(openPR) 8.-10. November 2023: 2. Deutscher Advance Care Planning Kongress in Köln
Anmeldungen noch möglich
„Mein Wille zählt?!“ – Kongress eröffnet mit öffentlichem Bürgerforum (08.11.23, 18.00h)
Köln, 31. Oktober 2023 – Vom 8.-10. November 2023 findet im Kölner Maternushaus und in der Residenz am Dom der 2. Deutsche Advance Care Planning Kongress statt. Interessierte können sich noch bis zum 8. November 2023 über die Kongresswebseite anmelden. Veranstalter ist die Fachgesellschaft
Advance Care Planning Deutschland e.V.
Reanimieren bis der sprichwörtliche Arzt kommt?! Wie können Patientenverfügen – anders als bisher – regelmäßig aussagekräftig werden, verlässlich den Willen der Betroffenen reflektieren… und im klinisch-praktischen Alltag Beachtung finden? – Diese Fragen umreißen das Themenfeld des 2. Deutschen ACP-Kongresses. „An den drei Kongresstagen möchten wir Menschen, die sich mit der Vorausplanung von zukünftigen Behandlungsentscheidungen und der Versorgung von Menschen am Lebensende beschäftigen, dazu anregen, sich auszutauschen, ihre Erfahrungen und Expertisen einzubringen und neue Perspektiven zu entwickeln“, erklärt der Vorsitzende von Kongress und Fachgesellschaft Prof. Dr. Jürgen in der Schmitten.
Warum ist das wichtig? In der Schmitten ist selber Hausarzt und betreut seit vielen Jahren Seniorinnen und Senioren in stationären Pflegeeinrichtungen. „Wenn ich sehe, dass eine schwer an Demenz erkrankte Patientin eine Stunde lang reanimiert wird oder ein über 90jähriger pflegebedürftiger Patient mit einer Lungenentzündung intubiert und beatmet auf die Intensivstation kommt, bis er dort nach Wochen verstirbt, dann hinterlässt das bei mir kein gutes Gefühl. Oft höre ich von den Angehörigen später: ‚Das hätte meine Mutter bzw. mein Vater nicht gewollt!‘ Advance Care Planning, kurz ACP, bedeutet so viel wie Patientenverfügung 2.0 und soll dazu beitragen, dass solche Szenarien zur Ausnahme werden. Von dem Kongress erwarte ich, dass er Verständnis und Umsetzung dieses immer noch wenig bekannten innovativen Konzepts weiter voranbringt.“
Was ist Advance Care Planning?
ACP ist ein Konzept der Vorausplanung von Behandlungsentscheidungen, in dem Patientinnen und Patienten durch spezifisch qualifiziertes nicht-ärztliches Personal befähigt werden, ihre individuellen Präferenzen hinsichtlich künftiger Behandlungen zu entwickeln sowie auf geeigneten Formularen (also Vorausverfügungen eines neuen Typs) klar, wirksam und valide zu dokumentieren. Dies ist eine grundlegend andere Herangehensweise an Patientenverfügungen als dies bisher der Fall war. Durch einen qualifizierten Gesprächsprozess wird sichergestellt, dass die Betroffenen umfassend informiert und aufgeklärt sind und ihre Wünsche für Behandlungsteams auch für den Fall handlungsleitend werden, dass die betroffenen Patientinnen und Patienten aufgrund einer gesundheitlichen Krisensituation nicht mehr selbst entscheiden können. Hinzu kommt ein aufwendiger Implementierungsbedarf auf institutioneller und regionaler Ebene. Der deutsche Gesetzgeber hat mit dem 12/2015 im Rahmen des Hospiz- und Palliativgesetzes verabschiedeten § 132g SGB V Advance Care Planning für die Bewohner von Einrichtungen der stationären Seniorenpflege und der Eingliederungshilfe zu einer Leistung der gesetzlichen Krankenkassen gemacht – das neue Angebot etabliert sich nur langsam, und die Erfahrungen mit der Umsetzung dieses Gesetzes werfen viele neue Fragen auf.
Themen und Formate des 2. Deutschen ACP-Kongresses:
Unter dem Motto ACP: Kultureller Wandel in Institution und Region erwarten die Teilnehmenden über 40 Vorträge, Impulse, Workshops und Austauschforen zu unterschiedlichen ACP-relevanten Themen, unter anderem:
- Regionale Implementierung von ACP
- ACP gemäß § 132g in Pflegeeinrichtungen
- Rechtliche Aspekte des Advance Care
Planning - Advance Care Planning im Krankenhaus-Setting
- Hausärzte und Vertreter –
Perspektiven auf das Ermitteln und Umsetzen des (mutmaßlichen)
Patientenwillens
- ACP – Planung für den akuten Notfall
- ACP bei Demenzerkrankungen
Als Auftakt findet am Mittwoch (8.11.) von 18:00 – 20:00 Uhr ein öffentliches Bürgerforum in der Residenz am Dom statt zum Thema „Mein Wille zählt?! Medizinische Behandlungsentscheidungen von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen – Wunsch oder Realität?“ Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung zum Bürgerforum ist nicht erforderlich.
Das gesamte Programm, weitere Informationen zum Bürgerforum sowie die Anschrift der
Tagungsorte entnehmen sie bitte dem Tagungsprogramm.









