(openPR) Germering, 13. Juni 2025. Die stärkere Vernetzung von Schulen und Unternehmen der Region ist das zentrale Anliegen des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft in Germering. Eine seiner Initiativen ist der Wettbewerb „Startup School Cup“, bei dem Schülerinnen und Schüler ihre besten Geschäftsideen präsentieren. Ende Mai fand das Regionalfinale in Fürstenfeldbruck statt: Acht Gymnasien schickten ihre jeweils überzeugendsten Teams in einen Pitch-Wettbewerb nach dem Vorbild der „Höhle der Löwen“, bewertet von einer Expertenjury. Rund 200 Gäste erlebten eine spannende Veranstaltung voller Innovationsgeist und professionell ausgearbeiteter Geschäftsmodelle. Gemeinsam mit der IHK unterstützt die Stiftung Digitale Bildung das Projekt organisatorisch und personell.
Die Grundlage für den Startup School Cup (www.startupschoolcup.de) wurde im Jahr 2020 geschaffen: Eine Arbeitsgruppe aus Lehrkräften sowie Unternehmerinnen und Unternehmern entwickelte Ideen zur gezielten Förderung ökonomischer Bildung an den Gymnasien der Region. Zeitgleich wurde im neuen bayerischen Lehrplan für die 10. Jahrgangsstufe das Thema „Entwicklung von Geschäftsmodellen für Unternehmen“ als ein zentraler Lehrinhalt im Fach Wirtschaft und Recht verankert. Der Germeringer Arbeitskreis Schule-Wirtschaft beschloss daraufhin, die Schülerteams bei dieser Aufgabe durch erfahrene Coaches aus der Wirtschaft zu unterstützen und erste Pitch-Wettbewerbe auf Klassen- und Schulebene zu initiieren.
Im Schuljahr 2024/25 beteiligten sich bereits acht Gymnasien aus der Region am Startup School Cup. Beim Regionalfinale in Fürstenfeldbruck traten die Teams an, die sich zuvor in den schulinternen Wettbewerben behauptet hatten. Vor einer hochkarätig besetzten Jury und einem begeisterten Publikum präsentierten sie ihre Start-up-Konzepte. Bewertet wurde in insgesamt 25 Kategorien – von Produktentwicklung, Marktanalyse und Finanzplanung bis hin zu Marketingstrategien und einer fundierten Stärken-Schwächen-Analyse.
Platz eins mit Hightech-Glas
Am Ende setzte sich das Team „EternaGlass“ vom Gymnasium Gröbenzell mit einer ebenso visionären wie marktnahen Idee durch: ein besonders bruchfestes Industrieglas für Laborgefäße. Die Jury lobte die technologische Tiefe, die durchdachte Standortwahl und die solide Finanzplanung. „Eine typisch deutsche, industriebezogene Innovation“, fasste Jurymitglied Jennifer Rosenheimer vom Medizintechnikunternehmen MIPM das Projekt zusammen.
Nur knapp dahinter landete das Team „studybuddy“ vom Christoph-Probst-Gymnasium, Gilching mit einer App zur schnellen und unkomplizierten Vermittlung von Online-Nachhilfe. Das Konzept überzeugte nicht nur die Jury, sondern auch das Publikum mit seiner sozialen Relevanz und Benutzerfreundlichkeit.
Den dritten Platz sicherte sich „easyclick“ vom Max-Born-Gymnasium, Germering. Die Idee: eine modular erweiterbare Mehrfachsteckdose, die sich flexibel an den tatsächlichen Bedarf anpassen lässt – ein Produkt mit hohem Alltagsnutzen, das im Saal für anerkennendes Raunen sorgte: „Warum gibt es das eigentlich noch nicht?“
Vielfalt an Ideen – von Unverpackt bis Piezo-Power
Auch die übrigen Finalisten bewiesen ein hohes Maß an Ideenreichtum:
- „Fairpackt“ (Carl-Spitzweg-Gymnasium, Germering) präsentierte ein nachhaltiges Konzept für einen Unverpackt-Laden mit integriertem Café.
- „Piezo Power“ (Gymnasium Freiham) stellte eine Handyhülle vor, die durch Piezo-Kristalle Bewegungsenergie in Strom umwandelt.
- „Brilliance Brush“ (Gymnasium Olching) kombinierte Haarpflege und Styling in einer innovativen Bürste mit Pflegemittel-Depot.
- „pico pencil“ (Rhabanus-Maurus-Gymnasium, St. Ottilien) entwickelte einen Stift, der sowohl analog als auch digital nutzbar ist.
- „Recudrive“ (Viscardi-Gymnasium, Fürstenfeldbruck) präsentierte eine Lösung zur Rückgewinnung von Bremsenergie für E-Bike-Zusatzakkus.
Mehr Mädchen als Jungen
Die Stiftung Digitale Bildung wird den Startup School Cup weiter fördern und strebt gemeinsam mit dem Arbeitskreis Schule-Wirtschaft und der IHK eine deutliche Erweiterung des Teilnehmerkreises im kommenden Schuljahr an. Stiftungsvorstand Jürgen Biffar: „Die Begeisterung der Schülerteams beim Pitch-Wettbewerb war riesig. Besonders erfreulich war die starke Präsenz der Mädchen, die insgesamt klar in der Mehrheit waren – ein erfreulicher Kontrast zur nach wie vor männerdominierten Start-up-Szene.“
Für das kommende Schuljahr rechnen die Organisatoren mit der Ausweitung des Startup School Cups von acht auf fünfzehn Gymnasien und einer Aufteilung auf mehrere Regionalwettbewerbe in Bayern.











