(openPR) Grenzüberschreitende Mediation: Warum internationale Wirtschaftskonflikte Spezialisten brauchen
Cross-Border-Mediation etabliert sich als eigenständiges Arbeitsfeld – Wuppertaler und Zuger Mediatoren zeigen Unterschiede zur klassischen Mediation auf
Wuppertal/Zug, 18. Februar 2026 – Ein deutsches Unternehmen übernimmt eine Schweizer Firma. Die Kulturen prallen aufeinander, Entscheidungswege sind unklar, Gewährleistungen umstritten. Ein Jahr später: Stillstand. Anwälte auf beiden Seiten. Kosten im sechsstelligen Bereich.
Dr. Hartmut Frenzel und Izolda Petrosyan kennen solche Fälle. Die beiden Mediatoren haben sich auf grenzüberschreitende Konflikte spezialisiert – ein Feld, das eigene Anforderungen stellt. „Grenzüberschreitende Mediation ist mehr als Mediation mit internationalem Anstrich“, sagt Frenzel. „Hier treffen verschiedene Rechtssysteme, Kulturen und Erwartungen aufeinander. Das verändert die Konfliktdynamik fundamental."
Was macht grenzüberschreitende Mediation anders?
Cross-Border-Mediation unterscheidet sich von klassischer Mediation durch mehrere Ebenen gleichzeitig: Verschiedene Kommunikationsstile erschweren Verständigung. Unterschiedliche Rechtssysteme schaffen Unsicherheit. Abweichende Erwartungen an Verfahren und Ergebnis blockieren Fortschritte. Zeitzonen komplizieren die Organisation.
„In einem Konflikt zwischen zwei deutschen Unternehmen kennen beide die Spielregeln“, erklärt Petrosyan. „Bei einem Joint Venture zwischen EU und Asien oder einem Carve-out zwischen DACH und USA fehlt diese gemeinsame Basis. Wir müssen erst die Schnittstellen klären, bevor wir inhaltlich arbeiten können."
Diese Schnittstellen prägen viele Lebensrealitäten: Internationale Geschäftsbeziehungen, verteilte Teams, grenzüberschreitende Nachfolgeregelungen, Lizenzstreitigkeiten über Ländergrenzen hinweg.
Spezialisierung als Qualitätsmerkmal
Frenzel und Petrosyan betonen: Spezialisierung ist keine Marketingstrategie, sondern eine fachliche Notwendigkeit. „Rahmenbedingungen und Dynamiken verändern sich über Grenzen hinweg spürbar“, sagt Frenzel. „Ein Mediator muss wissen, wie er mit unterschiedlichen Rechtstraditionen umgeht, wie er Kulturunterschiede erkennt, ohne in Stereotype zu verfallen, und wie er Verfahren so gestaltet, dass sie an Schnittstellen funktionieren.“
Die beiden Mediatoren arbeiten von Wuppertal und Zug aus – bewusst grenzüberschreitend. Frenzel ist Mitglied der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit (DIS) und auf Wirtschaftsmediation, Compliance und Governance spezialisiert. Petrosyan fokussiert auf interkulturelle Verhandlungsführung und mediative Führung.
Von M&A-Konflikten bis Nachfolgestreit
Die Einsatzfelder reichen von Post-M&A-Konflikten über Joint-Venture-Blockaden bis zu Nachfolgeregelungen in Familienunternehmen mit internationalen Bezügen.
Ein typischer Fall: Ein DACH-Unternehmen verkauft eine Sparte an einen US-Investor. Streit über Gewährleistungen. Deutsches oder amerikanisches Recht? Mediationsverfahren nach welchen Standards? Welche Rolle spielen die unterschiedlichen Verhandlungskulturen?
„In solchen Fällen ist Geschwindigkeit entscheidend“, sagt Frenzel. „Während Konkurrenten Jahre in Schiedsverfahren binden, einigen sich unsere Mandanten in zwei bis acht Wochen.“
Wie das Verfahren funktioniert
Das Verfahren startet mit einem Mandat: Welche Parteien verhandeln? Welche Sprache wird genutzt? Welches Recht gilt für die Mediation selbst? Welche Vertraulichkeitsregeln gelten?
Dann folgt die Vorbereitung: Stakeholder-Analysen, Datenräume, Zeitzonen-Koordination, Abstimmung mit Rechtsberatern beider Seiten.
In strukturierten Sitzungen werden Prioritäten geklärt, Optionen entwickelt, Paketlösungen verhandelt. Kulturelle Unterschiede werden aktiv gemanagt – ohne Stereotype, aber mit Bewusstsein für unterschiedliche Kommunikationsmuster. Ergebnisse werden dokumentiert, rechtliche Fragen mit Kanzleien abgestimmt.
„Wir geben keine Rechtsberatung“, betont Petrosyan. „Aber wir koordinieren mit internen Teams und externen Kanzleien, damit Vereinbarungen in allen beteiligten Jurisdiktionen tragfähig sind.“
Orientierung statt Schlagwort
Mit ihrer Positionierung wollen Frenzel und Petrosyan Orientierung schaffen – für Unternehmen, die nach passenden Verfahren der Konfliktklärung suchen, und für eine differenzierte Diskussion über Mediation.
„Mediation ist kein Sammelbegriff, sondern ein Bündel unterschiedlicher Anwendungsfelder mit jeweils eigenen Anforderungen“, sagt Frenzel. „Wir setzen ein klares Signal: Cross-Border-Mediation steht für einen fokussierten Umgang mit Konflikten, die durch internationale Bezüge geprägt sind.“
Der Unterschied zu klassischen Verfahren ist messbar: Bei Mediation einigen sich die Parteien selbst – bei Gerichts- oder Schiedsverfahren entscheiden Dritte. Die Dauer beträgt Wochen bis Monate statt Monate bis Jahre. Die Vertraulichkeit ist hoch. Die Beziehung zwischen den Parteien bleibt zukunftsorientiert statt polarisiert.
Interview-Anfragen
Dr. Hartmut Frenzel und Izolda Petrosyan stehen für Interviews, Fachgespräche und Hintergrundrecherchen zur Verfügung. Beide publizieren regelmäßig im Newsletter „Executive Mediation“ zu Fällen, Methoden und Entwicklungen der Konfliktlösung auf C-Level-Ebene.
Kontakt:
Dr. Hartmut Frenzel
Telefon: +49 160 29 12 140
E-Mail: hf@executive-mediation.pro
Izolda Petrosyan
Telefon: +41 78 422 33 48
E-Mail: ip@executive-mediation.pro
Mehr über https://cross-border-mediation.pro


Über Executive Mediation:










