(openPR) Die Stadt Freiburg gibt vor, durch ihre Politik die Innenstadt durch den Erhalt und Förderung des Einzelhandels wieder lukrativ für die Menschen machen zu wollen.
Doch die Wirklichkeit sieht für mich wirklich ganz anders aus, denn ab heute wird die Brücke zwischen der Gerberau und der Adelhauserstraße für voraussichtlich 8 Monate gesperrt.
Diese Brücke ist der wichtigste Zugang von der Innenstadt zur Adelhauserstraße und somit Überlebens wichtig für viele Geschäfte und Restaurants in diesem Areal.
Diese Sperrung geschieht nun ausgerechnet in der für den Einzelhandel umsatzstärksten Zeit, dem kommenden Weihnachtsgeschäft. Für mich völlig unverständlich, denn erst sind die Umsätze wegen Corona eingebrochen und nun bekomme ich den nächsten Knüppel vor die Füße geworfen.
Deshalb führte ich mit den Verantwortlichen der Stadt Freiburg ein langes Gespräch.
Ich legte dar, dass der Einzelhandel wegen des Corona bedingten Lockdowns und den damit verbundenen Einschränkungen und Schließungen eine schwierige, entbehrungsreiche Zeit überstehen musste.
Gerade erst laufen die Geschäfte wieder an, jedoch wird die Sperrung der Brücke alle Bemühungen, wieder ein Stück Normalität in der Geschäftswelt herstellen zu können, zu Nichte machen, denn die Laufkundschaft wird mir durch diese Brückensperrung erneut fehlen.
Daher fragte ich bei den Verantwortlichen der Stadt Freiburg nach, warum diese Sperrung in dieser Form und Zeit notwendig ist. Kann man diese Baumaßnahme nicht ins Jahr 2022 verschieben, um zu verhindern, dass die hier ansässigen Betriebe nicht durch erneute, nicht selbst verschuldete Umsatzeinbußen in den Ruin getrieben werden? Ich fragte auch nach, warum die Bauzeit auf
8 Monate veranschlagt wird, es geht um die Erneuerung einer kleinen Brücke. Mancher Neubau einer Autobahnbrücke erfolgt da wesentlich schneller.
Die Antwort der Verantwortlichen der Stadt Freiburg war:
Diese Baumaßnahme wird vom Bund bezuschusst und man muss dieses Geld dieses Jahr nehmen und die Baumaßnahme daher dieses Jahr beginnen. Das Baufenster muss in einer Zeit liegen, in der der Bach abgestellt ist, dies ist nur wenige Monate im Jahr wegen anfallender Reinigungsarbeiten der Fall.
Ich vermisse bei dieser Planung jegliches Feingefühl der Stadt Freiburg gegenüber dem Einzelhandel.
So kommt der Einzelhandel sicher nicht wieder auf die Füße.
Wo ist ein, dieser besonderen Zeit und Situation geschuldeter, individueller und für alle Seiten tragbarer Lösungsansatz? Wo das Augenmaß? Wo die soziale Komponente?
Ich kann nicht erkennen, wie die Stadt mit dieser Maßnahme zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt ihrem Versprechen nachkommt, dass die Politik an den Handel denkt, die Menschen und deren Existenz schützen möchte.
Meine Existenz sehe ich durch diese starre Planung und Durchführung der langen Brückensanierung zur Unzeit, nach einer verlustreichen Zeit, definitiv gefährdet.










