(openPR) Jahrelange Anstrengungen der für ADHS tätigen Selbsthilfeverbände wurden am Wochenende von Erfolg gekrönt: mit überwältigender Mehrheit beschlossen die Mitgliederversammlungen der bislang nebeneinander tätigen Eltern- und Betroffenenverbände BV-AH (Forchheim) und BV AÜK (Berlin) den Zusammenschluss zum neuen Bundesverband ADHS Deutschland e.V. auf ihrer gemeinsamen Tagung in Helmstedt am 10.03.2007.
Der neue Verband mit Sitz in Berlin vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, ihrer Angehörigen und Familien sowie aller anderen Menschen, die von der ADHS und ihren Folgen im privaten, schulischen und beruflichen Umfeld betroffen sind. Er verfügt über ein flächendeckendes Netz von mehr als 300 lokalen und regionalen Selbsthilfegruppen, die ebenso wie die in allen Bundesländern angebotene Telefonberatung ehrenamtlich tätig sind. Die regelmässig erscheinende Mitgliederzeitschrift "neue Akzente" bietet ein einzigartiges Forum für aktuelle Informationen, Anregungen und Diskussionen zu allen Aspekten der ADHS und bleibt so stets am Puls der Zeit. Daneben wird es einen Verlag geben, der einschlägige ADHS-Literatur herausgibt und vertreibt.
In ihrem Grusswort an die Versammlung erinnerte Niedersachsens Justizministerin Elisabeth Heister-Neumann an die Symbolkraft des an der früheren innerdeutschen Grenze gelegenen Tagungsortes Helmstedt. So wie an diesem Ort Menschen mit unterschiedlichen Interessen und Grenzerfahrungen aufeinander zugegangen sind und in der Einheit zu neuer Stärke gefunden haben, so werden auch der neue Verband und seine Mitglieder von der gemeinsamen Interessensvertretung profitieren und bisherige Grenzen überwinden können.
Aufbruchstimmung auch bei Vorstand und Mitgliedern: "Gemeinsam sind wir stark. Ich bin zuversichtlich, dass der neue Verband mit frischen Kräften sowohl auf Landes- wie auch Bundesebene die erfolgreiche politische Lobbyarbeit der verschiedenen Verbände und Initiativen in den vergangenen Jahre effizient bündeln und verstärken wird", meinte Dr. Myriam Menter, die erste Vorsitzende von ADHS Deutschland.
Karin Knudsen, stellvertretende Vorsitzende von ADHS Deutschland, ergänzte: "ADHS hat viele Facetten. Die damit verbundenen Probleme können nur bewältigt werden, wenn alle Beteiligten, insbesondere Eltern, Ärzte, Therapeuten, Erzieher, Lehrer, soziale Dienste und anderen Einrichtungen vorurteilsfrei und auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und Erfahrungen zum Wohle der Betroffenen zusammenarbeiten. Zu den wichtigsten Aufgaben des Verbandes gehören daher auch die weitere Aufklärung der Öffentlichkeit sowie Hilfestellung bei der Vernetzung der Versorgungsstrukturen. Je mehr Mitglieder sich uns anschliessen, desto mehr wird auf unsere Stimme gehört. Dies ist heute wichtiger denn je."
Ein Symposium mit Fachvorträgen zu ADHS bei Erwachsenen und zu neuen Erkenntnissen im Grenzbereich von ADHS und Autismus sowie mehrere Workshops trugen zum Erfolg der von der ADHS-Regionalgruppe Helmstedt hervorragend organisierten Veranstaltung bei.
Weitere Informationen und Kontakte unter www.adhs-deutschland.de
Dr.Myriam Menter, BV-AH e. V., ADHS Deutschland i. G.
Herta Bürschgens, BV AÜK e. V., ADHS Deutschland i. G.


















