(openPR) Bevorstehendes Verbot von perfluorierten Chemikalien
Beim Kochen und Braten bloß nichts in Topf oder Pfanne anhaften lassen, denn sonst droht aus einem feinen Gericht eine optische Katastrophe zu werden. Damit solche Probleme beim Zubereiten des Essens nicht entstehen, gibt es Antihaftbeschichtungen, die ein mögliches Ankleben verhindern. Dafür kommen sogenannte perfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) – ein Vorprodukt für die Produktion von PTFE, auch als Teflon bekannt – zum Einsatz. Derzeit sind diese Chemikalien unerlässlich für eine Vielzahl von Anwendungen, wie auch bei Antihaft-, Gleit- und Isolationsbeschichtungen. Doch die Branche steht vor einer Herausforderung: Ab dem Jahr 2025 soll es ein EU-weites Verbot für PFAS geben.
PFAS können Krebs hervorrufen
„Sie belasten die Umwelt, sind biologisch kaum abbaubar und können Organ-belastend sein sowie Krebs hervorrufen“, erklärt Dr. Christoph Stecher. Er ist Geschäftsführer des Wilhelmshavener Unternehmens acs Coating Systems. Aus jahrelanger Erfahrung weiß er, dass bisher in den meisten sogenannten funktionalen Beschichtungen Teflon verwendet wird. Trotz des drohenden Verbots blickt er optimistisch nach vorne, wie er im Zuge eines Pressegesprächs zusammen mit dem Wilhelmshavener SPD-Landtagsabgeordneten Marten Gäde erklärte. „Wir selbst verzichten bei unseren eigenen Töpfen und Pfannen bereits seit einigen Jahren komplett auf Teflon – zuvor waren auch bei uns noch etwa zwei Prozent darin enthalten“, so Stecher. Dank der Entwicklungsarbeit sei es seinem Unternehmen inzwischen gelungen, beispielsweise neue Beschichtungen zu entwickelt, „die wirklich bis 300°C im Ofen oder sogar kurz bis 450°C auf dem Grill funktionieren und dabei keine gesundheitlich bedenklichen Stoffe ausscheiden“. Für ihn seien Beschichtungen ohne PFAS in allen, sein Unternehmen betreffenden Bereichen oder ihm bekannten Anwendungen, möglich. Aber es bräuchte in einigen Segmenten längere verlässliche Übergangsfristen. Die größte Herausforderung sieht er in elektrischen PFAS-freien Isolationsbeschichtungen, wo „wir schon Pionierarbeit geleistet haben“. Zwar bedeute eine Umstellung immer großen Aufwand, wenn bestehende Lösungen ersetzt werden müssen. Aber: „Es gibt keinen Grund, nötige Veränderungen aus Bequemlichkeit zu verhindern. Schließlich bieten sie auch mögliche Verbesserungen und neue Chancen.“












