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Der Kinderwunsch ist größer als die Angst vor Corona

01.02.202110:29 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Der Kinderwunsch ist größer als die Angst vor Corona
Deutsches IVF-Register (D·I·R)®: Der Kinderwunsch ist größer als die Angst vor Corona
Deutsches IVF-Register (D·I·R)®: Der Kinderwunsch ist größer als die Angst vor Corona

(openPR) Trotz Corona wird 2020 ein neues Rekordjahr bei den Kinderwunschbehandlungen: Sonderauswertung des Deutschen IVF-Registers

Mehrmals im letzten Jahr hat das Deutsche IVF-Register (D·I·R)® Sonderauswertungen zur Entwicklung der Behandlungszahlen im Verlauf der Corona-Pandemie erstellt. Nun liegt die Sonderauswertung für das Gesamtjahr 2020 vor: „Auswirkungen der COVID-19 Situation auf die Reproduktionsmedizin in Deutschland, Gesamtjahr 2020“. Mit sowohl erstaunlichen als auch für die Mitarbeiter und Patienten erfreulichen Ergebnissen – nicht zuletzt auch durch die hohe Qualität der Kinderwunschbehandlungen in Deutschland.

Hier nachfolgend als Factsheet die Zusammenfassung der Ergebnisse und die daraus abgeleiteten Hypothesen.
 

Zusammenfassung der Ergebnisse

  • COVID-19 beschäftigte 2020 international und nachhaltig das Privat- und Berufsleben, so auch die Reproduktionsmedizin in Deutschland.
  • Der erste Lockdown im März und April ist deutlich sichtbar. Vor allem die universitären Kinderwunschzentren verlieren gegenüber Vorjahr massiv (minus 60%), bedingt durch die fast ubiquitäre Verpflichtung, keine neue Behandlungen starten zu dürfen, um Kapazitäten freizuhalten. Doch auch die niedergelassenen Praxen verlieren deutlich (minus 27%), teilweise bedingt durch selbstauferlegte Aussetzungen neuer Behandlungen.
  • Während des ersten Lockdowns wurden entsprechende Hygienemaßnahmen für Mitarbeiter, Patienten und Arbeitsabläufe umgesetzt.
  • Bis zum Jahresende sind deutliche Steigerungen zu sehen. Nicht erkennbar sind die externen Maßnahmen der Lockdowns ab November. Es sind auch keine Zentren bekannt, die den Start neuer Behandlungen aussetzen mussten oder aussetzten.
  • Der Abschwung im Dezember 2020 zeigt nicht den zweiten Lockdown, sondern ist jahreszeitgemäß.

    Quantitatives:
  • Die Reproduktionsmedizin in Deutschland beendet das schwierige Jahr 2020 mit einem Plus bei der Anzahl der Behandlungen von 9,3%. Das ist sicherlich im Gesamtkontext ebenso außergewöhnlich wie für die Zentren, Mitarbeiter und Patienten sehr positiv.
  • Bei den 113 in dieser Auswertung eingeschlossenen Zentren wurden 2020 über 108.000 Behandlungen begonnen, der Vergleichswert zu 2019 liegt bei gut 99.000 Behandlungen. Hochgerechnet auf alle D·I·R-Mitglieder wird sich damit ein nach 2019 weiteres Rekordjahr ergeben.
  • Die universitären Kinderwunschzentren schließen das Jahr 2020 in etwa auf dem Vorjahresniveau. Sie konnten bis Jahresende die extreme Lücke aus dem ersten Lockdown demnach aufholen, aber am generellen Wachstum nicht weiter partizipieren.
  • Das weiterhin überdurchschnittliche Wachstum der Auftauzyklen wird auch 2020 deutlich.
  • Interessant sind die sehr deutlichen regionalen Unterschiede der prozentualen Entwicklungen: Während Berlin + Brandenburg, Hamburg + Schleswig-Holstein + Mecklenburg-Vorpommern sowie Rheinland-Pfalz + Saarland teilweise sehr deutlich über dem nationalen Schnitt liegen, liegen vor allem die großen Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern unter dem nationalen Schnitt. Bayern verzeichnet mit einem Wachstum von „nur“ unter 5% ebenso wie Niedersachsen + Bremen und Hessen die niedrigsten Steigerungsraten.

Hypothesen

  • Die in den Zentren vor Ort ergriffenen Hygienekonzepte und -maßnahmen haben gegriffen:
    • für die Mitarbeiter
    • für die Patienten
    • für die Workflows
    • für das Vertrauen der Patienten.
  • Der Kinderwunsch scheint größer zu sein als Sorge und Bedenken wegen Corona für Mutter und Kind.
  • Die Menschen hatten ggf. mehr Zeit für das Thema Kinderwunschbehandlung und/oder Homeoffice-Konstellationen erhöhen die zeitliche Flexibilität.
  • Die Menschen haben finanzielle Mittel, die bspw. für einen 2020 ausgefallenen oder reduzierten Urlaub geplant waren, alternativ ggf. in eine Kinderwunschbehandlung investiert.
  • Das grundsätzliche Thema „Corona und Schwangerschaft“ zeigt bisher keine größeren Gründe zur Besorgnis. So bspw. Cronos der DGPM. Demzufolge ist der Tenor der Fachgesellschaft weitestgehend keine Bedenken zu haben, einem bestehenden Kinderwunsch nachzugehen.
  • Aktuelle Diskussion: Corona Impfung und Schwangerschaft. Zurzeit ist die Datenlage zu diesem Thema noch nicht ausreichend, um belastbare Bewertungen und Empfehlungen auszusprechen. In dieser Weise äußern sich bspw. das Robert-Koch-Institut oder die Europäische Gesellschaft für menschliche Reproduktion und Embryologie.

Quelle: Deutsches IVF-Register e.V. (D·I·R)®

Link zur D·I·R-Sonderauswertung „Auswirkungen der COVID-19 Situation auf die Reproduktionsmedizin in Deutschland, Gesamtjahr 2020“

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