(openPR) Die Entdeckung des Magdalenengrabes in Villingen veränderte das Bild der Kelten grundlegend. Die Grabanlage, in der die einzelnen Gräber in der Form des Sternenhimmels von 614 v. Chr. angelegt wurden, war ein erster Beweis für die astronomischen Kenntnisse dieses Volkes. Doch von einem Stonehenge im Schwarzwald kann hier nur bedingt die Rede sein, denn die Sternbilder dienten hier dazu eine mythologische Geschichte zu erzählen und nicht nur der Zeitbestimmung. Dass das Leben der Kelten viel enger mit den Gestirnen verbunden war als die Wissenschaftler bisher ahnen, zeigt eine nähere Betrachtung ihrer zahlreichen Oppida und Schanzen.
Das Volk, dessen Name mit `die Mächtigen´ übersetzt werden kann, war ein heterogener Volksstamm, der in der Eisenzeit Europa bevölkerte. Die Kelten waren nicht nur ausgezeichnete Handwerker und Wagenbauer, wie das Fürstengrab in Hochdorf zeigt, sondern auch die Erben astronomischer Kenntnisse, die seit der Jungsteinzeit in Mitteleuropa entstanden sind. Obwohl die Kelten keine bisher bekannten Schriften hinterließen in denen ihre astronomischen Kenntnisse dokumentiert sind, lässt sich in der Geometrie ihrer Oppida die Grundzüge einer Vorstellung erkennen, die Himmel und Erde als Einheit sah, In den Umrissen ihrer polygonalen Oppida lassen sich noch heute die Sternbilder erkennen, die als Grundlage des Entwurfs dienten. In der Folgezeit bildete ihr mythischer Hintergrund die Basis für die spätere Namensgebung vieler Orte.
Diese Sternbilder weisen aber auch auf die unterschiedlichen Geisteshaltungen im Norden und im Süden der damaligen Welt hin. Während das Abbild im Norden die Harmonie zischen Erde und Himmel darstellte wurde sie im Süden durch die Mathematik abstrakter Bauwerke wie die Pyramiden dargestellt. Auch die allegorische Bedeutung der Hügelgrabanlagen weist auf ein anderes Verständnis von Leben und Tod hin.
Durch seinen Beruf als Architekt führte Reinhard Gunst zwangsläufig auch zu einer Auseinandersetzung mit den Grundlagen des Bauens. Die Suche nach einer Antwort auf die Frage, welche Bilder und Proportionen einer Form zugrunde liegen, führte ihn zur Beschäftigung mit frühgeschichtlichen Bauwerken. Der Besuch einer Reihe von Orten regte Reinhard Gunst an, all diese Fragen unter einem völlig neuen Blickwinkel zu betrachten und in seinem Buch „Der Himmel der Kelten“, ISBN 978-3-95544-020-6 zu veröffentlichen. Wie auch sein erstes erfolgreiches Buch „Die Goldene Landschaft“, ISBN 978-3-937367-95-8, erschien das neue spannende Buch im Göppinger Manuela Kinzel Verlag.













