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Studie des FinTechs moneten zeigt: Weiterhin Aufholbedarf bei finanzieller Gleichberechtigung

Bild: Studie des FinTechs moneten zeigt: Weiterhin Aufholbedarf bei finanzieller Gleichberechtigung

(openPR) Hamburg, 07. März 2024. Finanzielle Gender Gaps existieren nach wie vor. Aber wie können wir Finanzen gleichberechtigter machen? Anlässlich des Equal Pay Days und des Weltfrauentages im März beleuchtet eine neue Studie des FinTechs moneten Bedürfnisse und Unterschiede im Finanzverhalten von Frauen, um blinde Flecken sowie Handlungsfelder aufzudecken. Kurz: Es gibt noch viel zu tun. Zwar lassen sich erste positive Tendenzen erkennen, dennoch sind Frauen vor allem bei langfristigen Finanzentscheidungen unsicher. Diesbezügliches finanzielles Handeln ist in Anbetracht bestehender Vermögenslücken und Altersarmutsrisiken aber besonders relevant.

 

Wesentliche Erkenntnisse

  • Für 86% ist finanzielle Autonomie wichtig, aber nur die Hälfte fühlt sich finanziell unabhängig
  • Bei langfristigen Finanzentscheidungen sinkt das finanzielle Selbstbewusstsein, Frauen fühlen sich unsicherer, entsprechende Entscheidungen zu treffen
  • 50% der Frauen, die investieren, fühlen sich dabei teilweise oder gänzlich unsicher
  • Hauptgründe, warum Frauen nicht investieren, sind fehlendes Wissen (60%), zu wenig Geld (52%) und Angst vor falschen Entscheidungen (42%)
  • Knapp ein Fünftel hatte bereits ein negatives Beratungserlebnis

 

Frauen und weiblich gelesene Personen sind keine Zielgruppe, sondern als die Hälfte der Bevölkerung in sich heterogen, dennoch vereint sie nach wie vor, dass sie am Finanzmarkt meist unterversorgt sind. Finanzielle Gender Gaps existieren auch in 2024 weiterhin. Zwar ist das öffentliche Bewusstsein und auch das Interesse von Frauen am Thema Finanzen gestiegen, allerdings fehlt es trotz erster an Frauen gerichteten Initiativen nach wie vor an passenden Angeboten, die Lebensrealitäten und Bedürfnisse von Frauen ausreichend berücksichtigen.

Einstellung & Finanzwissen
Unsere Einstellung zu Geld und Finanzen hat Auswirkungen, ob wir uns damit gerne auseinandersetzen oder finanzielles Handeln eher aufschieben. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Finanzen eher negativ wahrgenommen und vor allem als “schwierig” assoziiert werden, obgleich die Wichtigkeit zur Gestaltung des eigenen Lebens durchaus bewusst ist. Geld und Finanzen sind auch ein Instrument für Unabhängigkeit. Finanzielle Autonomie ist für 86 Prozent der Befragten wichtig, aber nur die Hälfte fühlt sich auch finanziell unabhängig.

Dass Geld und Finanzen als schwierig und komplex erachtet werden, resultiert daraus, dass ein gewisses Wissen für gute Entscheidungen notwendig ist. Die Selbsteinschätzung des eigenen Finanzwissen fällt jedoch überschaubar aus. Die Hälfte der Befragten in unserer Umfrage stuft ihr Wissen eher mittelmäßig, 31 Prozent eher niedrig ein. Fehlendes Finanzwissen hat auch Auswirkungen auf das finanzielle Selbstbewusstsein, das Studien zufolge bei Frauen deutlich niedriger als bei Männern ist. Bei Unsicherheit fallen gerade langfristige Finanzentscheidungen schwerer. In unserer Umfrage gaben 83 Prozent der Befragten an, sich sicher zu fühlen, wenn sie kurzfristige Finanzentscheidungen treffen, bei langfristigen Entscheidungen waren es nur noch die Hälfte.

Finanzielles Handeln
Wenig überraschend ist demnach, dass Frauen nach wie vor stärker in kurzfristige als in langfristige Finanzen involviert sind. Ein geringeres finanzielles Selbstbewusstsein sowie strukturelle Rahmenbedingungen, z.B. Gender Gaps, nehmen hier Einfluss.

In puncto langfristiger Finanzen ist jedoch anzumerken, dass Frauen diszipliniert und laut einer Untersuchung des Bankenverbandes aus 2023 prozentual mehr sparen als Männer, in absoluten Beträgen jedoch weniger. In unserer Umfrage gaben 62% der Befragten an monatlich zu sparen. Auch wenn Frauen konsequenter sparen als Männer, legen sie ihr Geld weiterhin seltener am Kapitalmarkt an. Allerdings ist ein leichter Anstieg bei der Anzahl an Anlegerinnen zu verzeichnen. Bei diesem positiven Trend gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass sich 50% der Anlegerinnen beim Investieren nicht oder nur teilweise sicher fühlen. 76% gaben außerdem an, dass ihnen das Anfangen nicht wirklich leicht oder nur durch Hilfe leicht gefallen ist. Hinderungsgründe für Frauen, die (noch) nicht investieren, sind laut unserer Umfrageergebnisse fehlendes Wissen (60%), zu wenig Geld (52%) und Angst vor Fehlentscheidungen (42%). Ihnen würde neben ausreichend Startkapital vor allem gute Informationen, Unterstützung und Anleitung sowie Sicherheit in Bezug auf Entscheidungen und das Investment selbst helfen. Da Frauen länger Leben, über ihr Erwerbsleben aber im Schnitt weniger verdienen, ist es umso wichtiger, dass sie ihr Geld vermehren und Vermögen aufbauen, um keinem Risiko von Altersarmut ausgesetzt zu sein. Mit Blick auf die Altersvorsorge gaben 40% der Befragten jedoch an, sich noch nicht gekümmert zu haben. 

Beratung
63% der Befragten haben bereits eine Finanzberatung bei einer Bank in Anspruch genommen, provisionsbasierte (17%) oder honorarbasierte (6%) Finanzberatungen hingegen deutlich weniger. Knapp ein Fünftel der Umfrageteilnehmenden hatte dabei bereits ein negatives Beratungserlebnis. Dabei fühlten die Befragten sich oft falsch oder nicht auf Augenhöhe beraten, erhielten unpassende oder überteuerte Angebote und beklagten mangelnde Aufklärung.

 

Was braucht es?
Basierend auf den Erkenntnissen braucht es folglich Angebote, die stärker Finanzwissen mit den Zielen und Lebensrealitäten von Frauen verbinden, um so das finanzielle Selbstbewusstsein zu steigern und die Angst vor Fehlentscheidungen zu nehmen, um nachhaltig kluges (langfristiges) finanzielles Handeln zu bewirken. Zudem sind weiterhin Maßnahmen für mehr Diversität innerhalb der Finanzbranche erforderlich, um bestehende (unbewusste) Biases zu durchbrechen.

 

“Für uns birgt finanzielle Gleichberechtigung nicht nur ein enormes wirtschaftliches Potential, wie Zahlen der Studie klar belegen, sondern vor allem auch, gepaart mit einem generell leichteren Zugang zum Thema Finanzen, eine Grundvoraussetzung für eine stabile, faire Gesellschaft, in der wir durch finanzielle Sicherheit offen sind, andere herausfordernde Themen unserer Zeit anzugehen. Die Schließung finanzieller Gender Gaps ist damit von großer Bedeutung.”

- Selina Haupt, Co-Founderin moneten

 

“Um überhaupt eine stärkere, notwendige Berücksichtigung von Unterschieden, Bedürfnissen und Lebensrealitäten in der Entwicklung und Vermarktung von Finanzangeboten zur Schließung von Gender Gaps einbeziehen zu können, braucht es in erster Linie Kenntnis über diese. Daher ist es wichtig, regelmäßig die Zahlen, Daten, Fakten auf den Tisch zu legen.”

- Andreas Lempik, Co-Founder moneten

 

Methodik

Die Umfrage wurde in Deutschland durch moneten vom 23. Februar bis zum 02. März 2023 durchgeführt. An der nicht repräsentativen Studie nahmen 318 Frauen und non-binäre Personen ab 18 Jahren teil, nachdem der Datensatz basierend auf zwei Kontrollfragen bereinigt wurde. Die Umfrageergebnisse wurden um einen umfassenden Desk Research ergänzt. 

Link zur Studie: https://www.moneten.app/women-finance-2024

 

Über moneten

moneten wurde 2023 von Selina Haupt und Andreas Lempik in Hamburg gegründet. Das FinTech will allen Menschen eine bessere finanzielle Zukunft ermöglichen und finanzielle Gaps schließen. Dazu entwickelt das Start-up eine Finanz-App auf Basis eines women-centered Designansatzes, die Menschen entsprechend ihrer Bedürfnisse, Ziele und Lebensumstände mittels individuellem Finanzwissen und Tools hilft, kluge finanzielle Entscheidungen zu treffen und ihre Finanzen zu planen. moneten wird hierbei finanziell durch die Stadt Hamburg gefördert.

AnsprechpartnerIn: Selina Haupt

Mail: hello@moneten.app

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