(openPR)
Die an der Kultur des Alten Ägypten interessierte Weltöffentlichkeit wartet bereits seit einigen Jahren auf die mehrfach verschobene Eröffnung des Grand Egyptian Museum (GEM). Es wird bei Kairo auf dem Gizeh-Plateau nahe den Pyramiden errichtet.
Verzögert wurde die Fertigstellung durch die Covid-19-Pandemie und die Krise des Arabischen Frühlings im Jahr 2011. Aktuell ist es der Krieg im Nahen Osten, der Einfluss auf den Eröffnungstermin hat und eine prachtvolle Eröffnungsfeier unter Beteiligung internationaler Prominenz verhindert.
Mit seiner monumentalen Architektur wird das GEM die größte archäologische Sammlung der Welt beherbergen.
Aktuell werden begrenzte Führungen angeboten, um vor der offiziellen Eröffnung das Besucherlebnis in einem Teil des Museums zu erproben. Den Zugang zu allen Innenräumen, den Galerien und Sammlungen wird es erst nach der Eröffnung geben.
Das beherrschende architektonische Element im Inneren des Museums bildet die spektakuläre „Große Treppe“, auf der zahlreiche detailliert beschriebene Exponate präsentiert werden. Sie machen Ägyptens siebentausendjährige Geschichte erlebbar. Stufenweise gelangen die Besucher durch die Epochen, bis sie am oberen Ende ein Panoramafenster erreichen. Das gibt den atemberaubenden Blick auf die Pyramiden frei. Der Anblick des Pyramidenkomplexes, dessen Silhouette den Horizont des Wüstenplateaus von Gizeh dominiert, ist unvergesslich.
Angesichts dieser beeindruckenden Monumentalität, die das Bild des ewigen Königtums widerspiegelt, werden sich interessierte Besucher fragen, ‚wie’ diese gewaltigen Bauwerke mit den Möglichkeiten ihrer Zeit errichtet wurden.
In seinem Buch die „Baugeschichte der Cheopspyramide – Genialität in der Einfachheit“ gibt der Autor – ein Bauingenieur – darüber Auskunft.
Mit seiner fachlichen Expertise hat er die technischen Rätsel umfassend analysiert und widerspruchsfrei gelöst. Unter Einbeziehung jüngster Forschungsergebnisse und seiner vor Ort gewonnenen Erkenntnisse entwickelte er die realitätsnahe Geschichte des Pyramidenbaus.
Von den „Sieben Weltwundern“ sind die Pyramiden von Gizeh das einzige noch erhaltene. Die älteste und größte davon ist die Cheopspyramide. Sie war über 4500 Jahre das mit etwa 148 m höchste Bauwerk der Menschheitsgeschichte. Es wurde erst 1880 durch die Fertigstellung des Kölner Doms mit seinen beiden um 10 m höheren Türmen übertroffen.
Weil es weder schriftliche noch bildliche Aufzeichnungen über die Errichtung und die angewandten Techniken gibt, können Nachweise nur über archäologisch bestätigte Geräte und Werkzeuge sowie „ablesbare“ Befunde an den Bauwerken geführt werden.
Einen kurzen Einblick bietet folgende Themenübersicht:
Die Cheopspyramide besteht aus 2,6 Mio. m3 Quadermauerwerk, verfügt in ihrem Inneren über Gänge und Räume und wurde in einer Bauzeit von 23 Jahren errichtet. Schwerste Bauteile sind die Steinbalken der Deckenkonstruktionen, mit Gewichten bis zu 70 Tonnen, für die es damals noch keine Hebezeuge gab. Für die Beförderung der Bauteile zu ihren Einbaustellen in der Pyramide kamen nur Holzschlitten in Frage. Sie wurden von Zugmannschaften bzw. Ochsengespannen über aufgeschüttete Rampen in die Höhe transportiert. Solche provisorischen Hilfsbauwerke sind in der Baugeschichte des Alten Ägypten archäologisch nachgewiesen.
Von Anfang an war der Bauablauf neben allen technischen Herausforderungen noch von einer gravierenden Unwägbarkeit beeinflusst. Das Grabmonument des Cheops wurde unmittelbar nach seiner Thronbesteigung begonnen und musste spätestens bis zu seinem Tod fertiggestellt sein. Von der Unvorhersehbarkeit seiner verbleibenden Lebenszeit ging ein sehr realer Zeitdruck aus. Das erforderte eine ausgeklügelte Beschaffung der Baustoffe, einen leistungsstarken Baubetrieb, eine effektive Organisation der Arbeiten sowie eine geeignete Infrastruktur mit Baustraßen, Bootsländen, Werkstätten, Wohn- und Baustofflagern.
Der Nachweis, dass die Cheopspyramide in der verhältnismäßig kurzen Bauzeit zu errichten war, erfolgte durch entsprechende Berechnungen, Leistungsnachweise und einen belastbaren Bauablaufplan.
Die Architektur dieses streng geometrischen Pyramidenkörpers und die Perfektion seiner Bauausführung konnte nur erreicht werden, wenn während der gesamten Bauzeit die vermessungstechnische Überwachung stattfand. Eine besondere Herausforderung war dabei, dass sich die vier geraden Kanten der Pyramide über einem Grundrissquadrat mit 230 m Seitenlänge in 147 m Höhe in einem Punkt - der Pyramidenspitze - trafen.
Die Publikation gibt überraschende und spannende Einblicke in die großartige Technikgeschichte des Pyramidenbaus. Sie soll nicht nur das Fachpublikum ansprechen, sondern auch die interessierte Öffentlichkeit. Für Ägypten-Reisende ist sie eine bereichernde Lektüre.
Im Online-Buchhandel werden eine Leseprobe, das Inhaltsverzeichnis, einzelne Kapitel und der Lebenslauf des Autors angeboten.
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Produktinformationen:
ISBN 978-3-7494-5838-7
gebundene Ausgabe: 468 Seiten, über 80 Zeichnungen und Abbildungen
Sprachen: Deutsch
English: Table of Contents and Summary
ISBN: 978-3-7494-5838-7
EAN 9783749441907
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