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Typisch Frau? Typisch Mann? BIH zeichnet Wissenschaftlerinnen für ihre geschlechterorientierte

20.12.201715:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Typisch Frau? Typisch Mann? BIH zeichnet Wissenschaftlerinnen für ihre geschlechterorientierte
Prof. Louise Pilote (The Research Institute of the McGill University Health Centre)
Prof. Louise Pilote (The Research Institute of the McGill University Health Centre)

(openPR) Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH) zeichnet Professorin Louise Pilote von der McGill Universität in Montreal, Kanada, und Professorin Rhonda Voskuhl von der Universität von Kalifornien, USA, mit dem BIH Excellence Award for Sex and Gender Aspects in Health Research aus. Beide Wissenschaftlerinnen integrieren maßgeblich Geschlechteraspekte in ihre biomedizinische Forschung. Die Forscherinnen teilen sich das Preisgeld von 20.000 Euro und werden für Gastaufenthalte ans BIH kommen.

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In der biomedizinischen Forschung wird das biologische und/oder soziale Geschlecht von Patientinnen und Patienten oft vernachlässigt. Um Unterschiede bei der Entstehung und Entwicklung von Krankheiten zu verstehen und passende Therapien zu entwickeln, ist es wichtig, biologische und soziale Geschlechterunterschiede in der Forschung zu berücksichtigen. Aus diesem Grund fördert das BIH exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in der Grundlagen- und/oder klinischen Forschung arbeiten und Geschlechteraspekte integrieren.

Die international besetzte Jury hat Anfang Dezember entschieden aus dem Bewerberkreis von international anerkannten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gleich zwei Preisträgerinnen auszuzeichnen, die mit ihren unterschiedlichen Forschungsansätzen überzeugten.

Professorin Louise Pilote von der McGill Universität und dem Forschungsinstitut des McGill University Health Center in Montreal, Kanada, ist weltweit eine der wenigen Medizinerinnen, die sich auf soziale Geschlechterunterschiede (gender differences) im Bereich der kardiovaskulären Forschung spezialisiert hat. Die meisten Forschungsansätze beziehen bisher ausschließlich das biologische Geschlecht mit ein und vernachlässigen die Auswirkungen von kulturell geprägten Geschlechterrollen. Pilote berücksichtigt diese Kriterien in ihrer Forschung und hat daraus einen Gender Score entwickelt, mit dem sie mögliche Effekte von Geschlechterunterschieden auf medizinische Fragestellungen am Beispiel kardiovaskulärer Erkrankungen untersucht und Therapieansätze entwickelt.

Die Forschung von Professorin Rhonda Voskuhl von der Universität Kalifornien, USA, zeichnet sich durch ihren starken translationalen Fokus aus, also die Überführung von Ergebnissen aus Grundlagen- und klinischer Forschung in die medizinische Praxis. Die Neurologin untersucht biologische Geschlechterunterschiede (sex differences) bei chronisch degenerativen Erkrankungen am Beispiel Multipler Sklerose. Sie erforscht molekulare Mechanismen in präklinischen Studien und entwickelt daraus geschlechterspezifische Biomarker für neuartige Therapieansätze.

„Für die personalisierte Medizin sind geschlechterspezifische Unterschiede in der Forschung enorm wichtig. Mit der Auszeichnung wollen wir darauf aufmerksam machen und dazu aufrufen, diese Aspekte noch stärker in der Forschung zu verankern“, sagt Professor Martin Lohse, Sprecher des BIH und Vorstandsvorsitzender des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC). „Frau Pilote und Frau Voskuhl sind zwei exzellente Wissenschaftlerinnen und Vorreiterinnen in der Gendermedizin, deren wegweisende translationale Forschung in gemeinsame Projekte an BIH, MDC und Charité mit einfließen werden.“

Beide Preisträgerinnen haben bereits enge Kontakte und geplante Forschungskooperationen in Berlin. Um ihre Expertise noch nachhaltiger in Berlin einzubringen, werden Louise Pilote und Rhonda Voskuhl für ein Förderprogramm der Stiftung Charité vorgeschlagen. Das Preisgeld von 20.000 Euro für zukünftige Forschungsaktivitäten teilen sich beide Preisträgerinnen zu gleichen Teilen.

Der Award
Der BIH Excellence Award for Sex and Gender Aspects in Health Research wurde im Sommer 2017 erstmalig ausgeschrieben. Insgesamt wurden 16 Bewerbungen aus acht Ländern, darunter den USA, Israel und Schweden eingereicht.

Folgende Personen konnten als Jurymitglieder gewonnen werden:
• Prof. Margarethe Hochleitner, Medizinische Universität Innsbruck, Österreich, Professorin für Gendermedizin, Direktorin des Frauengesundheitsbüros
• Prof. Karolina Kublickiene, Karolinska Institut, Schweden, Associated Professor in Obstetrics and Gynecology, Leiterin des Center of Gender Medicine at the Department of Medicine
• Prof. Sabine Oertelt-Prigione, Radboud Universität Nimwegen, Niederlande, Professor of Gender in Primary and Transmural Care
• Prof. Vera Regitz-Zagrosek, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Direktorin des Institut für Geschlechterforschung in der Medizin (GiM), Professorin für Frauenspezifische Gesundheitsforschung mit Schwerpunkt Herzkreislauf-Erkrankungen
• Prof. Londa Schiebinger, Stanford University, USA, John L. Hinds Professor of History of Science Director of Graduate Studies
• Prof. Alan White, Leeds Beckett University, Großbritannien, Emeritus Professor of Men’s Health

Die Preisverleihung findet am 16. März 2018 in Berlin statt.

Weitere Informationen:
- http://www.bihealth.org

Quelle: idw

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