(openPR) Free Tibet Campaign, London, berichtet am 31. Januar 2007: Wie die offizielle Nachrichtenagentur Xinhua kürzlich bekanntgab, haben beim chinesischen Staat angestellte Geologen kürzlich entlang der neuen Qinghai-Tibet-Eisenbahnlinie ausgedehnte Vorkommen an Kupfer, Eisen, Blei und Zink entdeckt. Die Kupferlagerstätte im tibetischen Qulong verfügt erwiesenermaßen über mindestens 7,89 Mio. Tonnen Reserven, womit sie die zweitgrößte Kupfermine in China und Tibet ist. Diese Nachricht bestätigt das, was zahlreiche Tibeter schon lange befürchten, daß nämlich China die Eisenbahn dazu benutzen wird, um Tibet auszurauben und seinen enormen Reichtum an Bodenschätzen abzutransportieren.
Die bisherigen offiziellen chinesischen Verlautbarungen versuchten den Eindruck zu erwecken, daß die Eisenbahn gebaut wurde, um Wohlstand und Entwicklung nach Tibet bringen. Ihre räumliche Nähe zu den genannten Lagerstätten macht jedoch deutlich, daß die Bahn genau den gegenteiligen Effekt erzielen wird. Die chinesischen Bergbaufirmen haben nun die Möglichkeit, die gewaltigen Vorräte Tibets an Bodenschätzen fortzuschaffen, während den Tibetern selbst die geringste Möglichkeit genommen wird, von den schwunghaft gestiegenen Rohstoffpreisen zu profitieren, die mit ihren Ressourcen erzielt werden - und diese werden nun von der boomenden Industrie Ostchinas in ihrer unstillbaren Gier nach Eisenerz und Kupfer verbraucht.
"Der von den Chinesen im besetzten Tibet betriebene Abbau von Rohstoffen ist blanker Raub", sagte Matt Whitticase von FTC. "Die Verlegung der Eisenbahntrasse durch rohstoffreiche Gebiete ist der klare Beweis dafür, daß Peking nie die Absicht hatte, die Bahn zum Nutzen der Tibeter zu bauen, sondern daß ihr tatsächlicher Zweck die Ausplünderung Tibets zur Verringerung der Abhängigkeit Chinas von Mineralimporten aus dem Ausland ist. Die Tibeter haben niemals ihre freiwillige, auf einer umfassenden Informierung basierende Zustimmung zum Abbau der Ressourcen auf ihrem Hochplateau erteilt. Solange die Tibeter nicht frei sind, darüber zu bestimmen, wie ihre Ressourcen genutzt werden, sollten westliche Bergbaugesellschaften davon Abstand nehmen, in Partnerschaften mit chinesischen Firmen einzusteigen, die zur Ausplünderung Tibets beitragen.
Tibeter innerhalb und außerhalb Tibets haben sich auch noch aus anderen Gründen seit langem gegen die Eisenbahn ausgesprochen. Sie fördert nämlich den Zuzug von immer mehr Han-Chinesen nach Tibet, wodurch die Tibeter in ihrem eigenen Land noch stärker marginalisiert werden. Die Militarisierung des tibetischen Hochplateaus durch die chinesische Zentralregierung nimmt weiter zu, denn die Eisenbahn sorgt für einen stetigen Nachschub an Truppen und Gütern für die militärischen Stellungen entlang der Bahnlinie und ermöglicht so eine beachtliche Aufstockung der Größe und Schlagkraft der dort stationierten chinesischen Streitkräfte.











