openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Studierende testen selbstkonstruierten Strömungsgenerator vor Helgoland

26.01.2026 • 11:22 Uhr • Energie & Umwelt

(openPR) Unterstützt durch die Debstedter Astro Motoren GmbH & Co.KG, das Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven sowie die Berufliche Bildung Bremerhaven GmbH konnten sie einen Prototyp bauen und bei einer Forschungsfahrt vor Helgoland zu Wasser lassen.

Die Idee für die Entwicklung des Strömungsgenerators hatten die Studierenden Theresa Mevenkamp, Johannes Lutz, Kjell Stevermann und Lennard Brünjes im Rahmen eines einjährigen Studienprojekts. „Wir wollten ein druckneutrales System entwickeln, das Meeresparameter messen und sich dabei autonom mit Energie versorgen kann. Derzeit werden solche Geräte meistens mit einer Batterie betrieben. Die hält allerdings nicht so lange, da sie regelmäßig ausgetauscht werden muss. Sonst könnten sie mehrere Jahre unter Wasser bleiben und Daten aufzeichnen“, erklärt Johannes Lutz. Aus diesem Grund sollte ihre Neuentwicklung sich durch die Meeresströmung selbst aufladen. Damit dies funktioniert, ist der Generator ein elementares Bauteil. Schnell zeigten die Recherchen jedoch: Das, was die Studierenden benötigten, gab es bisher so nicht. Sie machten sich daher auf die Suche nach einem Kooperationspartner, der sie unterstützen konnte. „Wir haben Kontakt zum Debstedter Unternehmen Astro aufgenommen und dort sehr schnell eine Zusage bekommen. Die Mitarbeitenden haben für uns einen Generator nach unseren eigenen Wünschen gebaut und kostenfrei zur Verfügung gestellt“, erklärt Theresa Mevenkamp. Auch weitere Bauteile wurden für den Prototyp maßangefertigt. Dabei wurden die Studierenden vom Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven und der Berufliche Bildung Bremerhaven GmbH unterstützt. Den Propeller für den Generator haben sie selbst mit dem 3D-Drucker an der Hochschule hergestellt.

Die Anforderungen an den Strömungsgenerator waren hoch: Obwohl dieses Gerät zunächst nur etwa zwei Meter unter der Wasseroberfläche getestet wurde, da dort die Strömung am stärksten war, soll es später in tieferem Wasser eingesetzt werden und somit einem hohen Wasserdruck standhalten. Ansonsten kann Wasser eindringen und die Elektronik zerstören. „Um den Druck auszugleichen, haben wir unseren Generator mit umweltverträglichem Weißöl gefüllt. Das ist eine übliche Herangehensweise, um das Eindringen von Wasser und so auch die Korrosion zu verhindern“, erklärt Theresa Mevenkamp. Betreut wurden die Studierenden während ihres Projekts von Prof. Dr. Axel Bochert, Leiter der Studienvertiefung Meerestechnik und Windenergie (MUW) des Studiengangs Ingenieurwesen und Ralph Igel, wissenschaftlich-technischer Mitarbeiter im Labor für Meeresmesstechnik. Beide betonen, dass sie ihren Studierenden mit Rat und Tat zur Seite stehen, ihnen aber bei der Konstruktion möglichst viele Freiräume lassen. „Wir haben keine genauen Vorgaben, was innerhalb des Projekts entstehen soll. Stattdessen geht es darum, die kreativen Ideen unserer Studierenden zu fördern und sie bei der Umsetzung zu unterstützen“, so Prof. Bochert.

Der Testbetrieb erfolgte bei einer Studienfahrt nach Helgoland. Dort wurden schon häufiger in Kooperation mit dem Alfred-Wegener-Institut die Prototypen, die in studentischen Projekten gebaut wurden, getestet. „Ohne die Kooperation mit dem AWI wären Projekte wie dieses gar nicht möglich. Wir sind sehr dankbar für die Zusammenarbeit und die Möglichkeiten, die wir dadurch bekommen. Normalerweise können wir sogar ein AWI-Forschungsschiff nutzen. Da das dieses Mal nicht möglich war, sind wir auf ein Segelschiff umgestiegen“, sagt Prof. Bochert. Transportiert haben die Studierenden ihr Messgerät in Einzelteilen, der Zusammenbau erfolgte vor Ort. „Das war zeitaufwändiger als gedacht. Die Studierenden haben bis nachts um drei Uhr die einzelnen Komponenten zusammengebaut und gelötet“, berichtet Ralph Igel. Vorsichtig zu Wasser gelassen wurde das Gerät dann vom Segelboot aus mit zwei Kränen, um es in der Strömung richtig auszurichten und sicherzustellen, dass es nicht kaputtgeht.

Etwa einen Tag dauerte der Testbetrieb des Prototyps. Während dieser Zeit, haben die Studierenden auch ein Remotely Operated Vehicle (ROV) eingesetzt, das von Kjell Stevermann im Vorfeld instandgesetzt worden war. Mit dem Ergebnis sind die Studierenden und ihre Betreuer sehr zufrieden. „Unser Messgerät funktioniert und hat zuverlässig Daten aufgezeichnet. Allerdings ist leider die Finne abgebrochen, die es in der Strömung ausrichten sollte. Dadurch wurden die Messdaten leider etwas verfälscht“, sagt Theresa Mevenkamp. Außerdem hatten sich Wasserpflanzen im Propeller verfangen. Solche Erfahrungen gehören zu den Studierendenprojekten dazu. „Auch im Berufsalltag läuft nicht alles immer sofort reibungslos. Ingenieur:innen müssen lernen, damit umzugehen und sich dann auf die Fehlersuche zu begeben“, erklärt Prof. Bochert. Das könne durchaus einige Tage dauern - auch, wenn es nur eine Kleinigkeit wie ein vertauschtes Kabel ist.

Für die Studierenden heißt es nun: Nach dem Projekt ist vor dem Projekt. Sie arbeiten bereits an der nächsten Aufgabe. Dieses praxisintegrierte Lernen nach dem Motto „Learning by doing“ zeichnet die Studienvertiefung Meerestechnik und Windenergie aus. Praktisches Arbeiten in Labor- und Projektgruppen sowie Exkursionen fördern die Selbstständigkeit der Studierenden und ihre Teamfähigkeit – wichtige Eigenschaften für einen erfolgreichen Berufseinstieg. Im Studium können sie abhängig von ihren Stärken und Interessen ein individuelles Fachprofil in der Meerestechnik oder Windenergie erstellen sowie zwischen einer eher mechanischen oder eher elektrotechnischen Spezialisierung wählen. Zusammen mit dem breiten ingenieurtechnischen Basiswissen qualifiziert sie dies für das zukunftsweisende Berufsfeld der maritimen Technologien. Wer sich für den Studiengang Ingenieurwesen an der Hochschule Bremerhaven interessiert, kann sich beim Campustag am 28. Januar 2026 von 9 Uhr bis 14 Uhr über die Studieninhalte informieren. Die Bewerbung für das Sommersemester ist noch bis zum 15. Februar möglich.

Weitere Informationen

zum Studium an der Hochschule Bremerhaven: www.hs-bremerhaven.de/studium
zum Studiengang Ingenieurwesen: https://www.hs-bremerhaven.de/Ingenieurwesen
zur Studienvertiefung MUW: https://www.hs-bremerhaven.de/Meerestechnik-und-Windenergie

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1302071
 428

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Studierende testen selbstkonstruierten Strömungsgenerator vor Helgoland“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von idw - Informationsdienst Wissenschaft

Bild: Ehrendoktorwürde für Jarugu Narasimha Moorthy
Ehrendoktorwürde für Jarugu Narasimha Moorthy
Professor Jarugu Narasimha Moorthy hat sich um den Aufbau der institutionellen Zusammenarbeit zwischen der Universität Würzburg und dem Indian Institute of Science Education and Research Thiruvananthapuram (IISER TVM) verdient gemacht. Außerdem hat er bedeutende Beiträge zur supramolekularen Materialchemie geleistet, insbesondere zum Aufbau poröser organischer Festkörper und zu photochromen und emittierenden organischen Materialien. Für diese Verdienste hat die Fakultät für Chemie und Pharmazie der Universität Würzburg dem indischen Professor…
Bild: Wie eine Wüstenalge hilft, die Anpassungsfähigkeit von Pflanzen an extreme Umweltbedingungen zu verstehen
Wie eine Wüstenalge hilft, die Anpassungsfähigkeit von Pflanzen an extreme Umweltbedingungen zu verstehen
Brennende Sonne, tagsüber Höchsttemperaturen bis 60 Grad, nachts Abkühlung bis auf Minusgrade und Wasser, das nur morgens für kurze Zeit in Form von Tautropfen verfügbar ist: Die Bedingungen in der Negev-Wüste, einer Fels- und Sandlandschaft im Süden Israels, erscheinen lebensfeindlich. Doch es gibt Organismen, die über Strategien verfügen, um dort zu überleben und zu wachsen. Dazu zählt die Grünalge Chlorella ohadii, die Professor Itzik Ohad, der Mentor von Haim Treves, vor über einem Jahrzehnt aus der biologischen Sandkruste der Wüste isoli…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Hafen Büsum rüstet für Offshore-Service
Hafen Büsum rüstet für Offshore-Service
Die Insel Helgoland hat sich bereits mit Unterstützung der schleswig-holsteinischen Landesregierung erfolgreich als Offshore-Servicehafen zur Unterstützung des Ausbaus der Offshore Windfarmen im sogenannten „Helgoland-Cluster“ positioniert. Nun folgt der Landeshafen Büsum: Die Liegeplätze an der Kaje des Vorhafens wurden als ehemalige NATO-Verlademöglichkeit …
Die Seebädersaison 2003 mit der Reederei Warrings ist eröffnet
Die Seebädersaison 2003 mit der Reederei Warrings ist eröffnet
Das heißt - Ausflug, Kurzurlaub, Erlebnis - und in diesem Jahr erstmalig auch auf Sylt und WangeroogeWir möchten Sie wieder herzlich an Bord unserer Helgolandflotte einladen.Alle echten »Hochseeabenteurer« begrüßen wir ab dem 17. April wieder bis zum 11. Oktober 2003 auf unserer großen MS Helgoland. Abfahrt und Großes erleben heißt es dann wieder täglich …
Bild: Optimale Voraussetzungen für die Offshore-Logistik
Optimale Voraussetzungen für die Offshore-Logistik
Die Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH besichtigt Helgoländer Hafen. Ausbau schreitet zügig voran. Positives Signal für die Offshore-Windparks im Helgoland-Cluster. Mit rund 20 Mitgliedern besuchte die Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH den Reaktionshafen Helgoland. Anlässlich des 13. Arbeitsgespräches verschaffte sich die Kooperation …
Bild: Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH fordert Unterstützung für Häfen zur Bewältigung der EnergiewendeBild: Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH fordert Unterstützung für Häfen zur Bewältigung der Energiewende
Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH fordert Unterstützung für Häfen zur Bewältigung der Energiewende
Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH besichtigt Offshore-Servicehafen Helgoland. Hafenausbau auf Helgoland nahezu abgeschlossen. Die schleswig-holsteinische Hochseeinsel Helgoland hat sich als Service-Hub für die Windparkbetreiber etabliert. Positive Entwicklung der Offshore-Windparks im Helgoland-Cluster. Ein persönliches Bild der voranschreitenden …
Bild: "Helgoland Connection: Dunkle Geschäfte auf der Hochseeinsel" – Spannender Auftakt zur Erik & Amelia-Reihe
"Helgoland Connection: Dunkle Geschäfte auf der Hochseeinsel" – Spannender Auftakt zur Erik & Amelia-Reihe
Hamburg. Der Autor Nils Eriksen stellt mit »Helgoland Connection: Dunkle Geschäfte auf der Hochseeinsel« den packenden Auftakt seiner »Erik & Amelia«-Serie vor. "Dieser fesselnde Thriller entführt die Leser auf Deutschlands einzige Hochseeinsel und verbindet Wirtschaftskriminalität mit der einzigartigen Atmosphäre Helgolands", erklärt Nils Eriksen.Korruption …
Bild: HanseWerk: Inselgemeinde Helgoland verlängert mit SH Netz Konzessionsvertrag für Strom um weitere 20 Jahre
HanseWerk: Inselgemeinde Helgoland verlängert mit SH Netz Konzessionsvertrag für Strom um weitere 20 Jahre
HanseWerk-Tochter und Netzbetreiber SH Netz versorgt Insulaner und rund 350.000 Touristen mit Energie - Betriebsführung liegt bei den Versorgungsbetrieben Helgoland (VBH). Die Inselgemeinde Helgoland und Schleswig-Holstein Netz (SH Netz), Tochterunternehmen von HanseWerk, haben ihre partnerschaftliche Zusammenarbeit erneut besiegelt: Bei den Versorgungsbetrieben …
Bild: Rotary Club Helgoland versüßt Kindern den Schrecken nach dem Unwetter auf Helgoland
Rotary Club Helgoland versüßt Kindern den Schrecken nach dem Unwetter auf Helgoland
Am Nachmittag des 12.07.2010 traf eine Windhose über der Nordsee den Campingplatz auf der Düne Helgoland. Für die sonst sturmsichere Insel der denkbar schlimmste Fall. Die Insel selbst blieb ohne Schäden, aber etliche Zelte der dort campenden Gäste wurden durch das außergewöhnliche Wetterphänomen beschädigt oder zerstört. Zahlreiche Familien mit Kindern …
Praktische Meeresmessung auf See
Praktische Meeresmessung auf See
… Alisa Küther in den Vorlesungen Meereskunde, Ozeanographie und Meerestechnik erworben. Ob sich das auch tatsächlich in der Realität so beobachten lässt, konnten die Studierenden im Wahlpflichtmodul „Praktische Meeresmessungen auf See“ herausfinden. Gemeinsam mit Studierenden der LMU München haben sie fünf Tage lang Praxiserfahrungen sammeln können. Dazu …
Bild: Rätselhaftes Helgoland im Bio-Hotel Miramar
Rätselhaftes Helgoland im Bio-Hotel Miramar
Ab dem 10. Januar zeigt das Bio-Hotel Miramar in Tönning die Ausstellung „Rätselhaftes Helgoland“ der Fotografin Birgit Mölle-Weber und startet damit in die Ausstellungssaison 2014. Der erste Besuch der Fotokünstlerin auf Helgoland hat Mölle-Weber eine faszinierende Motivwelt eröffnet, sodass viele Ideen zur kreativen Umsetzung in verschiedenen Fotoprojekten …
Bild: "Helgoland Connection: Dunkle Geschäfte auf der Hochseeinsel" - Der packende Auftakt zur Erik & Amelia-Reihe
"Helgoland Connection: Dunkle Geschäfte auf der Hochseeinsel" - Der packende Auftakt zur Erik & Amelia-Reihe
Hamburg. Der Autor Nils Eriksen stellt mit »Helgoland Connection: Dunkle Geschäfte auf der Hochseeinsel« die packende Vorgeschichte seiner »Erik & Amelia«-Serie vor. "Dieser fesselnde Thriller entführt die Leser auf Deutschlands einzige Hochseeinsel und verbindet Wirtschaftskriminalität mit der einzigartigen Atmosphäre Helgolands", erklärt Nils Eriksen.Korruption …
Sie lesen gerade: Studierende testen selbstkonstruierten Strömungsgenerator vor Helgoland