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„Schicksale von Brandverletzten werden uns noch lange begleiten"

02.05.202409:00 UhrGesundheit & Medizin
Bild: „Schicksale von Brandverletzten werden uns noch lange begleiten"
Treffen unserer plastischen Chirurgen mit Kalkidan (© Menschenfreude e.V.)
Treffen unserer plastischen Chirurgen mit Kalkidan (© Menschenfreude e.V.)

(openPR) Plastische Chirurgen aus NRW führen ehrenamtlich 32 OPs in Äthiopien durch - Viele Bürgerkriegsopfer suchten Hilfe

Es war ein Pilotprojekt, das die drei plastischen Chirurgen Dr. Miriam Dietz, Dr. Benedikt Ribitsch und Dr. Benedikt Schneider in Zusammenarbeit mit einem Team von Menschenfreude e.V. auf die Beine gestellt hatten. Aufgerüttelt durch das Schicksal schwerstverbrannter Kinder in der Bürgerkriegsregion um Lalibela machten sich die Mediziner auf den Weg, um zu helfen.

Und das mit Erfolg: Rund 130 große und kleine Patienten waren ans General Hospital Lalibela gekommen, um sich von den deutschen Chirurgen behandeln zu lassen. Am Ende konnten innerhalb von zwei Wochen und unter den lokalen Gegebenheiten 32 Eingriffe durchgeführt werden. Es handelte sich dabei vor allem um die Lösung von Narbenstrangkontrakturen in Folge von Brandverletzungen, aber auch um die Entfernung von Weichteilgewebstumoren sowie die Korrektur von Fehlstellungen an Händen und Füßen.

Wiedersehen mit Waisenmädchen als erste Patientin

Erste Patientin war die 16-jährige Kalkidan. Aufgrund ihrer schweren Verletzungen in Folge eines Brandanschlags hatte das Mädchen traurige Bekanntheit erlangt und viele Menschen im Vorfeld zu Spenden bewogen.

Kalkidan verlor bei dem Anschlag ihre Familie und überlebte selbst knapp. Über 40% ihrer Hautoberfläche sind verbrannt.

Menschenfreude-Gründer Jürgen Perteck und Kollege Feseha Ayanna, der selbst aus Lalibela stammt, hatten im Zuge einer ersten Reise Kenntnis vom Schicksal des Mädchens erlangt. Sie hatten die damals 14-Jährige ins örtliche Krankenhaus verbracht und in Deutschland nach Möglichkeiten gesucht, weiter zu helfen.

Am Ende fand sich eine 9-köpfige Gruppe rund um die plastischen Chirurgen zusammen.

In einer gut zweistündigen OP konnten die deutschen und äthiopischen Ärzte nun einige wichtige Hautplastiken bei der jungen Patientin vornehmen, Narbenstränge lösen und das verletzte Augenlid refixieren.

Zwei Wochen tägliche Arbeit im OP

In den Folgetagen operierte das Team 31 weitere Patienten. „Wir hätten noch wochenlang weitermachen können“, fasst Dr. Miriam Dietz zusammen. Es sei ein Geschenk gewesen, helfen zu können, sind sich die drei Ärzte einig. Allerdings habe es auch viele Patienten gegeben, die „unter den gegebenen Bedingungen oder mit komplexeren Befunden nicht behandelt werden konnten. „Ihnen schweren Herzens mitteilen zu müssen, dass wir ihnen nicht helfen können - das war hart, sagt Dr. Benedikt Ribitsch. „Wissend, dass wir vielleicht ihre einzige Chance und Hoffnung waren.“

Fünf Tage Zahnbehandlungen aufgrund großen Andrangs

Neben der im Vorfeld organisierten plastisch-chirurgischen Arbeit ergab sich für Zahnärztin Dr. Daniela Bogena, die bereits für Menschenfreude e.V. auf Madagaskar ehrenamtlich im Einsatz war, und Tochter Jana die Möglichkeit, ebenfalls aktiv zu werden und mitzureisen. 

Aus einer ursprünglichen Bedarfsplanung am Hospital Lalibela wurden am Ende fünf volle zahnmedizinische Behandlungstage. In einem improvisierten Behandlungszimmer behandelte das Dentalteam Patienten im Minutentakt und schulte dabei zwei Allgemeinmediziner, um in Zukunft selbst Zähne extrahieren zu können. Auch hier ist eine weitere Zusammenarbeit sicher geplant.

Nächster Einsatz im kommenden Jahr

Keine Frage also, dass es im kommenden Jahr wieder einen Einsatz im General Hospital Lalibela geben wird: „Bis dahin werden wir sehr genau in die Planung gehen. Was hat gut funktioniert? Was hat gefehlt? Was können wir bis zum nächsten Einsatz organisieren, um noch besser arbeiten zu können?“ Projekt-Manager Dr. Michael Zeitler wird sich bis zum kommenden Einsatz verstärkt um die Infrastruktur am Krankenhaus in Lalibela kümmern. So ist zum Beispiel die Stromversorgung nach dem Bürgerkrieg sehr lückenhaft. „Auch die Ausstattung und teilweise Instandsetzung wichtiger Gerätschaften werden wir in den Fokus nehmen und entsprechende Spendenkampagnen planen.“

 

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