(openPR) 50 Ikeamitarbeiter besuchten die als Nachhaltigkeitspreisträger bekannten Möbelmacher während ihrer Frühjahrestagung im mittelfränkischen Sittenbachtal.
Als Mareke Wieben Geschäftsführer herwig Danzer um einen Besichtigungstermin in der Möbelmacherwerkstatt bat, wusste der schon sehr genau, dass sich die Deutschlandchefin von Ikea Green mit Ihren ganzen Team ernsthaft mit Nachhaltigkeitsthemen beschäftigt. Denn vor einem Jahr saß er in einer Jury, die in der Frankfurter Ikea-Deutschlandzentrale das als Prüfungsarbeit von Studenten erstellte Nachhaltigkeitskonzept benoten musste. http://nachhaltigkeit.blogs.com/nachhaltig/2006/01/ikea_nachhaltig.html
Überrascht war er, wie viele Gemeinsamkeiten die Studenten vorgeschlagen haben: Ikea soll in Augsburg ein ökologisches Musterhaus bauen, die Möbelmacher bewohnen dagegen ein regionale Musterhaus . Ikea soll ein redaktionell aufbereitetes Magazin herausbringen, was die Möbelmacher mit ihrem Kalender schon seit 11 Jahren verwirklichen und die Studenten empfahlen eine Ausstellung „Vom Baum zu Billy,“ die bei den Möbelmachern seit dem Jahr 2000 „Vom Baum zu Tisch“ heißt.
Die 50 Ikea Green-Leute führte Danzer durch das Unterkrumbacher Holzlager mit ausschließlich heimischen Laubholz, zeigte die modern ausgerüstete Werkstatt und die Ausstellung und wanderte zum Abendessen unter dem Motto "Heimat auf´m Teller" ins benachbarte Dorf Kühnhofen.
"Man bekommt, was man bezahlt" sagte Abteilungsleiter Stefan Kirchner nach der langen Diskussion über Qualität und Preis und meinte damit beide Betriebe: Die Möbelmacher und Ikea haben zwar ein Angebot, das unterschiedlicher nicht sein könnte, aber beide sehen ihre unternehmerische Verantwortung nicht nur in einem vernünftigen Umgang mit den Mitarbeitern und der Region in der sie arbeiten, sondern auch in einem fairen Preis-Leistungsverhältnis für ihre Kunden, das sich aus Material- und Lohnkosten errechnet. Dass die Einzelanfertigung von Massivholzmöbeln leicht 10 mal so viel kosten kann und auch wert ist, wie die Großserie aus Plattenmaterial, ist bei einer Werkstattbesichtigung eben leichter zu erklären, als beim Durchblättern von Katalogen. Aber auch bei der Kundenkommunikation erkannten die gegensätzlichen Möbelspezialisten, dass der Ikeakatalog zwar die größte Reichweite hat, das Jahrbuch der Möbelmacher und vor allem das Nachhaltigkeitsweblog mehr Transparenz und Glaubwürdigkeit bietet.
Beide Seiten konnten auch am nächsten Tag während des Vortrags von Greenpeace-Leuten einiges voneinander lernen, nicht zuletzt die Erkenntnis, dass auch der ungewöhnlichste Erfahrungsaustausch Freude machen kann.
Foto: Ann-Kathrin Müller
Ausführlicher Bericht im Nachhaltigkeitsblog-Artikel vom 30. März:
http://nachhaltigkeit.blogs.com/nachhaltig/2007/03/ikea_spioniert__1.html
die-moebelmacher.de
alles gute zum einrichten












