(openPR) Krefeld, 12. März 2007 – Der Aufbau der Telematik-Rahmenarchitektur für das Land NRW ist die Grundlage für die erfolgreiche Einführung gesundheitstelematischer Anwendungen und Services – hier ist die ZTG GmbH federführend aktiv. Greifbar werden solche Innovationen im Gesundheitswesen vor allem in Form telemedizinischer Anwendungen, die den höchsten konkreten Nutzen für Ärzte und Patienten erwarten lassen.
Hier ergreift das Kompetenzzentrum nun zusammen mit den Technologieunternehmen VISUS und ITZ Medicom aus der Region die Initiative, um den Zugang zur Telemedizin für Ärzte und Patienten in NRW massiv zu erleichtern. Das Projekt wird von der Landesregierung NRW und der EU gefördert (Förderkennzeichen: 005-0608-0011).
Telekardiologie, Teleradiologie, Telekonsultation, Tele-OP – die Anwendungsbereiche telemedizinischer Konzepte sind vielfältig. Mit Hilfe der Umgestaltung medizinischer Dienstleistungsprozesse durch Telematik soll Versorgung effizienter gestaltet und auch qualitativ verbessert werden. Die ZTG GmbH als Kompetenzzentrum für Pflege- und Gesundheitstelematik entwickelt jetzt zur Unterstützung der Verbreitung von Telemedizin eine internetgestützte Diensteplattform, die auf zwei Säulen basiert:
Die erste Säule zielt darauf die dringendsten Anwendungen für die ärztliche Kommunikation als leicht zugängliche Webservices (Arztbrief, Befunddatentransfer) anzubieten. Hier ist die ZTG GmbH mit den mehrfach ausgezeichneten innovativen Technologieanbietern ITZ Medicom GmbH & Co KG (Willich) und VISUS Technology Transfer GmbH (Bochum) eine Kooperation eingegangen, die diese Lösungen entwickeln. Die Rolle von ITZ besteht darin, eine Komponente zur automatischen Strukturierung medizinischer Dokumente innerhalb der Telematikdienste¬platt¬form und einen Workflowdienst für die Integrierte Versorgung zu entwickeln. VISUS hingegen stellt Telematik¬anwendungs¬dienste auf dem Gebiet der Bildkommunikation und -verarbeitung im Rahmen der Arzt/Arzt-Beziehung sowie der Arzt/Patienten-Beziehung als Portallösung bereit.
Um die Dienstepalette der internetgestützten Telemedizinplattform in möglichst kurzer Zeit entscheidend ausbauen zu können, ist das Angebot selbstverständlich offen konzipiert und insgesamt auf Interoperabilität ausgerichtet. Die gemeinsam nutzbare Plattform soll die noch bei zahlreichen Pilotprojekten vorherrschende Tendenz zu lokalen Insellösungen stoppen und die Anpassungs- und Nutzungskosten beim Aufbau telemedizinischer Dienste entscheidend und nachhaltig verringern. Vor diesem Hintergrund ist ein Förderwettbewerb für Technologieunternehmen geplant, dessen Bedingungen von der auf diesem Gebiet erfahrenen LifeTecRuhr e.V. aktuell erarbeitet werden.
Die zweite Säule basiert auf dem so genannten „Telemedizin-Finder“, einem Online-Angebot mit attraktiven Inhalten und Services rund um Möglichkeiten und Angebote telemedizinischer Versorgung für Patienten und Ärzte. Ein hoher Nutzen soll insbesondere für die Menschen in NRW geschaffen werden, die über die internetgestützte Plattform Informationen über telemedizinische Behandlungsmöglichkeiten, deren Inanspruchnahme und Vorteile im Vergleich zu klassischer Versorgung finden können. So soll der Aufbau der Plattform gegenwärtig vorherrschende Zugangsbarrieren zur Telemedizin wirksam bekämpfen.
Der Clou daran: Für NRW bildet die ZTG GmbH auf der neuen Plattform eine vollständige informationelle Kette - von der Erkrankung bis hin zum telemedizinischen Versorgungsangebot. Vorgesehen ist die Verknüpfung mit Gesundheit.nrw, dem Landesgesundheitsportal von Nordrhein-Westfalen, und den dort vorhandenen innovativen Suchmöglichkeiten.
Alle telemedizinischen Versorger sind deshalb jetzt schon aufgefordert, der ZTG GmbH ihre telemedizinischen Versorgungsangebote darzustellen. Hierzu bietet die ZTG ein Formular auf ihrer Website an, über das Stammdaten (Krankenhaus, verantwortlicher Arzt, Indikation, eingesetztes Verfahren, Vorhandensein eines IV-Vertrags, Ansprechpartner sowie kooperierende Krankenkassen) aufgenommen werden. Auch können Bedarfe für weitere telemedizinische Webservices und Informationsangebote geäußert werden.
Momentan wird auch ein Geschäftsmodell für diese Plattform entwickelt. Ziel ist, dass die Informationsangebote kostenfrei sind. Die Betriebskosten werden lediglich als Selbstkosten in Ansatz gebracht. Darüber hinaus ist aktuell daran gedacht, über nutzungsabhängige Entgelte einen attraktiven Zugang zu den Telematik-Anwendungsdiensten zu schaffen.
Die Funktionalität der Dienste soll daher im Sinne einer Machbarkeitsstudie bereits im Laufe des Projekts für alle Interessenten zur Erprobung bereitgestellt werden.
Wenn alles planmäßig verläuft, werden erste Inhalte des Portals schon auf der IT-Trends Medizin / Health Telematics 2007 präsentiert.
Direkt zum Projektsteckbrief auf der ZTG-Website:
http://www.ztg-nrw.de/content/e27/e3578/index_ger.html
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ZTG Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen GmbH
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Internet: http://www.ztg-nrw.de
ZTG Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen GmbH
Das im November 1999 auf Initiative der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen gegründete Unternehmen verfolgt das Ziel, durch die flächendeckende Einführung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien ins Gesundheitswesen die Behandlungsqualität bei begrenzten Ressourcen zu sichern, neuen Anwendungen Perspektiven im Gesundheitswesen zu eröffnen, innovative Entwicklungen in der Branche nachhaltig voranzutreiben und diese auf künftige Herausforderungen vorzubereiten.
Gesellschafter dieser in Deutschland einmaligen Public Private Partnership sind führende Informations- und Kommunikationstechnologie-Anbieter, Forschungsunternehmen sowie die öffentlichen Institutionen und Organisationen des Gesundheitswesens. Zur Realisierung ihrer Vision der umfassenden informationstechnologischen Vernetzung des Gesundheitswesens setzt sich die ZTG GmbH insbesondere dafür ein, die vielfältigen Akteure und Interessen in den Märkten des Gesundheitswesens in Form von Networking und der Anbahnung und Vermittlung von Kontakten zusammenzubringen.
VISUS Technology Transfer GmbH
Die VISUS Technology Transfer ist ein führender Anbieter von komplexen Bildmanagementlösungen in der Medizin. Die Produktpalette reicht von der reinen Bildbetrachtung bis hin zur krankenhausweiten oder standortübergreifenden Bildkommunikationsplattform. Der internationale DICOM-Standard sowie modernste Java-Technologien sind die entscheidenden Bausteine der Produktfamilie mit dem Namen JiveX.
Als Technologieunternehmen, das im Jahre 2000 aus der Universität Witten/Herdecke hervorgegangen ist, verfügt VISUS aufgrund von zahlreichen Referenzprojekten für das Comittee for the Advancement of DICOM in den USA über ein außergewöhnliches DICOM Know-How (Digital Imaging and Communication in Medicine). Dies ist eine entscheidende Grundlage für die am Firmensitz Bochum entwickelte Produktfamilie JiveX. JiveX wird international vermarktet und gehört zu den führenden Systemen mit derzeit mehr als 350 Installationen.
INNOVATIONS - TECHNOLOGIE - ZENTRUM MEDICOM ITZ-Medicom GmbH & Co. KG
Die ITZ Medicom wurde im Mai 1997 gegründet. Der Hauptfirmensitz ist in Willich am Niederrhein, zwei Niederlassungen befinden sich in Krefeld und in Dresden. Seit der Gründung sind die beiden Säulen des Unternehmens
a) Beratung von Kliniken im Bereich „Anschaffung von medizinischen Großgeräten, Aufbau von Netzwerkstrukturen (KIS-RIS-PACS-Projekte), sowie Anschaffung und Implementierung von klinikweiten Kommunikations-Softwareprodukten, wie z.B. PACS und Elektronische Patientenakten (EPR). Das Angebot reicht von der Analyse, dem Konzept über Wirtschaftlichkeits- und Machbarkeitstudien bis zur Ausschreibung entsprechend der gesetzlichen Vorschriften und zur Einführungsüberwachung.
b) Software zur Verbesserung des klinischen Workflows rund um alle Patienten relevanten Daten in einem Klinikum, einem Krankenhaus oder einer Facharztpraxis; abgebildet wird der Gesamtworkflow, von der Datenakquisition, über die Betrachtung, der Analyse/Diagnose, die abteilungs- oder klinikweite Verteilung, die Kurz/Langzeit-Archivierung, sowie dem ersten klinikweiten kardiologischem und radiologischem PACS, bis hin zur telemedizinischen Vernetzung unterschiedlicher Standorte in In- und Ausland inkl. der Anbindung von Heimarbeitsplätzen nach RöV. Gerade die Telemedizin hat in der Produktpalette einen sehr hohen Stellenwert erlangt. Das größte zusammenhängende kardiologische und kardiochirurgische Verbundnetzwerk basiert auf der Technologie der ITZ Medicom. Allein in Deutschland sind mit dieser Technologie und den ITZ Medicom SW-Produkten 32 Herzzentren mit insgesamt 180 kardiologischen und radiologischen Fachkliniken vernetzt, ganz aktuell werden Neurochirurgien eingebunden. Dieses Netzwerk stellt zukünftig auch eine ideale Plattform für die rasche Verbreitung und Akzeptanz neuer Technologien dar.
Zwei Siegerprojekte im Zukunftswettbewerb Ruhrgebiet, sowie die erfolgreiche Teilnahme an dem jährlich stattfindenden IHE-Connectathon, sind für das Team der ITZ Medicom die Basis, weiterhin hochmoderne Produkte zu entwickeln. Die ITZ Medicom bringt ihr Know-how aus dem Bereich Kardiologie, Kardiochirurgie, Radiologie, HIS, MIS und EPR in der konkreten Umsetzung der Schnittstellen, der Kommunikation, der Darstellung und der Archivierung ein.
LifeTechnologies Ruhr e.V.
Dem Life Technologies Ruhr e.V. (LifeTecRuhr) gehören mehr 100 Mitglieder an, darunter 70 Unternehmen, sämtliche Universitäten sowie weitere wissenschaftliche und wirtschaftsfördernde Einrichtungen. LifeTecRuhr mobilisiert, fördert und bündelt seit Anfang 2004 technologische Entwicklungen in der Gesundheitswirtschaft des Ruhrgebietes. Das Fundament sind die klinischen und wissenschaftlichen Stärken der Region. Darauf aufbauend fördert LifeTecRuhr Unternehmensverbünde und Unternehmensstandorte. Der Geschäftszweck von LifeTecRuhr ist das regionale Clustermanagement.
Technologische Profilbildung
LifeTecRuhr profiliert Kompetenzen von Wirtschaft und Wissenschaft an der Ruhr. Das Spektrum umfasst Medizintechnik (Biomaterialien, Prothetik, Bildgebung, Telemedizin), die Biomedizin (Bioverfahrenstechnik, Bioinformationstechnik, biomedizinische Mikrotechnik, Proteomics) und technologiegestützte innovative medizinische Dienstleistungen.









