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Früher krank, stärker belastet: Neue Studie zum Gender Health Gap bei chronischen Erkrankungen

26.01.202611:44 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Früher krank, stärker belastet: Neue Studie zum Gender Health Gap bei chronischen Erkrankungen
Chronisch kranke Frauen erleben im Versorgungsalltag höhere Belastungen als Männer (© apo.com Group GmbH)
Chronisch kranke Frauen erleben im Versorgungsalltag höhere Belastungen als Männer (© apo.com Group GmbH)

(openPR) Leipzig, 26.01.2026 – Frauen mit chronischen Erkrankungen erleben das deutsche Gesundheitssystem anders als Männer: Sie erkranken früher, sind häufiger von komplexen und schubweise verlaufenden Krankheitsbildern betroffen, fühlen sich stärker belastet und stoßen im Versorgungsalltag auf mehr Hürden. Das zeigt eine aktuelle Studie der apo.com Group GmbH in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT, für die bundesweit 2.000 chronisch kranke gesetzlich Versicherte befragt wurden.

Die Ergebnisse sind im neuen Whitepaper „Doppelt betroffen: Neue Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen zum Gender Health Gap bei chronischen Erkrankungen“ zusammengefasst. Sie machen deutlich: Der sogenannte Gender Health Gap prägt den Alltag chronisch kranker Frauen spürbar.

Frauen häufiger betroffen – und stärker belastet

Während sogenannte Volkskrankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes vor allem bei älteren Männern auftreten, sind Frauen deutlich häufiger von Depressionen, Migräne und selteneren Erkrankungen wie Autoimmunerkrankungen betroffen – oft bereits in früheren Lebensphasen. Zudem verlaufen chronische Erkrankungen bei Frauen signifikant häufiger schubweise: 40,4 Prozent der befragten Frauen berichten von einem wechselhaften Krankheitsverlauf, bei Männern sind es lediglich 23,7 Prozent.

Diese eingeschränkte Planbarkeit schlägt sich im Alltag nieder. Frauen berichten im Vergleich zu Männern deutlich öfter von Schwierigkeiten beim Zugang zu Facharztterminen, empfinden ihre Erkrankung häufiger als emotional belastend und fühlen sich im privaten und beruflichen Umfeld etwa doppelt so häufig unzureichend unterstützt.

Hohe Eigeninitiative trifft auf strukturelle Defizite

Gleichzeitig zeigt die Studie: Chronisch kranke Frauen übernehmen überdurchschnittlich viel Verantwortung für ihr Gesundheitsmanagement. Sie informieren sich intensiver über ihre Erkrankung, suchen gezielt nach Orientierung zu Selbstmanagement, psychologischer Unterstützung und Stressbewältigung und nehmen Vorsorgeangebote häufiger wahr als Männer.

„Die Studienergebnisse offenbaren eine deutliche Diskrepanz: Frauen mit chronischen Erkrankungen engagieren sich stark für ihre Gesundheit – erleben aber gleichzeitig höhere Belastungen in einem Versorgungssystem, das ihre Bedürfnisse nicht ausreichend berücksichtigt,“ sagt Oliver Scheel, CEO der apo.com Group. „Wir veröffentlichen diese Ergebnisse, damit Versorgungsunterschiede faktenbasiert diskutiert und bestehende Strukturen im Sinne chronisch kranker Frauen weiterentwickelt werden können.“

Fünf Ansatzpunkte für eine geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung

Auf Basis der Studienergebnisse formuliert das Whitepaper fünf zentrale Handlungsempfehlungen. Dazu zählen:

  • eine systematisch gendersensible Diagnostik und Versorgung,
  • ein ganzheitliches Gesundheitsverständnis, das körperliche und seelische Belastungen gleichermaßen berücksichtigt,
  • flexiblere Versorgungsstrukturen zur besseren Vereinbarkeit von Krankheit, Beruf und Familie,
  • Ausbau und Integration digitaler Gesundheitsangebote sowie
  • die stärkere Einbindung von Patientinnen als aktive Partnerinnen im Versorgungssystem.

Ziel ist eine gerechte und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung chronisch kranker Menschen, die geschlechterspezifische Krankheitsverläufe, Belastungen und Versorgungsbedarfe systematisch berücksichtigt.

Das vollständige Whitepaper steht hier zum Download bereit. Weiteres Bildmaterial stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.

Über die Studie
Quantitative Online-Befragung von der apo.com Group in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT im April 2025 unter 2.000 gesetzlich versicherten Erwachsenen in Deutschland mit mindestens einer ärztlich diagnostizierten, medikamentös behandelten chronischen Erkrankung. Alle geschlechterspezifischen Unterschiede sind statistisch signifikant (p ≤ 0,05).

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