(openPR) Weitere Belebung durch Regulierungsentscheidung zu Entgelten für Teilnehmeranschlussleitung (TAL) erwartet
Berlin, den 13. März 2007 – Ende März 2007 laufen die aktuellen monatlichen Entgelte für die Miete der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) bei der Deutschen Telekom aus. Zum 31. März muss die Bundesnetzagentur diese neu festlegen. Die Amerikanische Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany) sieht in dieser Neugenehmigung der TAL-Entgelte die Chance, die derzeit positive Entwicklung im deutschen Breitbandmarkt weiter und vor allem nachhaltig voranzutreiben.
Dank verbesserter und wettbewerbsfördernder Marktbedingungen in den letzten beiden Jahren, unter anderem auch aufgrund der Absenkung der TAL-Gebühren 2005, ist der deutsche Breitbandmarkt dynamischer geworden. Der Wettbewerb hat sich belebt. Für alternative Anbieter sind die Fortsetzung dieser Dynamik und faire Wettbewerbsbedingungen notwendige Voraussetzung für bestehende und weitere Investitionen. Endkunden profitieren jetzt von differenzierten Angeboten mit hohen Bandbreiten. Die Nachfrage nach konvergenten Anwendungen auf Basis eines Breitbandanschlusses, wie beispielsweise Sprachdienste oder Video-on-Demand, steigt stetig, Triple Play wird im Wettbewerb zur Realität. Nach Einschätzung von AmCham Germany kann sich allerdings die im deutschen Markt vorherrschende Dynamik und Innovationskraft nur in ähnlichem Tempo weiterentwickeln, wenn auch künftig von einer konsistenten und konsequenten Regulierung ausgegangen werden kann. Wesentlicher Meilenstein dafür ist die anstehende Entscheidung der Monatsentgelte für die TAL.
TAL, der Zugang zur letzten Meile
Die TAL ist eines der wichtigsten Vorleistungsprodukte für den Infrastrukturwettbewerb, denn sie ermöglicht den alternativen Anbietern den kompletten Zugriff auf die letzte Meile und macht damit für sie den Weg frei in die Haushalte. Um nachhaltig den Wettbewerb auf dieser Strecke zu fördern, ist die Bepreisung der TAL von erheblicher Bedeutung. Die Absenkung der betreffenden Gebühren im Jahre 2005 war ein Signal in die richtige Richtung, an das es nun anzuknüpfen gilt. Internationale Vergleiche zeigen, dass ein weiteres Absenkungspotenzial gerade im Bereich der TAL
eine nachhaltige, erfolgreiche Belebung des deutschen Breitbandmarktes deutlich fördern würde. Nach wie vor liegen die TAL-Gebühren in Deutschland im europäischen Vergleich weit über dem Durchschnitt.
Eine weitere Senkung der TAL-Monatsentgelte würde vor allem Investitionen der Infrastrukturdienstleister in den Ausbau ihrer Netze fördern, um hochbreitbandige konvergente Dienste nahezu flächendeckend anbieten zu können. Andernfalls werden solche Investitionen ausbleiben beziehungsweise bestehende untergraben. Der gerade sich dynamisch entwickelnde DSL-Markt würde wieder abflauen und Deutschland könnte zurück auf einen der hinteren Plätze im internationalen Vergleich fallen. Daher gilt es, die Chance des bestehenden Breitband-Potenzials in Deutschland zu nutzen, welches nicht zuletzt mit einer richtungsweisenden Entscheidung im TAL-Umfeld erschlossen werden kann. Der Bundesnetzagentur kommt demnach in diesem Kontext eine hohe Verantwortung für die aktuelle Breitbandentwicklung zu – die Fortsetzung und Ausweitung der Dynamik und Innovationskraft des Breitbandmarktes liegt in ihrer Hand. Eine Absenkung der Monatsentgelte für die TAL auf ein vergleichbares europäisches Niveau ist der richtige Schritt, die positive Regulierungspolitik der letzten beiden Jahre weiter fortzusetzen und damit die Wettbewerbskraft auch künftig deutlich zu steigern.



