(openPR) Zwanzig Jahre Rheintaler.
Im Oktober 2004 trafen sich im altehrwürdigen Rheinhotel Dreesen in Bonn-Bad Godesberg einige Tourismus- und Marketingfachleute, die sich in den Kopf gesetzt hatten, den Rhein als Ganzes zu vermarkten. Die Idee war es, einen Weg zu finden, den Rhein quasi von der Quelle bis zur Mündung zu vermarkten. Bis dato gab es am Rhein zwar einzelne Initiativen, jedoch keine übergreifenden Konzepte oder Ideen, die dazu angetan gewesen wären, den Rhein als Ganzes zu bewerben.
In einem Zeitungsartikel des Generalanzeigers Bonn lautete die Überschrift eines Berichtes über Deutschlands längsten Fluss: „Der Rhein hat viele Perlen, aber keine Schnur“, und der Bericht hatte recht.
„Das wollten wir ändern“, weiß Martin Vreden, einer der Initiatoren des Rheintalers. „Wir haben uns damals mit einigen Fachkundigen Leuten aus dem Tourismus und dem Marketing einiger Unternehmen zusammengetan, die das ähnlichgesehen haben und im besagten Hotel den Verein „Rheintal“ gegründet, dessen Ziel es auch heute, nach zwanzig Jahren noch ist, den Rhein über Städte- und Ländergrenzen hinaus zu vermarkten“.
2004 ist der Verein gegründet worden und im Frühjahr 2005 wurden die ersten „Rheintaler“ geprägt. „So haben wir eigentlich zwei 20-Jahre-Jubiläen“ scherzt Asia Loescher.
„Wir wollten die besagte Schnur liefern, die die vielen Perlen am Rhein zu einer Kette zusammenfügen würde“, erinnert sich Asia Loescher, Gründungsmitglied und heutige Vorsitzende des Vereins. „Bei uns sollten das aber keine Perlen sein, sondern wir wollten die vielen Sehenswürdigkeiten am Rhein auf Medaillen prägen“.
Diese Medaillen, die Rheintaler, die seither in Neusilber geprägt werden, sollten aber nicht nur schön aussehen und Sammler ansprechen, sondern die Taler sollten dem Besitzer auch einen Mehrwert bzw. einen Vorteil bringen, wenn diese Ihren Rheintaler bei den zu gewinnenden Netzwerk-Partnern des Vereins vorzeigen würden.
Also begaben sich die Vereinsmitglieder auf die Suche nach den schönsten und bedeutendsten Motiven am Rhein gemacht und überzeugten so machen Besitzer oder Geschäftsleute davon, ihre Sehenswürdigkeit auf einen Taler prägen zu lassen, einen Mehrwert auszuloben und Netzwerk-Partner des Vereins zu werden.
Sogar die Dombaumeisterin (damals Frau Babara Schock-Werner) in Köln konnte sich für die Idee begeistern und unterstützte den Verein dabei, sowohl den Kölner Dom als auch Deutschlands einzige niemals zerstörte Höhenburg, die Marksburg, als Talermotiv zu prägen.
Es folgte Kardinal Lehmann in Mainz, der das Motiv „Dom zu Mainz“ unterstütze oder die Familien Adenauer und Streve-Mülhens. Letztere hat als Besitzer der Drachenfelsbahn die erste Lok der 1883 eröffneten Drachenfelsbahn auf eine Rheintaler prägen lassen. Dann wurden die Schlösser Brühl auf den Verein aufmerksam und seither gibt es die Motive „Schloss Augustusburg“ und „Schloss Falkenlust“.
Inzwischen hat der Verein ca. 120 Partner und 70 verschiedene Motive entlang des Rheins - zwischen Speyer und Duisburg. Das sind immerhin ca. 400 Stromkilometer und eine Erfolgsgeschichte, die sich sehen lassen kann.
Auch nach 20 Jahren noch kommen neue Motive hinzu, Familien und Firmen aus den Rheinregionen melden sich beim Verein und lassen Motive prägen, die dann bei allen Netzwerk-Partnern anerkannt werden, denn es ist gleich, welches Motiv bei den Partnern vorgelegt wird, jedes Motiv wird von jedem Netzwerk-Partner akzeptiert.
„Wir sind stolz darauf, dass wir das aufbauen konnten, auch wenn in die unselige Coronazeit einige Partner die Segel streichen mussten, aber nun geht es wieder aufwärts“ sagt die Vorsitzende des Vereins. „Wenn es gut geht, dann kann in 10 Jahren das 30te Jubiläum gefeiert werden, dann vielleicht mit über 100 Motiven und 200 Netzwerk-Partnern“.













