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Vortrag: Wissenschaft zwischen Freiheit und Autoritarismus

22.11.202410:27 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Pressemitteilung
Heidelberg, 22. November 2024

Vortrag: Wissenschaft zwischen Freiheit und Autoritarismus
Eva Illouz spricht in der Ruperto Carola Ringvorlesung über French Theory und das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik in den USA

Mit der sogenannten French Theory – einer kritischen Denkschule, die in den 1980er Jahren basierend auf dem Werk französischer Intellektueller in den USA entstand – befasst sich in einem Vortrag die Soziologin Prof. Dr. Eva Illouz. Die mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin von der Ecole des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) in Paris geht dabei der Frage nach, warum und wie die French Theory paradoxerweise in den Vereinigten Staaten einer autoritären Wissenschaft den Weg geebnet haben könnte. Ihr Beitrag ist Teil der Ruperto Carola Ringvorlesung, die sich in diesem Wintersemester dem Thema „Freiheit?! Die Universität als Diskursraum“ widmet. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln und aus transkultureller Perspektive thematisiert die von der Universität Heidelberg veranstaltete Reihe die Rolle von Universitäten und Wissenschaft in der Gesellschaft und in aktuellen politischen Konflikten. Der englischsprachige Vortrag „Between Freedom and Authoritarianism – French Theory and US Academic Politics“ findet am Montag, 25. November 2024, in der Aula der Alten Universität statt und beginnt um 18.00 Uhr.

Der Begriff der French Theory steht für eine postmoderne kritische Theorie, die insbesondere in den US-amerikanischen Geistes- und Sozialwissenschaften eine wichtige Rolle spielt. Eva Illouz vertritt die These, dass sie aufgrund ihrer Verwendung durch politische Akteure und für politische Zwecke einer autoritären Wissenschaft den Weg geebnet hat. In ihrem Vortrag wird die Referentin der Frage nachgehen, wie so aus einer kritisch-analytischen Perspektive, die frühere Wissensansprüche und „Wahrheiten“ entkräften, ja dekonstruieren wollte, ein autoritärer Wissenschaftszugang erwachsen konnte. Eva Illouz forscht an der EHESS zur Geschichte und Soziologie von Emotionen sowie auf dem Gebiet der Kultursoziologie. Im Anschluss an ihren Vortrag wird sie mit ihrem Dialogpartner Prof. Dr. Günter Leypoldt vom Anglistischen Seminar der Universität Heidelberg diskutieren.

Die Ruperto Carola Ringvorlesung ist Teil eines Konzepts von Fokusthemen wie RICHTIG & FALSCH. Damit will die Universität Heidelberg zweimal jährlich gesellschaftlich relevante Forschungsfragen in unterschiedlichen Formaten an die breite Öffentlichkeit herantragen. In der aktuellen Reihe sprechen Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen disziplinären Perspektiven über „Freiheit?! Die Universität als Diskursraum“. Konzipiert wurde die Reihe mit Bezug zum „Wissenschaftsjahr 2024 – Freiheit“ von der Sinologin Prof. Dr. Barbara Mittler und der Medienanthropologin Prof. Dr. Christiane Brosius vom Heidelberger Centrum für Transkulturelle Studien.

Dem Vortrag mit Eva Illouz folgen im laufenden Wintersemester vier weitere Vorträge mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Heidelberg sowie Gästen anderer Forschungseinrichtungen aus dem In- und Ausland. Die Veranstaltungen finden jeweils montags in der Aula der Alten Universität statt, Beginn ist um 18.00 Uhr. Aufzeichnungen davon sind zu einem späteren Zeitpunkt abrufbar auf heiONLINE, dem zentralen Portal der Universität Heidelberg mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Veranstaltungen in digitalen Formaten.

Kontakt:
Universität Heidelberg
Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
E-Mail

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