(openPR) Weg vom Clickbait, hin zu konstruktiver Relevanz. Ein Nutri-Score für Sprache soll Journalismus und Konsum verändern.
Nordhorn, Oktober 2025
Die Medienbranche steckt in einem Dilemma: Negative Schlagzeilen bringen kurzfristig Klicks, doch Leser:innen leiden zunehmend unter Nachrichtenmüdigkeit und psychischer Belastung. Zugleich wächst der Ruf nach mehr Medienkompetenz von Schulen, Eltern und Politik. Doch bisher fehlen konkrete Werkzeuge, um sie im Alltag erfahrbar zu machen.
Laut dem Reuters Institute Digital News Report 2024 vermeiden bereits 39 % der Befragten Nachrichten zumindest gelegentlich. Das ist ein historisch hoher Wert. In Deutschland geben 69 % an, dass sie Nachrichten manchmal oder oft bewusst meiden, 41 % fühlen sich sogar „erschöpft“ von der Nachrichtenflut. Studien zeigen zudem: Der Konsum belastender Inhalte kann Stress, Schlafstörungen und depressive Symptome verstärken.
Ein Nutri-Score für Sprache
Hier setzt die Idee des Mental-Media-Score© an. Inspiriert vom bekannten Nutri-Score für Lebensmittel macht er mit einer Farbskala sichtbar, ob ein Text eher belastend, neutral oder stärkend wirkt. So wird Medienkompetenz vom abstrakten Schlagwort zum praktischen Werkzeug.
„Der Reflex, beim Autounfall hinzuschauen, ist tief in uns verankert und viele Medienhäuser nutzen ihn, weil Klicks ihr Einkommen speisen“, sagt Initiatorin Eva List, Texterin und Kommunikationsberaterin. „Der Mental-Media-Score© zeigt, dass es eine alternative ökonomische Logik geben kann. Eine, in der konstruktive Inhalte sichtbar und auch rentabel werden.“
Medienkompetenz als Marktchance
Mit dem Score erhalten Leser:innen einen Spiegel für ihren Medienkonsum und Medienhäuser erstmals eine Kennzahl jenseits der Klicks, die die Wirkung von Inhalten messbar macht. Damit eröffnet das Tool eine Chance für mehr Medienkompetenz und gleichzeitig für ein neues Geschäftsmodell für Verlage: konstruktiver Journalismus, der sich rechnet.
Der Mental-Media-Score© befindet sich aktuell in der Entwicklungsphase. Partner:innen aus Bildung und Medien sind eingeladen, das Projekt mitzugestalten.













