(openPR) Das Verbundprojekt Dual³, das im Rahmen der Ausschreibung „Lehrarchitektur“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre im April 2025 zur Förderung ausgewählt wurde, ist im Oktober 2025 offiziell gestartet. Es zählt zu den 119 Vorhaben, die sich unter insgesamt 227 eingereichten Anträgen durchsetzen konnten. Das Projekt verfügt über ein Fördervolumen in Millionenhöhe und wird von einem Team mit mehr als 20 Mitarbeitenden umgesetzt. Im Februar 2026 wurde Dual³ im Rahmen des Forschungskolloquiums der DHBW Karlsruhe hochschulöffentlich vorgestellt.
Unter der Projektleitung der Dualen Hochschule Baden Württemberg (DHBW) Karlsruhe (Professor Dr. Roland Küstermann) arbeiten die Duale Hochschule Sachsen, die Hochschule Bielefeld sowie die Technische Hochschule Ostwestfalen Lippe hochschulartenübergreifend zusammen. Unterstützt wird der Verbund durch den Verband Duales Hochschulstudium Deutschland e. V. sowie den ILIAS open source e Learning e. V. Ein Lenkungsausschuss unter Beteiligung des DHBW Vizepräsidenten für Lehre begleitet die strategische Ausrichtung.
Zusammenspiel von Hochschule und Praxis weiter stärken
Ziel von Dual³ ist es, den Transfer zwischen den Lernorten Hochschule und Unternehmen systematisch weiterzuentwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, informell und non formal erworbene Kompetenzen von Studierenden sichtbar zu machen und ihre Anrechenbarkeit zu verbessern. Darüber hinaus sollen bundesweite Austauschmöglichkeiten für besondere Studienangebote geschaffen und deren Anerkennung als Studienleistungen erleichtert werden.
Gleichzeitig werden sowohl Theorie als auch Praxisphasen im Hinblick auf Wissenschaftlichkeit und Praxisnähe weiterentwickelt. Damit adressiert Dual³ die drei zentralen Akteursgruppen dualer Studienformate: Studierende, Unternehmen sowie Hochschulen mit ihren internen und externen Lehrenden.
Breites Partnernetzwerk aus Hochschulen und Unternehmen
Die beteiligten Hochschulen bilden die Hauptpartner des Verbunds, während duale Praxispartner als assoziierte Partner eingebunden sind. Zahlreiche Unternehmen und Einrichtungen werden aktiv am Projekt beteiligt sein.
Konkrete Maßnahmen und Arbeitspakete
Im Rahmen verschiedener Arbeitspakete (AP) werden konkrete Maßnahmen entwickelt und erprobt. Dazu zählen:
• AP 1 stärkt non-formal und informell erworbene Kompetenzen und entwickelt ein Reflexionsportfolio, um diese sichtbar zu machen.
• AP 2 fokussiert die Qualitätsentwicklung in der Praxisphase und erarbeitet ein anpassbares Modell sowie ein Begleitinstrument zur Organisation, Betreuung und Qualitätssicherung der Praxisphasen.
• AP 3 erhebt Ausgangslagen und Veränderungsbedarfe für Mobilität in den Curricula dualer Studiengänge der Verbundpartner und entwickelt einen „Baukasten Mobilisierung“, um studentische Mobilität zwischen den Hochschulen zu ermöglichen.
• AP 4 widmet sich der digitalen Infrastruktur für Lehren, Lernen und Kompetenzerwerb und entwickelt ein Konzept zur Bereitstellung von Lehr-/Lernmaterialien sowie einen Framework zur Kompetenzbeschreibung und -dokumentation.
• AP 5 stärkt die Wissenschaftlichkeit und Praxisorientierung in der Lehre und entwickelt und evaluiert entsprechende Konzepte und Maßnahmen.
• AP 6 fördert die lernortübergreifende Unterstützung der Akteur*innen im Lehr-Lern-Prozess indem ein Kompetenzmodell sowie ein Ausbildungs- und Einsatzkonzept für studentische Lehr-Lernbegleitungen (SLB) im dualen Studium entwickelt werden.
Neben den inhaltlichen Arbeitspaketen wird das Projekt durch die querschnittlich angelegten Arbeitspakete AP 7 (Dissemination und Transfer), AP 8 (Evaluation) sowie AP 9 (agiles Projektmanagement und technische Infrastruktur) begleitet und organisatorisch gestützt.
Transfer und nachhaltige Wirkung
Die Ergebnisse werden über ein aufzubauendes Transfer Netzwerk interessierten Hochschulen und Praxispartnern zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise entstehen Synergien, die zur qualitativen Weiterentwicklung dualer Studienangebote beitragen und deren Zukunftsfähigkeit stärken.
Stimmen aus der Projektleitung
„Dual³ bietet die Chance, zentrale Herausforderungen des dualen Studiums gemeinsam und strukturiert anzugehen. Besonders wichtig ist dabei die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Hochschulen und Praxispartner“, betont Prof. Dr. Roland Küstermann, Prorektor, Dekan der Fakultät Technik an der DHBW Karlsruhe und Leiter des Verbunds.
Dr. Anne Schreiber, Projektmanagerin und Leiterin des Education Support Centers der DHBW Karlsruhe, ergänzt: „Ein zentraler Erfolgsfaktor wird der Wissenstransfer zwischen den Partnern und in die Gesellschaft hinein sein. Unser Ziel ist es, tragfähige Lösungen zu entwickeln, die dauerhaft in die duale Bildungslandschaft integriert werden können und bundesweit Wirkung entfalten.“
wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Anne Schreiber
Projektmanagement Dual³
Tel.: 0721 – 9735 670![]()
Marie Tuchscherer-Schad
Projektmanagement Dual³
Tel.: 0721 -9735 624![]()








