(openPR) 24. März 2007. Wenn Ärzte oder Pflegekräfte sich an gebrauchten Instrumenten verletzen, etwa an einer Spritze, dann spricht man von Nadelstichverletzungen. Auch kleinste Stiche können gefährliche Erreger wie das Hepatitis-B-Virus, das Hepatitis-C-Virus oder das HI-Virus übertragen. Aber nicht nur das Gesundheitsrisiko ist sehr hoch. Nadelstichverletzungen kosten viel Geld. Anlässlich der 47. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM) stellt Dr. Andreas Wittmann heute aktuelle Berechnungen der Bergischen Universität Wuppertal vor. Das Ergebnis: Nadelstichverletzungen verursachen hohe Kosten, zugleich wird wirkungsvoller Schutz billiger.
Nadelstichverletzungen sind gefährlich. Deswegen muss jeder dieser Unfälle gemeldet werden. Schon allein, um den Versicherungsschutz der Mitarbeiter zu garantieren. Nach einer gemeldeten Nadelstichverletzung muss unter Umständen sowohl das Blut des Patienten als auch des Arztes, der sich gestochen hat, auf Krankheitserreger untersucht werden. Besteht ein Infektionsverdacht, so wird der Arzt vorsorglich behandelt. Das alles kostet Geld – vom Arbeitszeitausfall ganz zu schweigen. Durchschnittlich kostet jede gemeldete Nadelstichverletzung 487 €, so haben die Arbeitsmediziner aus Wuppertal berechnet. Bei 50.000 gemeldeten Nadelstichverletzungen pro Jahr allein in deutschen Kliniken entstehen dadurch Kosten in Höhe von 24 Millionen Euro. Aber auch wenn die Nadelstichverletzung nicht gemeldet wird, kann es teuer werden. Die meisten Nadelstichverletzungen bleiben ohne Folgen. Hat sich der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin aber doch mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert, so kostet die Behandlung in den nächsten 27 Jahren 23.000 €. Alles zusammen genommen entsteht durch Nadelstichverletzungen jährlich ein Schaden von 47 Millionen Euro.
Gleichzeitig ist wirkungsvoller Schutz vor diesen gefährlichen Verletzungen immer billiger zu haben. Denn heute stehen Arbeitsinstrumente zur Verfügung, die Nadelstichverletzungen fast vollständig ausschließen. „Diese innovativen und verletzungssicheren Instrumente werden immer billiger, je mehr von ihnen produziert werden“, erklärt Dr. Wittmann. Die Universität Wuppertal hat bei den Herstellern der sicheren Produkte eine repräsentative Umfrage durchgeführt. Demnach sind in den letzten vier Jahren die Kosten für die Sicheren Instrumente um durchschnittlich über 25 % gesunken. „Es fehlt nicht mehr viel, dann können wir mit Sicheren Instrumenten kostenneutral unsere Mitarbeiter im Gesundheitswesen vor gefährlichen Infektionen schützen“, so das Fazit von Dr. Wittmann.
Das ist auch eine gute Nachricht für Klinikbetreiber. Denn seit August 2006 sind in vielen Arbeitsbereichen Sichere Instrumente Pflicht.
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