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Workshop zu Trusted Computing im Behördenumfeld

02.03.200717:30 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Berlin / Bonn, 2. März 2007. Rund siebzig IT- und Verwaltungsexperten aus Europa sowie Japan, Neuseeland und den USA diskutierten am 26. und 27. Februar 2007 im Bonner Wissenschaftszentrum die Perspektiven von Trusted Computing (TC) [Fußnote 1]. Die Veranstaltung „Trusted Computing from a European Perspective – The Impact on the Public Sector“ erörterte in Vorträgen und Diskussionen die Chancen und Risiken des Einsatzes der vertrauenswürdigen Informationstechnik im Behördenbereich. Der Workshop wurde vom Bundesministerium des Inneren im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft veranstaltet und vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) organisiert.

Dr. Markus Dürig, Leiter des Referats IT-Sicherheit im Bundesministerium des Innern, erläutert die Ziele des Workshops: „Mit dem Workshop stellen wir das in den EU-Mitgliedsstaaten vorhandene Wissen zu Trusted Computing auf eine breitere Basis. Die Teilnahme von 19 EU-Mitgliedstaaten, der EU-Kommission und der Industrie belegt das hohe Interesse an TC.“

Mark Schiller, Präsident der Trusted Computing Group (TCG, www.trustedcomputinggroup.org) und Direktor Sicherheitsstrategie von Hewlett-Packard, USA, begrüßt die Gelegenheit, beim Workshop in Bonn mit den EU-Mitgliedstaaten über die Auswirkungen von TC auf die Verwaltung zu diskutieren.

„Wir glauben, dass TC bedeutende Vorteile für die IT-Sicherheit im Behördenbereich, in der Industrie und für Bürger hinsichtlich der Systemintegrität, des Datenschutzes und des Schutzes vor Angriffen hat“, erläutert Schiller.

Schiller betont den positiven Einfluss des Engagements der EU-Mitgliedsstaaten auf die Vorhaben der Industrie bei Trusted Computing-Standards und -Produkten und ergänzt: „Die TCG freut sich auf die Weiterführung des konstruktiven Dialogs zum Zusammenspiel von IT-Sicherheit und dem Einsatz im öffentlichen Bereich.“

Den hohen Stellenwert von TC bestätigt Dr. Udo Helmbrecht, Präsident des BSI: „Trusted Computing beinhaltet Funktionen, die die Sicherheit der heutigen IT-Systeme für den Massenmarkt steigern können. Der Einsatz der Systeme in der Verwaltung, zum Beispiel bei E-Government, erfordert eine ständige Weiterentwicklung sowohl der aktuellen TCG-Spezifikationen als auch der heute verfügbaren Implementierungen. Im Bereich der Hochsicherheit werden aber weiterhin Speziallösungen benötigt.“

Die Vorträge und Diskussionen des Workshops verdeutlichten, dass Trusted Computing einen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit von IT-Anwendungen und -Lösungen im Behördenumfeld leisten kann. Jedoch wird von der Industrie jetzt erwartet, dass sie im nächsten Schritt sichere, vertrauenswürdige und interoperable Implementierungen entwickelt, damit dann darauf aufbauende Anwendung in E-Government und E-Commerce eine vertrauenswürdige Basis erhalten.

[Fußnote 1]Trusted Computing ist eine Initiative von Industrie und Wissenschaft, um das Vertrauen in heutige IT-Plattformen (PCs, Laptops, Handys und PDAs) durch technische Maßnahmen zu stärken. Dabei soll in die unterschiedlichen IT-Plattformen ein Sicherheits-Chip – das Trusted Platform Module (TPM) – integriert und durch vertrauenswürdige Betriebssysteme und eine vertrauenswürdige Infrastruktur ergänzt werden. Das TPM soll Funktionen zur Verfügung stellen, um die Integrität der Plattform zu prüfen. Zusätzlich kann der Chip Funktionen zur Verfügung stellen, um Daten hardwaregestützt zu verschlüsseln oder zu signieren oder die Plattform gegenüber Dritten zu authentisieren.

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
Godesberger Allee 185-189
53175 Bonn

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