(openPR) Bildungsbootcamp statt Impfpflicht
Diplom Pädagogin schlägt Alarm
Die Diskussion um eine allgemeine Impfpflicht geht nach Ansicht der erfahrenen Lerntherapeutin, Autoren, Pädagogin und Mutter in eine völlig falsche Richtung. Verschwörungstheorien und das Ablehnen der schützenden MRNA-Impfung gründen sich auf Halbwissen, fantasievolle Horror-Szenarien und auf die kritiklose Akzeptanz von möglichst lauten und plumpen Meinungen auf allen Kanälen, vorwiegend in den sozialen Medien. Sie fordert ein Umdenken und eine Bildungsoffensive.
„Diese Entwicklung ist besorgniserregend und erstreckt sich auf alle gesellschaftlichen und politischen Bereiche, nicht nur auf die Pandemie“, behauptet die Pädagogin. „Wenn wir nicht endlich gegensteuern, werden die dummdreisten Kommentare im Internet und die Eigengefährdung der Gegner noch unser geringstes Problem sein.“
Als jüngstes Beispiel nennt sie die Ermordung von zwei PolizistInnen, die neben viel Trauer und Fassungslosigkeit auch brutale und empathielose Äußerungen in den sozialen Medien ausgelöst hat. Teilweise wurde sogar offen zum Mord an weiteren Polizisten aufgerufen. Die eigentliche Tat, die Trauer der Angehörigen und das Ende eines erfüllten und befriedigenden Lebens der Täter wird nicht wahrgenommen oder angedacht. „Es gelingt Jugendlichen einfach immer weniger, Dinge weiterzudenken, sich in andere hineinzuversetzen und Gut von Böse zu unterscheiden. Ungebildete Mitläufer und strategisch aufgestellte Seelenfänger nutzen dann solche Ereignisse, um andere zu manipulieren und vom rechten Weg abzubringen.“
„Doch warum gelingt das immer öfter?“ fragt Reimann-Höhn, die in ihrer langjährigen Arbeit als Lerntherapeutin und Chefredakteurin engen Kontakt zu Kindern, Jugendlichen und deren Eltern hat. Inzwischen betreibt sie einen sehr erfolgreichen YouTube Kanal www.youtube.com/lernfoerderung , eine Internetseite mit Lerntipps www.lernfoerderung.de und einem Block www.reimann-hoehn.de mit Millionen Zugriffen. Sie stellt fest, dass die E-Mails und Kommentare sich rasend schnell verändern. In erster Linie geht Wissen verloren, und das führt schnell dazu, falschen Fährten zu folgen. Immer öfter klärt sie in ihren Kommentaren auf und vermittelt Grundwissen, das eigentlich längst vorhanden sein sollte.
„Bildung macht Spaß, das haben Kinder und Jugendliche durch die Reizüberflutung und die kurz getakteten Unterhaltungsmedien leider vergessen. Sie langweilen sich nicht mehr, weil es ständig etwas zu konsumieren gibt. Dadurch haben sie eine wertvolle Fähigkeit verloren – sich selber um etwas zu bemühen, sich anzustrengen und dann auch den Erfolg zu genießen.
„Deshalb sollten wir als PädagogInnen und Erziehungsberechtigte endlich gegensteuern. Legen wir doch den Schwerpunkt auf die Vermittlung von Wissen, das bei den Kindern und Jugendlichen Erfolgserlebnisse generiert und ihre Lust am Weiterlernen befeuert. Vielleicht mit attraktiven, kostenfreien Bildungscamps in den Ferien. Damit könnten wir zum einen die Defizite der Pandemie aufarbeiten und zum anderen endlich wieder eine Generation mit Spaß am Gestalten und kritischem Blick heranziehen.“
Und auch für die Schule und die Lehrkräfte hat sie einen Vorschlag: „Regelmäßige Diskussionsrunden zu aktuellen Themen ab der ersten Klasse, bei denen gemeinsam im Internet recherchiert wird. So lernen schon die kleinsten, Fake-News von seriösen Nachrichten zu unterscheiden und sich eine fundierte eigene Meinung zu bilden. Dass dabei auch kontroverse Diskussionen stattfinden und ausgehalten werden, ist ein weiterer Pluspunkt. So geht Zukunft in der Pädagogik.“









