openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Antivirale Prüfungen an Infektionsschutztextilien

11.06.202515:20 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Antivirale Prüfungen an Infektionsschutztextilien

(openPR) Viren können auf Kunststoffoberflächen oder Textilien einige Stunden bis Tage überleben. Diese Oberflächen spielen deshalb eine wichtige Rolle bei der Übertragung von Viren als Krankheitserreger. Während der SARS-CoV-2-Pandemie wurden hierzu zahlreiche Studien durchgeführt. Textilien, die mit antiviralen Wirkstoffen ausgerüstet werden, können dazu beitragen, dieses Übertragungsrisiko zu reduzieren. Dies bietet vor allem bei Textilien im medizinischen Umfeld einen Mehrwert.

Um diese antiviralen Eigenschaften zu bestätigen, sind Labortests der Stand der Technik. Diese minimieren aufwendige Erprobungen im medizinischen Umfeld. Das Arbeiten mit Viren ist jedoch sehr komplex und aufwendig, da Viren sich nicht wie Bakterien auf Nährmedien vermehren lassen. Viren sind der Definition nach keine Lebewesen, weil sie zur Vermehrung auf Wirtszellen angewiesen sind. Für die Laborprüfungen bedeutet dies, dass für eine erfolgreiche Arbeit sowohl fachliche Kompetenz in der Mikrobiologie als auch in der Zellkulturtechnik zusammengebracht werden müssen. Für Tätigkeiten mit den meisten human- und tierpathogenen Viren sind außerdem behördliche Genehmigungen für das Laboratorium notwendig. Für das biologische Prüflabor an den DITF liegen die Genehmigungen gemäß des Infektionsschutzgesetzes als auch nach der Tierseuchenerregerverordnung für Risikogruppe 2 vor. Das bedeutet, dass mit Mikroorganismen gearbeitet werden darf, die eine Krankheit bei Mensch oder Tier hervorrufen können. Diese Krankheiten können in der Regel gut beherrscht werden.

Einige Prüflaboratorien führen antivirale Tests mit sogenannten Phagen durch, weil diese einfacher durchzuführen sind. Diese Viren nutzen Bakterien als Wirtszellen um sich zu vermehren. An den DITF verfolgte man im Rahmen eines Forschungsprojektes einen anderen, realitätsnäheren Ansatz. Hier wurde die antivirale Aktivität mit Coronaviren bestimmt. Mit dem MHV-Virus wurde ein Coronavirus ausgewählt, welches sehr eng mit dem SARS-CoV-2-Virus verwandt ist und eukaryontische Zellen als Wirt benutzt. Unter eukaryontischen Zellen versteht man Zellen mit einem Zellkern, wie sie beispielsweise bei Mensch und Tier vorkommen. Das Prüfverfahren zur Bestimmung der Effektivität gegenüber Coronaviren musste dabei sowohl an die Viren als auch an die Wirtszellen angepasst werden. Dringen die Viren in die Wirtszellen ein und nutzen diese als „Vermehrungsmaschine“, zeigen diese Zellen Schädigungen, sogenannte zytopathische Effekte, welche im Lichtmikroskop deutlich sichtbar sind. Die sichtbare Schädigung der Wirtszellen macht man sich zunutze, um die Anzahl der Viren zu bestimmen, die aufgrund ihrer sehr geringen Größe im Lichtmikroskop nicht sichtbar sind.

Im Rahmen des Forschungsprojekts zur Entwicklung von antimikrobiellen Infektionsschutztextilien mit der AGXX®-Technologie mit dem Projektpartner Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG wurde im biologischen Labor der DITF ein Prüfprotokoll zur Bestimmung der antiviralen Aktivität mit einem Coronavirus erarbeitet. Es konnte eine signifikante Inaktivierung der MHV-Coronaviren von über 99 Prozent bei mit AGXX® ausgerüsteten Textilien nachgewiesen werden.

Die Untersuchungen zu antiviralen Eigenschaften von Textilien mit einem Coronavirus leisten einen wichtigen Beitrag bei der Entwicklung und der Qualitätssicherung von antiviralen Textilien.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dipl.-Biol. Evi Held-Föhn
Leiterin Prüflabor Biologie
T +49 (0)711 93 40-333
E E-Mail

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1285377
 455

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Antivirale Prüfungen an Infektionsschutztextilien“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von idw - Informationsdienst Wissenschaft

Wissen Sie auch so wenig über Pilze?
Wissen Sie auch so wenig über Pilze?
Im Rahmen der Studie aus der Biologie-Didaktik wurde das Wissen über einheimische Pilzarten in einer repräsentativen Stichprobe von 747 Personen in Deutschland untersucht. Sie zeigte erhebliche Wissenslücken in Bezug auf Pilzarten, die vermutlich zur anhaltenden Vernachlässigung der Organismengruppe der Pilze in Forschung, Naturschutz und Bildung beiträgt. Das könnte negative Folgen für die Erreichung globaler Biodiversitätsziele haben. Im Durchschnitt konnten die Teilnehmenden nur 16,7 % der gezeigten heimischen Pilzarten korrekt identifizi…
Das Gespenst des Faschismus
Das Gespenst des Faschismus
Wie sind aktuelle politische Strömungen wie etwa in den USA begrifflich zu fassen? Passt der Begriff „Faschismus“ oder trifft man es eher mit Bezeichnungen wie populistisch, autokratisch oder rechtsextremistisch? Was bringen Begriffsdiskussionen überhaupt, um unsere Gegenwart besser zu verstehen? Das versucht die Tagung „Das Gespenst des Faschismus“ vom 26. bis 27. März 2026 zu klären, die die Universitäten Konstanz und Münster gemeinsam in der Konstanzer Bischofsvilla (Otto-Adam-Str. 5) veranstalten. Rund zwanzig Expert*innen aus den Geistes…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Hantermann investiert trotz Corona weiterBild: Hantermann investiert trotz Corona weiter
Hantermann investiert trotz Corona weiter
… und Desinfektionsmittel erweitert. Neu sind aber auch die sogenannten infectx Produkte, welche das Unternehmen selbst herstellt. Hierbei handelt es sich um antivirale Servietten und Einwegtischwäsche, aber auch Produkte für das Gesundheitswesen wie Ärzterollen und Tupf-Tücher. Die Investition in eine Maschine, welche (antivirale) Feuchttücher herstellen …
Bild: Patentanmeldung: Mit Cystus052 gegen HIVBild: Patentanmeldung: Mit Cystus052 gegen HIV
Patentanmeldung: Mit Cystus052 gegen HIV
… September 2014). Extrakte der speziellen Zistrosenvarietät Cistus incanus L. Pandalis (Cystus052) haben nach Forschungen der Helmholtz-Gemeinschaft offenbar nicht nur antivirale Effekte gegenüber Influenza-Viren, sondern auch gegenüber HI-Viren. Die infektblockierenden Effekte sind so ausgeprägt, dass die Wissenschaftler der Helmholtz-Gemeinschaft jetzt …
Bild: Antivirales Nervenkräutl für Körper und GeistBild: Antivirales Nervenkräutl für Körper und Geist
Antivirales Nervenkräutl für Körper und Geist
Optimismus, innere Ruhe und Ausgeglichenheit – in unserer derzeitigen Lage ist die Bewahrung dieser Gemütszustände besonders wichtig. Hilfe kennt Aromapraktikerin Ingrid Karner: „Durch seine antivirale Wirkung ist das kostbare ätherische Melissenöl gerade in Zeiten des Corona-Virus zu empfehlen.“ Melissenöl wirkt ausgleichend auf das Gemüt und wird vor allem …
Zistrosenextrakt Cystus052: Überlegen antiviral wirksam im Vergleich zu Oseltamivir
Zistrosenextrakt Cystus052: Überlegen antiviral wirksam im Vergleich zu Oseltamivir
Glandorf (12.5.2011). Im Grippemodell ist die antivirale Effektivität eines speziellen Extraktes der mediterranen Heilpflanze Cistus incanus ssp. Pandalis (Cystus052) deutlich höher als die des Neuraminidasehemmers Oseltamivir (Tamiflu®), berichtet jetzt eine Arbeitsgruppe des bundeseigenen Friedrich-Loeffler-Institutes, Tübingen, und der Westfälischen …
Bild: Mit Kupfer gegen Corona?Bild: Mit Kupfer gegen Corona?
Mit Kupfer gegen Corona?
… Hunderten von Menschen angefasst werden? Auf einen wirksamen Schutz vor Keimen und Mikroorganismen.Es ist eine bekannte und wissenschaftlich belegte Tatsache: Kupfer hat eine antivirale und antibakterielle Wirkung. Dieses Wissen wurde bei DIdekodur Internationalin Hirschhorn a. N. zu einer zündenden Idee für Oberflächen. Der Hersteller von dekorativen …
Bild: Zitronenmyrte: Antrieb nach belastenden MonatenBild: Zitronenmyrte: Antrieb nach belastenden Monaten
Zitronenmyrte: Antrieb nach belastenden Monaten
… Erschöpfung angesichts dieses turbulenten Jahres breit. Damit der Herbst psychisch & physisch ein gesundes Erlebnis wird, setzt Aromapraktikerin Ingrid Karner auf das antivirale & stimmungsaufhellende Öl der Zitronenmyrte. Lebendigkeit in der kalten Jahreszeit „Besonders für Menschen, die mit Burn-Out und Depressionen zu kämpfen haben, ist die …
Heilpflanzen gegen Influenza: Antiviral wirksam, ohne Toxizität oder Resistenzen
Heilpflanzen gegen Influenza: Antiviral wirksam, ohne Toxizität oder Resistenzen
… seit 2010 fordert, endlich auch traditionelle und naturmedizinische Produkte im Kampf gegen drohende Influenza-Gefahren zu prüfen (1), machten Heilpflanzen und ihre antivirale Potenz einen wesentlichen Teil der diesjährigen 25. Internationalen Konferenz über Antivirale Forschung in Sapporo aus (2). Mindestens sechs Forschergruppen zeigten antivirale …
Bild: Schweinegrippe - BfArM verliert gegen NaturmittelherstellerBild: Schweinegrippe - BfArM verliert gegen Naturmittelhersteller
Schweinegrippe - BfArM verliert gegen Naturmittelhersteller
… hat es bislang keine offizielle Gegendarstellung oder Entschuldigung für den Fehler der Behörde gegeben. Hintergrund: Das BfArM hatte in einer ersten Mitteilung das antivirale Präparat Cystus 052 Infektblocker® in einem Zusammenhang mit dubiosen und wirkungslosen Arzneimittelplagiaten aus dem Internet gesetzt, denen es an der Arzneimittelzulassung fehle. …
Wirksamkeit von Marinomeds antiviralem Nasenspray gegen Schnupfen in klinischer Studie bestätigt
Wirksamkeit von Marinomeds antiviralem Nasenspray gegen Schnupfen in klinischer Studie bestätigt
… Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen in einer internationalen Fachzeitschrift veröffentlicht. Die regelmäßige Anwendung des innovativen Produktes, das durch die antivirale Wirksamkeit erstmals die Ursache des Schnupfens bekämpft, bewirkt eine deutlich reduzierte Dauer der Erkältungssymptome sowie eine nachweislich verringerte Menge …
Bild: Antivirale Einwegtischwäsche und Ärztebedarf zum Patent angemeldetBild: Antivirale Einwegtischwäsche und Ärztebedarf zum Patent angemeldet
Antivirale Einwegtischwäsche und Ärztebedarf zum Patent angemeldet
Antivirale Hygieneartikel für die Hotellerie, Gastronomie, das Gesundheitswesen aber auch den Endverbraucher ------------------------------ Emmerich: Corona hat von heute auf morgen die Welt verändert und uns gezeigt wie verwundbar wir alle sind. Vieles hat sich seit Beginn der Pandemie verändert und einiges davon wird bleiben, wie zum Beispiel das …
Sie lesen gerade: Antivirale Prüfungen an Infektionsschutztextilien