(openPR) Nachhaltigkeit bei Verpackungen - ein diffiziles Thema
Nachhaltige Verpackung ist ein Thema, mit dem sich insbesondere die Verpackungsindustrie seit Jahren konstruktiv auseinandersetzt. Diese stand auch im Vordergrund eines Interviews mit Winfried Batzke, Präsident deutsches Verpackungsinstitut, in dem er zu diesem Fragenkomplex umfassend und kompetent Auskunft gab. Hintergrund bildete die Zahl von etwa 20 Millionen Tonnen Verpackungsabfall, die laut Bundesumweltamts (UBA) im Vorjahr ermittelt wurden. Den Spitzenplatz nehmen Papierabfälle und Kunststoff ein, die zu 87,8 beziehungsweise 50 Prozent wiederverwertet wurden.
Verpackungen sind nicht nur negativ zu sehen
Verpackungen dienen einem vielfachen Zweck. Sie können nicht nur das Produkt vor Umwelteinflüssen, sondern auch die Umwelt vor dem Produkt selbst schützen. Zudem tragen sie zu dessen Haltbarkeit bei, sind leicht stapel- und transportierbar und ermöglichen es, Informationen an die Verbraucher weiterzugeben. Man kann also feststellen, dass Verpackungen durchaus unter einem positiven Aspekt zu sehen und wertvoll für die Umwelt sind.
Suche nach neuen Wegen in der Verpackungsindustrie
Die Industrie setzt auf die Karte “Nachhaltige Verpackung” und unternimmt alle erdenklichen Anstrengungen, um sich diesem ehrgeizigen Ziel so weit wie möglich anzunähern. Dabei entfaltet sie ihr kreatives Potential und geht neue, manchmal überraschende Wege. So setzt sie beispielsweise Verpackungen aus biologisch abbaubaren sowie aus kompostierbaren Kunststoffen ein. Ebenso Verpackungen auf Holzbasis. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie bis zu sechsmal recycelt werden kann und etliche Gestaltungsmöglichkeiten zulässt.
Aluminium besitzt hohe Recyclefähigkeit
Aluminium erfreut sich als aufgrund seines geringsten Gewichts sowie seiner Kälte- und Hitzebeständigkeit als Verpackungsmaterial und Küchenhelfer großer Beliebtheit. Man erinnere nur an die Coladose oder die Meerrettichtube. Immerhin 75% aller Aluminiumreste lassen sich wiederverwerten. Und der gleiche Prozentsatz an dem bisher produzierten Leichtmetall ist noch immer im Umlauf. Problematisch sind allerdings die Verbundverpackungen, da die verschiedenen Stoffe nicht exakt voneinander getrennt werden können.
Bei der Waschmittelverpackung geht der Trend hin zum Mehrweg
Mehrweg statt Einweg heißt es eindeutig bei den Waschmittelverpackungen. Vereinzelt bieten Drogerien das Auffüllen der Flasche an. Die flächendeckende Umsetzung wird aber sicherlich noch einige Zeit dauern. Für flüssiges Waschmittel wird vorzugsweise Bioplastik-Packmittel verwendet. Da die biobasierten und biologisch abbaubaren Packmittel nicht die Regel sind, ist ein Kauf nicht empfehlenswert.
Wichtige Funktion von Lebensmittel-Verpackungen
Nicht alle Lebensmittel können auf den Schutz von Verpackungen verzichten. Man kann aber, wenn auch zu einem dreifach höheren Preis, aus Holzfasern hergestellte Folie zur Umverpackung herstellen. Inwieweit der Verbraucher bereit ist, für ökologische Verpackungen mehr zu bezahlen, ist noch nicht erprobt.
Die Aussparung von Sauerstoff führt bei Vakuumverpackungen zur Einsparung von Verpackungsmaterial. Ein weiterer positiver Effekt ist die Verlängerung von beispielsweise Fleisch und anderer Frischware. In aller Munde ist das Rezyklat, sprich: gut aufbereiteter Kunststoff. Er steht jedoch noch nicht in ausreichender Menge zur Verfügung und ist zurzeit auch noch teurer als neu produzierter Plastik aus fossilen Quellen. Das wird sich aber ändern.
Die Kosmetik-Branche ist auf einem guten Weg
Die Kosmetik-Branche kämpft um ein grünes Image. So setzt sie Umverpackungen aus Holzspäne ein und offeriert Shampoos und Spülungen, eingepackt in kleinen Kartons, in festem Zustand: Damit ist das Ende für die Plastikflaschen eingeläutet. Besonders umweltfreundlich ist das Wiederbefüllen von Glasflaschen, das die Kosmetikindustrie anbietet.
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