openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Weltraumtechnologie für die Lebenswissenschaften

Im Nanokosmos: Hochpräziser Mikrogreifer von Nascatec und Ameise
Im Nanokosmos: Hochpräziser Mikrogreifer von Nascatec und Ameise

(openPR) Zuzug aus Hessen: Die Nascatec GmbH entwickelt und produziert Sensoren für die Mikro- und Nanoanalytik jetzt in der BioRegion STERN

(Stuttgart) - Wer sich anschickt, den Nano-Kosmos zu erforschen, findet in der Nascatec GmbH den richtigen Ansprechpartner. Als Weltmarktführer in der hochauflösenden optischen Nahfeldmikroskopie entwickelt und produziert das Unternehmen High Tech-Lösungen in den Bereichen der Mikrosystemtechnik und Nanoanalytik. Ob Industrie oder Forschung - Nascatec-Produkte kommen in allen Anwendungsbereichen der Nano- und Mikrotechnologie zum Einsatz. Die Rosetta-Mission der ESA rüstete sich ebenso mit den Nascatec-Sensoren aus wie die Stardust-Mission der NASA. Zum namhaften Kundenkreis zählen außerdem SEIKO, Seagate, Motorola, SAAB, BASF und das Bundeskriminalamt. Kamen Nascatec-Produkte bisher überwiegend in der Raumfahrttechnik zum Einsatz, nimmt das Unternehmen nun verstärkt die Biotechnologie ins Visier. Die Neuansiedlung in der baden-württembergischen BioRegion STERN legt dafür den Grundstein.



Der erste piezoresistive AFM-Sensor (engl. Atomic Force Microscope), den Nascatec in Zusammenarbeit mit der europäischen Weltraumbehörde ESA für das hochauflösende Rasterkraftmikroskop Midas entwickelt hat, wird im Jahr 2014 auf den Kometen 67P, Churyumow-Gerasimenko, treffen. Als eines von elf Instrumenten an Bord der europäischen Raumsonde "Rosetta" wird es die Feinstruktur der winzigen Staubpartikel von 67P unter die Lupe nehmen. Das integrierte Nascatec-Messgerät im Nano-Maßstab vermag die Oberfläche der Staubpartikel auf ihre magnetischen und elektrischen Eigenschaften hin zu untersuchen und in ihrer Zusammensetzung zu bestimmen. Mit dreidimensionalen Abbildungen liefert es Material für weitere wissenschaftliche Analysen. Die zehnjährige Reise für sieben Milliarden zurückgelegte Kilometer wird ein neuer Meilenstein in der Erforschung von Himmelskörpern. Die ESA-Wissenschaftler erwarten neue Erkenntnisse über die Entstehung des Lebens auf der Erde - schließlich sind Kometen Überreste des Urnebels, aus dem sich das Sonnensystem vor rund 4,6 Milliarden Jahren formte.

In gerade einmal vier Jahren haben der Elektrotechniker Dr. Tomasz Debski und der Diplom-Physiker Wolfgang Barth den weltraumtauglichen Sensor für die Rosetta-Mission entwickelt, die kürzlich mit ihrem Vorbeiflug am Roten Planeten Mars für erste Schlagzeilen sorgte. Das europäische Rosetta-Projekt war Gegenstand der Doktorarbeit der Nascatec-Gründer an der Universität Kassel. Noch in der Entwicklungsphase für die Sensortechnik wagten Debski und Barth den Schritt in die Selbständigkeit - mit der ESA als erstem Kunden und Startkapital aus dem Businessplan-Wettbewerb "Promotion Nordhessen". Seitdem hat sich das Kasseler Spin off-Unternehmen auf High Tech-Lösungen in den Bereichen Mikrosystemtechnik und Nanoanalytik spezialisiert: Mit optischen und mechanischen Sensoren von Nascatec lassen sich Oberflächen im Nanometerbereich analysieren. Außerdem werden Mikrogreifer produziert, mit denen sich nanotechnologische Bauteile und Vorgänge steuern und bearbeiten lassen. Da Debski und Barth erfolgreich einen Nischenmarkt erschlossen haben, sind sie bis heute fast ohne Fremdkapital ausgekommen. Nascatec hat nicht nur die ersten piezoresistiven AFM-Sensoren, sondern auch den weltweit ersten auf der Cantilever-Technologie basierenden SNOM-Sensor entwickelt, der Oberflächen mit Hilfe der optischen Messung analysiert. "Cantilever sind Mikro-Biegebalken, die man sich wie Plattenspielernadeln vorstellen muss", sagt Barth. "Statt eines Tons wird eben ein Bild erzeugt." Wie von der Platte zur CD sei man in der Physik von der mechanischen zur optischen Oberflächenanalytik gekommen, die im Life Science-Bereich "das Tool schlechthin" sei. Ein Loch - 10.000 Mal kleiner als der Durchmesser eines Haares - in einer hohlen, konischen "Plattenspielernadel" bewirke nicht nur spezielle optische Effekte, sondern erweitere auch die bisher bekannten Grenzen der Auflösung.

Im Jahr 2007 will Nascatec ganz neue Wege einschlagen. Bisher konsequent auf das Thema Nano-Sensorik für anorganische Materialien konzentriert, wollen die beiden Geschäftsführer ihr Produktportfolio nun erweitern und zunehmend im Life Science-Bereich tätig werden. "Die Anfragen aus der Branche sind so zahlreich, dass wir unsere Nanoanalyse-Lösungen für die Untersuchung organischer Oberflächeneigenschaften in der Biotechnologie weiterentwickeln wollen", sagt Wolfgang Barth. Baden-Württemberg biete genau das passende Umfeld, so dass es sinnvoll gewesen sei, den Sitz des Unternehmens in die BioRegion STERN zu verlegen. Im Engineering Park STEP in Stuttgart-Vaihingen, wo Nascatec seit November 2006 ansässig ist, fand man perfekte Bedingungen hinsichtlich Laborausstattung, wissenschaftlichem Umfeld und Finanzierung vor.

Rund 160.000 Euro direkte Projektförderung aus dem Nanobiotechnologie-Verbundprojekt des BMBF sowie die in Kooperation mit der Universität Stuttgart genutzten, großzügigen Reinraumkapazitäten garantieren dem Unternehmen gleichzeitig die Nähe zur Forschung und schaffen beste Voraussetzungen für die Etablierung im Life Science-Markt. Kontakte zur Branche haben die Geschäftsführer bereits geknüpft - jetzt geht es vor allem darum, die Nano-Module für die Life Science-Branche nutzbar zu machen. Die Beteiligung am BMBF-Verbundprojekt ziele auf die Entwicklung eines optischen Nahfeldmikroskops zur Untersuchung von Membranproteinen in lebenden Zellen, so Barth.

Perfekte Unterstützung fanden die "Übersiedler" bei der BioRegio STERN Management GmbH und bei ihrer neuen Hausbank. "Den Beratern bei der Kreissparkasse Böblingen war klar, dass wir mit unserer Technologie nicht zehn Jahre warten können, sondern sofortige Unterstützung brauchen", sagt Dr. Tomasz Debski, der aber auch auf zusätzliche Co-Finanzierungen über europäische Kooperationen und BMBF-Projekte verweisen kann. So entwickelt Nascatec im Verbundprojekt RoboMat des BMBF verschiedene neuartige Sensoren für Mikroroboter zur Bestimmung von Mikro-Materialeigenschaften. Mit Hilfe von Netzwerken, allen voran der BioRegio STERN Management GmbH, will Nascatec die Expansion im Life Science-Bereich weiter forcieren. Beflügelt durch den Umzug nach Stuttgart, denken Barth und Debski nun an erste Auslandsniederlassungen in England und den USA. "Mit den vergrößerten Reinraumkapazitäten, der Life Science-Infrastruktur und der Flughafenanbindung vor der Tür haben wir hier beste Voraussetzungen, um unsere neuen Ziele anzupacken", sagt Debski.
zk-big

Herausgeber:
BioRegio STERN Management GmbH, Friedrichstraße 10,
70174 Stuttgart, 0711-8703540, E-Mail
Redaktion: Zeeb Kommunikation, Hohenheimer Straße 58a, 70184 Stuttgart,
0711-6070719, E-Mail
Nascatec GmbH: Dr. Tomasz Debski und
Dipl. Phys. Wolfgang Barth, Geschäftsführer,
Wankelstraße 14, 70563 Stuttgart, 0711-68689490, E-Mail

Über BioRegio STERN:
In der baden-württembergischen Region Stuttgart, Tübingen, Esslingen, Reutlingen und Neckar-Alb ist die BioRegio STERN Management GmbH gemeinsames Kompetenznetzwerk, Anlauf- und Beratungsstelle für Existenzgründer, Unternehmer und Forscher im Bereich Biotechnologie. BioRegio STERN fördert die Zusammenarbeit unterschiedlichster Disziplinen wie Medizin, Prozesstechnik, Sensorik, Ernährungswissenschaft, biochemische Analytik und Bioinformatik. Einen bedeutenden Schwerpunkt bildet die Regenerationsbiologie.

BioRegio STERN vertritt die Interessen der Existenzgründer, Unternehmer und Forscher gegenüber Politik, Medien und Verbänden, bündelt Wirtschaftsförderung und Marketing, berät bei Förderanträgen und Unternehmensfinanzierungen und stützt diese Arbeit durch eine engagierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 124232
 1973

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Weltraumtechnologie für die Lebenswissenschaften“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von BioRegio STERN GmbH

Bild: 13. Biotech & Finance Forum am 18. Juni 2007 in StuttgartBild: 13. Biotech & Finance Forum am 18. Juni 2007 in Stuttgart
13. Biotech & Finance Forum am 18. Juni 2007 in Stuttgart
Südwest-Biotech im Fokus internationaler Finanziers Das hochkarätig besetzte Biotech & Finance Forum bietet den innovativsten Biotechnologie- und Medizintechnik-Unternehmen aus ganz Europa wie auch allen anderen Interessierten aus dem Life Science-Bereich ein exklusives Zusammentreffen mit international tätigen Investoren aus den Bereichen Private Equity und Venture Capital. "Dass die 13. Auflage des Forums in der BioRegion STERN stattfindet, verweist einmal mehr auf das Potenzial der hiesigen Biotech-Landschaft", betont Dr. Klaus Eichenberg…
Bild: Südwest-Biotech im Fokus internationaler FinanziersBild: Südwest-Biotech im Fokus internationaler Finanziers
Südwest-Biotech im Fokus internationaler Finanziers
13. Biotech & Finance Forum am 18. Juni 2007 in Stuttgart Das hochkarätig besetzte Biotech & Finance Forum bietet den innovativsten Biotechnologie- und Medizintechnik-Unternehmen aus ganz Europa sowie insbesondere aus dem Südwesten Deutschlands ein exklusives Zusammentreffen mit international tätigen Investoren aus den Bereichen Private Equity und Venture Capital. "Dass die 13. Auflage des Forums in der BioRegion STERN stattfindet, verweist einmal mehr auf das Potenzial der hiesigen Biotech-Landschaft", betont Dr. Klaus Eichenberg, Geschäfts…

Das könnte Sie auch interessieren:

Dritter ZB MED Science Slam war voller Erfolg
Dritter ZB MED Science Slam war voller Erfolg
Mit großer Fotoaktion setzte ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften ein Zeichen gegen drohende Schließung Am Dienstag, den 19.4.2016, feierte ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften den ersten Geburtstag seines Suchportals LIVIVO mit einem großen Science Slam. Die ausverkaufte Veranstaltung nutzte ZB MED auch dafür, …
Bild: Ausschreibung des Forschungspreises 2020 zur Förderung der LebenswissenschaftenBild: Ausschreibung des Forschungspreises 2020 zur Förderung der Lebenswissenschaften
Ausschreibung des Forschungspreises 2020 zur Förderung der Lebenswissenschaften
Die Peter und Traudl Engelhorn Stiftung zur Förderung der Lebenswissenschaften gibt bekannt: Ausschreibung des Forschungspreis 2020, der mit EUR 10.000.- dotiert ist, zum Thema „Neue Methoden in Forschung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) und Maschinellem Lernen (ML) in den Lebenswissenschaften”. Gefördert wird eine herausragende wissenschaftliche …
Terminankündigung: 3. ZB MED Science Slam am 19. April 2016
Terminankündigung: 3. ZB MED Science Slam am 19. April 2016
Fünf Slammerinnen und Slamer zeigen, wie vielseitig die Lebenswissenschaften sind Am 19. April 2016 findet der dritte ZB MED Science Slam statt. Thematisch wird sich alles um die Lebenswissenschaften drehen. Denn Anlass für den Slam ist der erste Geburtstag von LIVIVO, dem größten lebenswissenschaftlichen Suchportal Europas. LIVIVO ist ein Angebot von …
Bild: Neue Website www.zbmed.deBild: Neue Website www.zbmed.de
Neue Website www.zbmed.de
ZB MED - Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften präsentiert sich mit neuem Internetauftritt Das Jahr 2015 beginnt für ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften mit einem Knall: Am 15. Januar 2015 präsentierte sich das Informationszentrum unter der Webadresse www.zbmed.de mit seinem neuen Internetauftritt. Neu ist nicht nur das …
Suchportal LIVIVO geht online
Suchportal LIVIVO geht online
ZB MED startet mit Beta-Version für neues Suchportal ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften bündelt seine Angebote. Heute ist die Beta-Version des neuen Suchportals LIVIVO für die Fächer Medizin, Gesundheitswesen, Ernährungs-, Umwelt- und Agrarwissenschaften online gegangen. Nun bietet ZB MED seinen lebenswissenschaftlichen Fächerkanon …
Förderung Forschungsprojekt zur Digitalisierung der Lebenswissenschaften mit rund 550.000 Euro
Förderung Forschungsprojekt zur Digitalisierung der Lebenswissenschaften mit rund 550.000 Euro
… Oktober) mit. --- „Baden-Württemberg muss zur Stärkung seiner Zukunftsfähigkeit neue Wertschöpfungsfelder erschließen. Die intensivere wirtschaftliche Nutzung der Forschung etwa im Bereich der Lebenswissenschaften ist ein solches Feld. Unsere Unterstützung für ein Projekt der Digitalisierung nach dem Vorbild der ‚Industrie 4.0‘ eröffnet in lebenswissenschaftlichen …
Zehn Jahre internationale Jahrestagung des GGL
Zehn Jahre internationale Jahrestagung des GGL
Internationale Promovierende präsentieren am 27. und 28. September 2017 neueste Forschungsergebnisse aus den Lebenswissenschaften --- In neun Sektionen, die von Biotechnologie über Neurowissenschaften bis hin zu Ernährung reichen, forschen Promovierende des Gießener Graduiertenzentrums für Lebenswissenschaften (GGL) an der Justus-Liebig-Universität Gießen …
Fördermittel für Open-Access-Infrastrukturen: BMBF unterstützt ZB MED-Projekt
Fördermittel für Open-Access-Infrastrukturen: BMBF unterstützt ZB MED-Projekt
… Stabilisierung von Open-Access-Publikationsinfrastrukturen zum Ziel hat. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat einen entsprechenden Projektantrag von ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften bewilligt. Es stellt dafür Drittmittel in Höhe von rund 300.000 Euro bereit. Mit den Geldern wird das Informationszentrum in den kommenden …
Zur Zukunft der Lebenswissenschaften an der Universität Leipzig
Zur Zukunft der Lebenswissenschaften an der Universität Leipzig
Die Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Leipzig ist unter neuer Zusammensetzung und mit einem aktualisiertem Zukunftskonzept ins Wintersemester gestartet. Beim Fakultätsempfang am 2. November in der Orangerie des Botanischen Gartens wird die strategische Neuausrichtung der Fakultät geladenen Gästen vorgestellt. Auch interessierte Medienvertreter …
Bild: Talking World War & The Nato Gang - Michel Montecrossa's CD über den Weltkriegs-Zirkus von Politik und BankenBild: Talking World War & The Nato Gang - Michel Montecrossa's CD über den Weltkriegs-Zirkus von Politik und Banken
Talking World War & The Nato Gang - Michel Montecrossa's CD über den Weltkriegs-Zirkus von Politik und Banken
… sein, die wirkliche Anführer im Dienste der Menschheit sind und die die Vereinigten Staaten des Planeten Erde herbeiführen werden sowie den Übergang von Kriegsindustrie zur Weltraumtechnologie und somit den fundamentalen Wandel von immenser Zerstörung hin zu Frieden, Fortschritt und Wohlstand für uns alle. Das Musikvideo zu ‘Talking World War & The …
Sie lesen gerade: Weltraumtechnologie für die Lebenswissenschaften