf alle Situationen vorbereitet sei. Slowik Meisel betonte: „Die Polizei befindet sich im ständigen Wandel. Man wächst mit seinen Aufgaben und muss im Austausch bleiben. Nur der Diskurs bringt uns als Polizei voran.“ Zugleich legte sie den neuen Kommissarinnen und Kommissaren nahe, sich aktiv in die Gestaltung der Polizei Berlin einzubringen. Denn es sei ihre Zukunft, die sie mitgestalten.

Ein Beruf mit Verantwortung
Der Präsident der HWR Berlin, Prof. Dr. Jens Hermsdorf, sprach den Absolventinnen und Absolventen großen Respekt für ihren künftigen Dienst an der Gesellschaft aus und hob dessen Bedeutung hervor: „Sie haben sich bewusst für einen Beruf entschieden, der mehr ist als eine Tätigkeit: ein Dienst an den Menschen und an unserer Demokratie.“ Damit übernehmen sie Verantwortung für Sicherheit, Freiheit und das Funktionieren des gesellschaftlichen Zusammenlebens, in einer Stadt, in der Polizeiarbeit besonders vielfältig und anspruchsvoll ist.

Auf Umwegen zum Ziel – und zur Jahrgangsbesten
Marie Josefa Büssing wurde als Jahrgangsbeste ausgezeichnet und erhielt zudem für ihre herausragende Bachelorarbeit den Andreas-Mahn-Gedächtnispreis. Mit dieser Auszeichnung erinnert der Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin an den 2013 verstorbenen Dozenten Andreas Mahn. In ihrer Abschlussarbeit mit dem Titel „Zwischen Rechtssicherheit und Gerechtigkeit“ setzte sich Büssing mit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Wiederaufnahme von Strafverfahren trotz vorherigen Freispruchs aufgrund neuer Tatsachen oder Beweismittel auseinander.

Büssings Weg zur Polizei verlief nicht geradlinig. Aufgewachsen in der Nähe von Bremen und im Reitsport zu Hause, absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau. Anschließend studierte sie Jura in Münster. „Ich habe aber gemerkt, dass ich keinen reinen Schreibtischjob möchte“, sagt sie. Dem Beispiel ihres Bruders folgend, entschied sie sich für die Polizei. Büssing bestand die Aufnahmeprüfungen für das Studium Gehobener Polizeivollzugsdienst in Berlin und wurde direkt angenommen. „Die Stadt ist unglaublich vielfältig und cool. Ich passe hierher.“ Und auch in den Polizeidienst: „Schon im dritten Semester waren wir im Einsatz. Ich wurde sofort gut aufgenommen und konnte eigenständig Aufgaben übernehmen.“ Ab April tritt sie ihren Dienst im Streifendienst in Köpenick an.

Neue Wege in die Kriminalpolizei: Seiteneinstieg Wirtschafts- und Cyberkriminalität
W. (30) gehört zu den 13 Akademischen Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern, die in einem einjährigen Aufbaustudium als Fachkräfte gezielt für die Ermittlungsarbeit auf dem Gebiet der Wirtschafts- und Cyberkriminalität qualifiziert wurden. Das Programm richtet sich an Fachleute mit abgeschlossenem Wirtschafts- oder IT-Studium und stärkt die Expertise der Kriminalpolizei in diesen besonders komplexen Deliktfeldern.

W. ist als Spezialist für Cyberkriminalität tätig. Er ist einer von vier seines Jahrgangs in diesem Bereich. Für sein Elektrotechnikstudium kam er aus der Eifel nach Berlin und arbeitete zunächst in der Medizintechnik, bevor er sich für den Polizeidienst entschied. „Mich hat gereizt, dass man in dem Berufsfeld nicht nur kognitiv arbeitet, sondern auch praktisch, bei Ermittlungen vor Ort dabei ist.“ Bereits seit drei Monaten ist der 30-Jährige in laufende Verfahren eingebunden. „Ich bin beeindruckt, wie professionell die Abläufe sind – und dass vieles aus dem Studium direkt Anwendung findet und umgesetzt wird.“ Auch das kollegiale Arbeitsumfeld schätzt er: „Ich wurde sehr gut aufgenommen. Unser Fachwissen wird von den Kolleginnen und Kollegen anerkannt und gezielt eingesetzt.“

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) ist eine fachlich breit aufgestellte, international ausgerichtete Hochschule für angewandte Wissenschaften, einer der bundesweit größten staatlichen Anbieter für das duale Studium und im akademischen Weiterbildungsbereich. Sie sichert den Fachkräftebedarf in der Hauptstadtregion und darüber hinaus. Rund 12 500 Studierende sind in über 60 Studiengängen der Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts-, Ingenieur- und Polizei- und Sicherheitswissenschaften sowie in internationalen Master- und MBA-Studiengängen eingeschrieben. Die HWR Berlin ist die viertgrößte Hochschule für den öffentlichen Dienst in Deutschland und mehrfach prämierte Gründungshochschule. Über 700 Kooperationen mit Partnern in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst garantieren den ausgeprägten Praxisbezug in Lehre und Forschung. 195 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen Kontinenten fördern einen regen Studierendenaustausch und die internationale Forschungszusammenarbeit. Die HWR Berlin ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for Excellence“ und unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz „Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

http://www.hwr-berlin.de

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1308197
 265

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Erster Einsatz: Die Entscheidung für den Polizeiberuf“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von idw - Informationsdienst Wissenschaft

Teamarbeit: Wie Moleküle aus Pflanzenwurzeln mit Bakterien zusammenwirken, um Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen
Teamarbeit: Wie Moleküle aus Pflanzenwurzeln mit Bakterien zusammenwirken, um Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen
Eisen ist für das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen unverzichtbar. In vielen Böden bleibt dieser essenzielle Mikronährstoff für die Pflanzen jedoch unerreichbar. Der Grund dafür ist chemischer Natur: Ein großer Teil des Eisens liegt in schwer löslichen Verbindungen vor und kann von Pflanzenwurzeln nicht direkt aufgenommen werden. Pflanzen haben daher ausgeklügelte Strategien entwickelt, um Eisen aus dem Boden zu mobilisieren und für die Aufnahme verfügbar zu machen. Diese oft verborgenen Mechanismen sind entscheidend für eine ausreich…
Bild: Überleben Wasserzeichen das Training neuer KI-Modelle? Eine CISPA-Studie gibt Auskunft
Überleben Wasserzeichen das Training neuer KI-Modelle? Eine CISPA-Studie gibt Auskunft
KI-generierte Bilder sind heute allgegenwärtig und finden vor allem über das Internet weite Verbreitung. Damit steigt das Risiko, dass KI-generierte Bilder zum Training neuer Bildgenerierungsmodelle verwendet werden. „Wenn Unternehmen auf ihren eigenen synthetischen Daten trainieren, kann das zu einem Model Collapse führen“, erklärt Michel Meintz. „Je mehr man auf eigenen synthetischen Daten trainiert, desto eher verschlechtert sich die Qualität des Modells.“ Eine Möglichkeit, synthetische Daten zu erkennen und gegebenenfalls aus Trainingsdat…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Porschestraße wird zur Ehrenzone
Porschestraße wird zur Ehrenzone
… Experimentierfreudige konnten bei der Polizei zum Beispiel einen Rauschparcours durchlaufen, der die Wahrnehmung nach Alkoholkonsum simuliert, sich über Fahrradschlösser, Einbrüche oder den Polizeiberuf informieren oder Fotos auf einem Polizeimotorrad machen. Auch Mitarbeitende des Ordnungsamts standen den Bürger*innen für Fragen rund um deren Aufgabenspektrum zur …
Bild: ÖDP NRW zur Inneren Sicherheit: Wir wollen den Schutzmann wiederhaben
ÖDP NRW zur Inneren Sicherheit: Wir wollen den Schutzmann wiederhaben
… kaputtgespart“, so Jäger. Sicherheit sei aber nur im direkten persönlichen Kontakt zu schaffen, nicht durch bürgerferne Technokratie. Hierzu sei auch ein Umdenken im Zugangsweg zum Polizeiberuf von Nöten, so die ÖDP. Daher sei die Wiedereinführung des mittleren Dienstes im allgemeinen Polizeidienst in NRW zwingend erforderlich. Nur so könnten Menschen ohne …
Bild: DPolG erschüttert vom Mordanschlag gegen drei deutsche Polizeikollegen in KabulBild: DPolG erschüttert vom Mordanschlag gegen drei deutsche Polizeikollegen in Kabul
DPolG erschüttert vom Mordanschlag gegen drei deutsche Polizeikollegen in Kabul
… können. Zum anderen stelle sich die Frage, ob in Afghanistan ausreichend einheimische Menschen zur Verfügung stünden, die zur Ausbildung für den hoch qualifizierten Polizeiberuf geeignet seien. Afghanistan sei offensichtlich leider noch weit von einer stabilen Sicherheitslage entfernt. Deshalb gelte es in erster Linie die Rahmenbedingungen zum Aufbau …
Bild: Für Sauberkeit und Sicherheit: WMG startet Kampagne „Ehrensache!“
Für Sauberkeit und Sicherheit: WMG startet Kampagne „Ehrensache!“
… und Klein an. Experimentierfreudige können bei der Polizei zum Beispiel einen Rauschparcours durchlaufen, der die Wahrnehmung nach Alkoholkonsum simuliert, oder sich über den Polizeiberuf informieren. Bei dem Ordnungsamt können sogar Fußgänger ihre Geschwindigkeit messen lassen und sich ein Knöllchen abholen – das ausnahmsweise nicht bezahlt werden muss.WMG-Geschäftsführer …
Bild: “Manchmal schlägt mir der Puls bis zum Hals” – Wie es ist, Polizist zu sein
“Manchmal schlägt mir der Puls bis zum Hals” – Wie es ist, Polizist zu sein
… Hoemann ist Polizeikommissarin. Sie hat vor rund einem Jahr ihr Polizeistudium beendet und ist seitdem auf der Dienststelle in Bad Kreuznach beschäftigt.Wie sind Sie zum Polizeiberuf gekommen?Auf die Frage, wie die beiden zum Polizeiberuf gekommen sind, hätten die Antworten unterschiedlicher nicht sein können. Viktoria Hoemann erzählte: “Bei mir war es …
Bild: Polizeialltag mit hoher AuthentizitätBild: Polizeialltag mit hoher Authentizität
Polizeialltag mit hoher Authentizität
… und bei den Einsätzen live dabei zu sein. Und ohne es aktiv zu forcieren, bricht Robert Wahren mit seinen Buch auch eine Lanze für die Polizei und den Polizeiberuf: „Wir sind eben nicht nur Geldeintreiber oder Dienstleister des Steuerzahlers.“ Und obwohl Wahren in seinen Texten Wert auf größtmögliche Authentizität legt, ist ihm ein Buch gelungen, das …
Gute und sichere Verdienstmöglichkeiten bei der Polizei
Gute und sichere Verdienstmöglichkeiten bei der Polizei
… Stück weit an der Gerechtigkeit einer Gesellschaft mitzuwirken. Natürlich ist es auch so, dass das sichere Arbeitsverhältnis gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten den Polizeiberuf attraktiv erscheinen lässt. Hierbei stellt sich die Frage, wie ein Polizist eigentlich besoldet wird. Wie alle Beamten werden auch Polizisten nach der Beamtenbesoldung …
Polizei Köln startet neues Internetangebot
Polizei Köln startet neues Internetangebot
… 2005 oder den FIFA-Confederations-Cup. Unter www.polizei.nrw.de/koeln können interessierte Bürgerinnen und Bürger zudem aktuelle Fahndungen, Wissenswertes zur Verbrechensvorbeugung oder zum Polizeiberuf abrufen. Abgerundet wird das Internetangebot durch eine Übersicht der Dienststellen und Notfallnummern. Im Zuge der landesweiten Umstellung auf ein zentrales …
Claus Schaffer (AfD): Wir fordern Erschwerniszulagen auch für die Kollegen der Einsatzhundertschaft
Claus Schaffer (AfD): Wir fordern Erschwerniszulagen auch für die Kollegen der Einsatzhundertschaft
… beim G20-Gipfel in Hamburg eine wahre Gewalt-orgie entfachen. Vermehrt brauchen auch Veranstaltungen und Parteitage der AfD den Schutz der Polizei vor diesen Tätergruppen. Um den Polizeiberuf attraktiver zu machen, reicht Geld allein jedoch nicht aus. Zum Ansehen des Berufs würde es erheblich beitragen, wenn Polizeibeamte sich darauf verlassen könnten, …
Bild: Entlassung eines Polizeimeisteranwärters wegen Mitgliedschaft in WhatsApp-Gruppe mit rassistischen InhaltenBild: Entlassung eines Polizeimeisteranwärters wegen Mitgliedschaft in WhatsApp-Gruppe mit rassistischen Inhalten
Entlassung eines Polizeimeisteranwärters wegen Mitgliedschaft in WhatsApp-Gruppe mit rassistischen Inhalten
… Kollegenkreises entgegenstelle. Damit begründe bereits das Hinnehmen und kritiklose Kommentieren die berechtigten Zweifel an seiner charakterlichen Eignung für den Polizeiberuf, ohne dass es der Feststellung einer gefestigten eigenen rechtsextremen Überzeugung des entlassenen Polizeimeisteranwärters bedürfe. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. …
Sie lesen gerade: Erster Einsatz: Die Entscheidung für den Polizeiberuf