(openPR) 13. Oktober 2021
Die Online-Buchhandlung Autorenwelt-Shop beteiligt nun auch Übersetzerinnen und Übersetzer an den Einnahmen.
Das Übersetzen von Romanen ist eine ziemlich brotlose Kunst. Der Verband der Literaturübersetzer warnt vor „spartanischen Lebensbedingungen“. Auf die müsse sich einstellen, wer Bücher übersetze, heißt es auf seiner Website.
Aber muss das so sein? Kann man die Übersetzerinnen und Übersetzer nicht besserstellen?
Das fragten sich die Betreiber des Autorenwelt-Shops. Die nachhaltig wirtschaftende Online-Buchhandlung in Verantwortungseigentum beteiligt bereits Autorinnen und Autoren an den Verkäufen ihrer Bücher. Sie beschlossen, dieses Autorenprogramm für Übersetzer*innen zu öffnen und zu erweitern.
Seit letztem Wochenende ist es nun so weit: Wer jetzt im Autorenwelt-Shop Übersetzungen kauft, unterstützt damit Übersetzerinnen und Übersetzer. Diese erhalten ab sofort bis zu 7 Prozent vom Ladenpreis für jedes von ihnen übersetzte und verkaufte Exemplar. So viel zahlt die Autorenwelt auch den Autor*innen. „Beide Parteien als Worturheber*innen gleich zu behandeln ist uns wichtig“, erklärt Eva Stütze, Gesellschafterin der Autorenwelt.
7 Prozent sind in der Buchbranche eine Menge Geld. Denn Buchhandlungen nehmen von einem Buch, das im Laden 10,00 Euro kostet, rund 3,50 Euro ein. Die übrigen 6,50 Euro teilen sich Großhändler, Verlag und Autor*in. „Zwar zahlen wir als Online-Buchhandlung keine Miete“, sagt Eva Stütze. „Aber natürlich gehen von unserem Anteil als Buchhändler die Versandkosten für das Buch und alle anderen Kosten ab, die wir haben. Zum Beispiel die Gebühren für die Bezahldienstleister oder die Serverkosten.“
Damit die 7-Prozent-Beträge den jeweiligen Autor*innen und jetzt auch Übersetzer*innen gutgeschrieben werden können, hat die Autorenwelt das sogenannte Autorenprogramm entwickelt. Es bildet die Schnittstelle zwischen Online-Buchhandlung, Übersetzer*in und Autor*in. Die Teilnahme daran ist kostenlos. Sie ist Voraussetzung, um das zusätzliche Honorar von 7 Prozent zu bekommen.
„Das Autorenprogramm ordnet die eingehenden Beträge den jeweiligen Urheber*innen zu“, erklärt Eva Stütze. „Über 2.100 Autor*innen nehmen bereits daran teil. Und seit letztem Wochenende melden sich viele Übersetzerinnen und Übersetzer an. Eigentlich müssten wir es umtaufen: in ‚Autoren- und Übersetzerprogramm‘. Oder in ‚Worturheberprogramm‘. Aber das klingt doch etwas sperrig.“
Kann das Programm die 7 Prozent keinem Autor oder keiner Übersetzerin zuordnen, fließt das Geld in einen Extratopf. Was sich dort ansammelt, leitet die Autorenwelt regelmäßig an das Netzwerk Autorenrechte mit seinen 15 Autoren- und Übersetzerverbänden weiter. „Insofern“, sagt Eva Stütze, „haben wir die Übersetzer*innen schon in den letzten Jahren unterstützt. Aber was wir jetzt machen, ist eine Nummer größer.“
Und was ist, wenn sowohl die Autorin als auch der Übersetzer eines Buches am Autorenprogramm teilnehmen, wollen wir von Eva Stütze wissen. „Kein Problem“, erklärt sie. „Dann erhalten beide 3,5 Prozent. Natürlich kommen so – bezogen auf diesen einen Buchkauf – keine riesigen Summen zustande. Aber stellen Sie sich bitte einmal vor, der Autorenwelt-Shop wäre so groß wie der Buchsektor von Amazon ...“
Vor spartanischen Lebensbedingungen bräuchte der Übersetzerverband dann wohl nicht mehr zu warnen.
Pressekontakt
Für Informationen/Gespräche und Pressefotos vom Autorenwelt-Team wenden Sie sich bitte an:
Autorenwelt GmbH, Sandra Uschtrin, +49.8143.3669-700, ![]()
www.autorenwelt.de, https://shop.autorenwelt.de







