openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Quantenrepeater für sichere Quantennetzwerke

20.02.202515:25 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Quantenrepeater für sichere Quantennetzwerke

(openPR) Nahezu täglich erreichen uns Meldungen von IT-Sabotage, -Spionage oder „hybrider Kriegsführung“. Netzwerke, die auf quantenphysikalischen Grundlagen basieren, könnten hier ein großes Maß an Sicherheit bringen. Grundlage für solche Netzwerke sind sogenannte Quantenrepeater. In dem vom Bundesforschungsministerium geförderten Verbundprojekt „Quantenrepeater.Net (QR.N)“ sollen Konzepte von Quantenrepeatern auf Teststrecken außerhalb von Laborumgebungen demonstriert werden. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) ist mit ihrer metrologischen Expertise in zwei wesentlichen Bereichen beteiligt. Das Kick-Off-Meeting für das Projekt fand am 13. und 14. Februar in Bad Honnef statt.

Jeder kennt sie von zuhause: Repeater. Diese kleinen Geräte erweitern, geschickt platziert, die Reichweite der Datenübertragung per WLAN erheblich. An ungleich komplexeren Repeatern forschen auch viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland: an Quantenrepeatern für Quantennetzwerke. Diese Netze könnten die in Zukunft von entscheidender Bedeutung für freie Gesellschaften und den Schutz unserer kritischen Infrastruktur sein.

Die rasch steigende Zahl von IT-Sabotageakten, von Spionage und Hackerangriffen bringen unsere vernetzte Welt immer stärker ins Wanken. Quantennetzwerke böten hier ein ganz neues Level an Sicherheit. Sie basieren auf quantenphysikalischen Grundlagen und sind daher extrem sicher vor Spionage oder Sabotage. Quantenrepeater sind für solche Quantennetzwerke unerlässlich. Sie erlauben eine sichere Übertragung von Informationen auch über größere Distanzen. Damit können sie auch zukünftige Quantencomputer sicher vernetzen.

Am 13. und 14. Februar fand in Bad Honnef das Kick-Off-Meeting des neuen Forschungsprojekts „Quantenrepeater.Net (QR.N)“ mit 80 Teilnehmenden statt. Mit diesem Auftakt setzen Wissenschaft und Industrie ihre Zusammenarbeit zur Entwicklung von Quantennetzwerken fort. Aufbauend auf den Erkenntnissen des erfolgreichen Vorgängerprojekts „Quantenrepeater.Link (QR.X)“ (2021–2024) zielt das neue Projekt darauf ab, Quantenrepeater-Technologien weiterzuentwickeln und erstmals außerhalb geschützter Laborumgebungen zu testen.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt bringt 42 Partnerinstitutionen aus Forschung und Industrie zusammen. Sie arbeiten gemeinsam an der Demonstration von Quantenrepeater-Funktionalitäten auf realen Teststrecken. Ein zentrales Ziel ist die Schaffung einer quantengesicherten Kommunikationsinfrastruktur für Deutschland, die langfristig die Sicherheit kritischer Infrastrukturen erhöht und zukünftige Anwendungen wie die sichere Vernetzung von Quantencomputern ermöglicht.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Demonstration von Quantenrepeater-Strecken mit mehr als zwei Knoten sowie der Einrichtung paralleler Quantenkanäle mithilfe von Multiplexing-Technologien. Zur Erreichung dieser Ziele entwickeln Forschende die Basiskomponenten für Quantenrepeater und testen deren Praxistauglichkeit auf realen Strecken. „Einer der ersten Meilensteine des Projekts ist der Quantenkommunikationslink zwischen Hannover und Braunschweig, der als Testumgebung für die neuen Technologien dient und gemeinsam mit der Leibniz-Universität Hannover, Arbeitsgruppe Prof. Fei Ding, betrieben wird“, erläutert PTB-Abteilungsleiter Stefan Kück.

So soll gemeinsam die Grundlage dafür erarbeitet werden, dass in einigen Jahren in Deutschland eine „quantengesicherte Kommunikation“ aufgebaut werden kann. Dies ist von hoher gesellschaftlicher Bedeutung, insbesondere, was die IT-Sicherheit und den Schutz kritischer Infrastruktur anbelangt. Längerfristig werden Quantenrepeater somit zur Entwicklung einer Quanten-Informationstechnologie für öffentliche Kommunikationssysteme beitragen.
(es/ptb)

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Hon.-Prof. Dr. Stefan Kück, Leiter der Abteilung 4 Optik, Telefon: (0531) 592-4000, E-Mail

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1277934
 469

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Quantenrepeater für sichere Quantennetzwerke “ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von idw - Informationsdienst Wissenschaft

Bild: Die Erdkruste war schon sehr früh unruhigBild: Die Erdkruste war schon sehr früh unruhig
Die Erdkruste war schon sehr früh unruhig
Wie hat sich unser Planet im Laufe der Zeit entwickelt? Je weiter wir in die Vergangenheit zurückblicken, desto schwieriger ist es, ein klares Bild von den Anfängen der Erde zu erhalten. Nun präsentiert ein internationales Forscherteam Belege dafür, dass bereits im Hadaikum, dem ersten geologischen Zeitalter vor mehr als vier Milliarden Jahren, gegensätzliche tektonische Regime wirkten. Ihre Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Nature legt nahe, dass die tektonischen Verhältnisse auf der sehr frühen Erde viel variabler waren als bisher ang…
Bild: Duft für Filme und Videospiele Bild: Duft für Filme und Videospiele
Duft für Filme und Videospiele
„Wir wollen Duft genauso greifbar, erfahrbar und einsetzbar machen wie visuelle oder auditive Reize“, erläutert Gründer Salomo Bertram. Dafür hat das Team eine Software entwickelt, die mittels Künstlicher Intelligenz in Echtzeit analysiert, was auf dem Monitor geschieht. „Unsere KI erkennt Objekte und Szenarien, die auf dem Bildschirm zu sehen sind – etwa einen Wald, eine Blumenwiese oder ein Feuer – und klassifiziert diese“, so Bertram. Innerhalb von weniger als 500 Millisekunden wird ein Signal an die Hardware-Box gesendet, die den passende…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Meilenstein auf dem Weg zum „Quanteninternet“: Quantenteleportation zwischen Photonen aus zwei entfernten Lichtquellen Bild: Meilenstein auf dem Weg zum „Quanteninternet“: Quantenteleportation zwischen Photonen aus zwei entfernten Lichtquellen
Meilenstein auf dem Weg zum „Quanteninternet“: Quantenteleportation zwischen Photonen aus zwei entfernten Lichtquellen
… Quanteninformationen zwischen Photonen, die aus zwei unterschiedlichen Quantenpunkten stammen, zu übertragen“, sagt Prof. Peter Michler, Leiter des IHFG und stellvertretender Sprecher des Forschungsprojekts Quantenrepeater.Net (QR.N). Worum geht es dabei? Jede digitale Nachricht – ob WhatsApp oder Videostream – besteht aus Nullen und Einsen. Das gilt auch …
Bild: Fraunhofer ILT nimmt Quanteninternetknoten in Betrieb – Startpunkt für europäische VernetzungBild: Fraunhofer ILT nimmt Quanteninternetknoten in Betrieb – Startpunkt für europäische Vernetzung
Fraunhofer ILT nimmt Quanteninternetknoten in Betrieb – Startpunkt für europäische Vernetzung
… Elsen an der RWTH Aachen University wird sich das Team zudem mit Schnittstellen zu anderen Qubit-Plattformen befassen – um Grundlagen für künftige heterogene Quantennetzwerke zu erarbeiten.Keimzelle für das Quanteninternet der ZukunftUm den Knoten in Aachen herum entsteht ein offenes Test- und Entwicklungsumfeld für photonische Quanten-Hardware. Die …
Internationale Berufungen stärken deutsche Universitäten
Internationale Berufungen stärken deutsche Universitäten
… künftige Quantentechnologien: Nicholas Güsken, zuletzt in Stanford tätig und promoviert am Imperial College London, forscht an der Universität Paderborn an optischen Schnittstellen für Quantennetzwerke. Er schlug ein amerikanisches Angebot aus, um nach Deutschland zu kommen. Nadine Leisgang bringt ihre Expertise von der Harvard University an die Universität …
Bild: Schneller Quantenspeicher für PhotonenBild: Schneller Quantenspeicher für Photonen
Schneller Quantenspeicher für Photonen
… dem Weg zum Quanten-Internet «Die Kombination aus einfachem Aufbau, hoher Bandbreite und geringem Rauschen ist sehr vielversprechend für zukünftige Anwendungen in Quantennetzwerken», so Janik Wolters, Erstautor der Studie. Die Entwicklung solcher Quantennetzwerke ist eines der Ziele des Nationalen Forschungsschwerpunkts Quantenwissenschaften und -technologie …
Neue Messmethode ermöglicht effiziente Überprüfung von Quantentechnologien in Echtzeit
Neue Messmethode ermöglicht effiziente Überprüfung von Quantentechnologien in Echtzeit
… Quantenzustandszertifizierung, die verschränkte Quantenzustände effizient in Echtzeit überprüft, ohne alle verfügbaren Zustände zu zerstören – ein entscheidender Fortschritt für die Entwicklung robuster Quantencomputer und Quantennetzwerke. Die Arbeit wurde in den Labors von Philip Walther an der Fakultät für Physik und am Vienna Center for Quantum Science and Technology …
NanoQT gibt Abschluss der ersten Runde seiner 14 Mio. $ schweren Serie-A-Finanzierung für die Neudefinition der Quanteninformatik bekannt
NanoQT gibt Abschluss der ersten Runde seiner 14 Mio. $ schweren Serie-A-Finanzierung für die Neudefinition der Quanteninformatik bekannt
… Fortschritte in der Forschung und Entwicklung vorweisen, und wir glauben, dass das Unternehmen einen disruptiven Einfluss auf den Bereich des Quantencomputings und der Quantennetzwerke haben wird. NanoQT ist im Sektor der Quantenmechanik von allen Kandidaten am besten positioniert, um die Verbindungstechnik hier zu revolutionieren. Warum dies relevant …
Bild: Deutschland statt Amerika: Physiker der Uni Paderborn erhält 1,2 Millionen Förderung für QuantenforschungBild: Deutschland statt Amerika: Physiker der Uni Paderborn erhält 1,2 Millionen Förderung für Quantenforschung
Deutschland statt Amerika: Physiker der Uni Paderborn erhält 1,2 Millionen Förderung für Quantenforschung
… Ausland gewagt haben und nun nach NRW zurückkehren. Jun.-Prof. Güsken widmet sich den Grundlagen künftiger Quantentechnologien: Der Wissenschaftler forscht an optischen Schnittstellen für Quantennetzwerke. Er schlug ein amerikanisches Angebot aus, um nach Deutschland zu kommen. Seine Berufung wurde durch die Zusammenarbeit der Universität, der Stiftung und …
Sie lesen gerade: Quantenrepeater für sichere Quantennetzwerke