openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Wechsel im Vorstand der Volksbank Spree-Neiße

Bild: Wechsel im Vorstand der Volksbank Spree-Neiße
v.l.n.r: Frank Baer (Vors.), Jürgen Stender, Marian Lattke (stellv. Vors.)
v.l.n.r: Frank Baer (Vors.), Jürgen Stender, Marian Lattke (stellv. Vors.)

(openPR) Mit Beginn des Neuen Jahres übernimmt bei der Volksbank Spree-Neiße Marian Lattke das Amt des bisherigen Vorstandes Jürgen Stender. Im Doppel-Interview sprechen beide über die bewegte Vergangenheit der Bank und über Chancen und Herausforderungen in der vom Strukturwandel geprägten Wirtschaftsregion Lausitz.

Herr Stender, Herr Lattke, schön, dass sie sich die Zeit für ein Interview nehmen. Sie haben sicher einiges auf dem Tisch mit Blick auf die bevorstehende Übergabe.

Jürgen Stender: Eine gute Vorbereitung ermöglicht, dass man entsprechende Freiräume hat. Außerdem hatte ich ja 15 Jahre Zeit, um mich auf den Tag meiner Ablösung vorzubereiten (lacht).

Marian Lattke: Wir machen ja keinen Ad-hoc-Wechsel, sondern planen das schon seit über anderthalb Jahren. Dadurch ist für mich der berufliche Wechsel vom Teamleiter zum Vorstand ein fließender Übergang und die Schlüsselübergabe gut zu handhaben.

Am Ende einer Karriere blickt man gerne einmal zurück. Wie war das, als Sie 2006 aus Niedersachsen kamen, um hier in der Region ein Vorstandsamt zu übernehmen, Herr Stender?

Stender: Viele haben mich damals gefragt: Warum gehst Du in den Osten? Meist ist die Bewegung doch gegenläufig. Das war für mich aber nie ein Thema. Ich bin zwar in Mühlheim an der Ruhr geboren und im niedersächsischen Stadthagen aufgewachsen, aber da meine Mutter aus dem Sächsischen kommt, kannte ich auch schon die DDR aus früheren Besuchen. Mir war klar: Wenn ich den Job übernehme, dann ziehe ich auch hierher. Klar ist Forst nicht so bekannt in der Welt, aber die alte Tuchmacherstadt hat Charme und eine interessante Historie. Und als alter Rennradfahrer hat mich natürlich die Radrennbahn begeistert. Ich bin hier mittlerweile heimisch geworden und werde auch mit Eintritt in meinen Ruhestand hierbleiben.

Marian Lattke, wäre es für Sie auch infrage gekommen mal ganz woanders hinzugehen?

Lattke: Ich wollte die Region nie verlassen. Ich bin von hier, ich wohne hier, ich kenne die Leute und weiß das Bodenständige zu schätzen. Manch einem mag die Lausitz zu ruhig und zu ländlich sein, aber mir liegt das sehr. Die Metropolen Berlin, Leipzig und Dresden sind nah gelegen und gut erreichbar und trotzdem hat man zu Hause seine Ruhe.

Zurück zu den Anfängen, Herr Stender. Wie war die Situation der Bank, als Sie damals übernommen haben?

Stender: Die Bank, die damals noch VR Bank Forst hieß, war ja in die Schieflage geraten. Als ich kam, habe ich also einen Sanierungsfall vorgefunden. Ich bin mit meinem Vorstandskollegen Frank Baer hier angetreten, um die Bank wieder auf Vordermann zu bringen. Das hieß: Altfälle sanieren, Personal neu strukturieren und die Filialen umbauen, um sie auf die neue Zeit auszurichten. 24 Stunden am Tag haben da manchmal nicht gereicht. Aber das hat uns Kollegen auch zusammengeschweißt. Es waren spannende und prägende Jahre. 

Wie ging es dann weiter?

Stender: Wir sind damals mit der Sanierung gewissermaßen der Bugwelle der 2007 einsetzenden Finanzkrise vorweggeschippert. Das hat es uns in den ersten Jahren nicht einfacher gemacht. Wobei viele der dadurch auftretenden Probleme vorher schon latent waren.

Ein wichtiger Schritt für die Zukunftsfähigkeit des Instituts war dann die Fusion der VR Bank Forst mit der Volksbank Spremberg-Bad Muskau. Im ersten Anlauf sind wir noch am Willen der Spremberger Kollegen gescheitert, aber 2010 konnten wir mit einer fast hundertprozentigen Zustimmung die Verschmelzung vorantreiben. Die Mitarbeiter haben sich prima ergänzt und so konnten wir unser Geschäftsgebiet erweitern und aus zwei Altbanken ein schickes neues Institut formen.

Herr Lattke, sind Sie denn mit der Situation, wie Sie sie vorfinden, zufrieden oder wartet jetzt eine Herkulesaufgabe auf Sie, weil sie alles aufräumen müssen?

Lattke: Ich bin sehr zufrieden. Wir stehen, was die Struktur und die Wirtschaftlichkeit angeht, gut da. Wir wollen uns natürlich weiterentwickeln. Auch was die Kundenbedürfnisse und die technische Weiterentwicklung in Zeiten der Digitalisierung betrifft. Denn die geht auch an der kleinen Volksbank in der Lausitz nicht vorbei. Aber große schwere Aufgaben wie seinerzeit beim Start von Herrn Stender liegen glücklicherweise nicht an. Es geht eher darum, eine gut situierte Bank weiter in die Zukunft zu führen.

Und mit Blick auf die Region? Welche Herausforderungen und Chancen sehen Sie da?

Lattke: Der Strukturwandel hinsichtlich des Braunkohleausstiegs ist in aller Munde. Und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt werden die Region beschäftigen. Ganz klar. Wobei ich das gerne mit der Situation in den 1990er-Jahren nach der Wende vergleiche. Damals war der Strukturwandel deutlich härter. Eher ein Strukturumbruch, denn es passierte praktisch über Nacht. Der Kohleausstieg geschieht ja schrittweise. Das Kraftwerk Jänschwalde wird 2028 endgültig vom Netz gehen. Das wird strukturiert und vernünftig abgewickelt.

Jetzt geht es darum, die Wirtschaft umzubauen und entsprechende Alternativen zu schaffen, natürlich flankiert von zugesagten Fördermitteln und Beihilfen der Länder und des Bundes. Ich bin guter Dinge: In den letzten 20 bis 30 Jahren hat sich mittelständische Wirtschaft hier entwickelt, sodass die Wirtschaftsstruktur deutlich besser geworden ist. Diese Stärke der Region spüre ich. Gemeinsam mit meinem Vorstandskollegen Frank Baer und unseren Mitarbeitern werde ich hart arbeiten, um diesen Wandel aktiv zu begleiten.

Herr Stender, was ist denn, wenn Ihr Nachfolger nach der Amtsübergabe Sie nach einem Tipp fragt?

Stender: Wenn mein Rat gefragt ist, stehe ich selbstverständlich zur Verfügung. Das haben wir auch schon vereinbart. Mir ist es aber auch wichtig, meinem Nachfolger nicht reinzuquatschen. Denn die zukünftigen Entscheidungen muss er letztendlich alleine treffen. Nichts ist schlimmer, als einen neuen Job anzutreten und der Alte quäkt da immer noch rum (lacht). Wenn mein Rat gefragt ist, dann helfe ich gerne und wenn nicht, dann bin ich auch nicht beleidigt.

Lattke: Ich kann nicht voraussehen, wie oft ich das in Anspruch nehmen werde, aber es ist toll zu wissen, dass es diese Möglichkeit gibt. 

Vielen Dank für das Gespräch!

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1202320
 2437

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Wechsel im Vorstand der Volksbank Spree-Neiße“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Volksbank Spree-Neiße eG

Bild: Vertriebsleiterin verabschiedet sich nach 35 Jahren in den Ruhestand
Vertriebsleiterin verabschiedet sich nach 35 Jahren in den Ruhestand
Nach 35 Jahren in der genossenschaftlichen Finanzwelt wurde Beate Burtchen, langjährige Prokuristin und Vertriebsleiterin der Volksbank Spree-Neiße eG mit einem Festakt im Kaiserlichen Postamt in Forst in den Ruhestand verabschiedet. Zahlreiche Gäste aus Volks- und Raiffeisenbanken, Geschäftspartnern und der Genossenschaftlichen Finanzgruppe waren der Einladung gefolgt, um einer Weggefährtin Dank und Anerkennung auszusprechen. In ihren Reden hoben der Vorstandsvorsitzende Frank Baer, der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Lindner sowie weitere…
Bild: Generalversammlung der Volksbank Spree-Neiße eG beschließt Dividende von 3,50 Prozent
Generalversammlung der Volksbank Spree-Neiße eG beschließt Dividende von 3,50 Prozent
Am 6. Juni 2025 fand im „Glashaus“ des Garten Eden in Halbendorf die diesjährige Generalversammlung der Volksbank Spree-Neiße eG statt. Rund 400 Mitglieder waren erschienen, um die Interessen der mehr als 5.700 Mitglieder wahrzunehmen. Vorstand Marian Lattke konnte mit Blick auf das zurückliegende Geschäftsjahr 2024 eine zufriedenstellende Entwicklung und eine solide Ertragslage in einem anspruchsvollen Marktumfeld präsentieren. So lag das Betriebsergebnis der normalen Geschäftstätigkeit bei 600.000 Euro. Diese erfreuliche Zahl nahmen Marian…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Volksbank Spree-Neiße eG verzeichnet auch in 2022 positive Entwicklung
Volksbank Spree-Neiße eG verzeichnet auch in 2022 positive Entwicklung
Generalversammlung der Volksbank Spree-Neiße eG zieht Schlussstrich unter Geschäftsjahr 2022 / Bankvorstand Frank Baer: „Trotz der anspruchsvollen Bedingungen ein solides Ergebnis erzielt“ / Bilanzsumme steigt im Vorjahresvergleich um knapp 8 Prozent auf rund 352,4 Millionen Euro / Deutliches Wachstum bei Einlagen und Krediten / 2,50 Prozent Dividende …
Bild: Stabilität in unsicheren Zeiten – die Volksbank Spree-Neiße eG wertet das Geschäftsjahr 2019 als ErfolgBild: Stabilität in unsicheren Zeiten – die Volksbank Spree-Neiße eG wertet das Geschäftsjahr 2019 als Erfolg
Stabilität in unsicheren Zeiten – die Volksbank Spree-Neiße eG wertet das Geschäftsjahr 2019 als Erfolg
Die Generalversammlung der Volksbank Spree-Neiße hat am Freitagabend in stark verkürzter Form in der Mehrzweckhalle des Gymnasiums stattgefunden. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Ernst Neumann übernahm die einleitenden Worte und die Begrüßung. Anschließend übergab er das Wort an den Vorstandsvorsitzenden Frank Baer, der in Abwesenheit seines …
Bild: Staffelstabübergabe in Volksbank
Staffelstabübergabe in Volksbank
Ab März neuer Teamleiter in der Volksbank Spree-Neiße eG in Spremberg Seit knapp 18 Jahren leitete Heike Krenitz-Fleischer die Hauptgeschäftsstelle der Volksbank Spree-Neiße eG in Spremberg. Zum 1. März übergib sie nun den Staffelstab an den langjährigen Kundenberater Marcel Schnabel, der seit Jahresbeginn von der Geschäftsstelle bereits nach Spremberg …
Bild: Weltspartag: Sparen ja, aber richtig!
Weltspartag: Sparen ja, aber richtig!
Am 30. Oktober 2019 jährt sich der Weltspartag zum 95. Mal. Für die Volksbank Spree-Neiße eG ist dieser Tag Anlass, an die Bedeutung des Sparens zu erinnern. „Sparen ist von elementarer Bedeutung für jeden Einzelnen. Auch in Zeiten extrem niedriger Zinsen bleibt Sparen wichtig bei der Bewältigung zukünftiger finanzieller Herausforderungen“, erklärt Beate …
Bild: 2020 nach den Sternen greifenBild: 2020 nach den Sternen greifen
2020 nach den Sternen greifen
… selten bekommen sie für ihr gesellschaftliches Engagement die Anerkennung, die sie verdienen. Das wollen wir ändern: Ab dem 01. Mai 2020 sucht die Volksbank Spree-Neiße eG die „Sterne des Sports“ 2020. Mitmachen können alle Sportvereine aus unserer Region. Bewerbungen sind ausschließlich online auf der Website der Volksbank Spree-Neiße eG www.vbspn.de/sterne-des-sports …
Bild: Engagement ist konjunkturunabhängig - Die Volksbank Spree-Neiße eG fördert von der Breite bis in die Spitze
Engagement ist konjunkturunabhängig - Die Volksbank Spree-Neiße eG fördert von der Breite bis in die Spitze
Auch in Zeiten großer wirtschaftlicher Herausforderungen für die Wirtschaft in Deutschland steht das gesellschaftliche Engagement der Volksbank Spree-Neiße eG für kulturelle und soziale Projekte nicht zur Debatte. Damit folgt die Genossenschaftsbank ihrem Grundsatz, dass gesellschaftlich verantwortliches Handeln nicht von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen …
Bild: Spremberger Filmnächte 2020 werden durchgeführtBild: Spremberger Filmnächte 2020 werden durchgeführt
Spremberger Filmnächte 2020 werden durchgeführt
In der Pressekonferenz am Dienstag, den 7. Juli gaben der Verein Jugend und Soziales gemeinsam mit der Volksbank Spree-Neiße eG bekannt, dass die diesjährigen Spremberger Filmnächte vom 19. - 23. August auf der Freilichtbühne in Spremberg stattfinden werden (vorbehaltlich der aktuellen Situation). Nachdem viele Veranstaltungen in diesem Jahr abgesagt …
Bild: Volleyballerinnen des KSC Asahi Spremberg e.V. glänzen nicht nur spielerisch
Volleyballerinnen des KSC Asahi Spremberg e.V. glänzen nicht nur spielerisch
… Volleyballerinnen beim Fotoshooting im Freibad Kochsagrund die neue Ausstattung und erstellten das neue Mannschaftsfoto für die Spielsaison 2019/2020. Heike Krenitz-Fleischer, Teamleiterin der Volksbank Spree-Neiße eG aus Spremberg, zeigte sich anlässlich dieser Übergabe an den Verein sehr erfreut, dass die Bank den Verein bei der Vergabe der Reinerträge …
Bild: Gemeinsamer Spendenaufruf von LAGA-Verein Spremberg eV und Volksbank Spree-Neiße eG
Gemeinsamer Spendenaufruf von LAGA-Verein Spremberg eV und Volksbank Spree-Neiße eG
… den Wiederaufbau der St. Georg-Kapelle (Georgenbergkapelle) in Spremberg als Imagination. Zu diesem Zweck wurde ein Modell der Kapelle in den Geschäftsräumen der Volksbank Spree-Neiße eG in Spremberg aufgestellt, das gleichzeitig als übergroße Spendenbox, mit der Unterstützer für das Projekt gewonnen werden sollen, dient. LAGA-Vorstand Frank Meisel freut …
Volksbank Spree-Neiße eG gut gerüstet für die Zukunft – Bilanzsumme und Betriebsergebnis legen zu
Volksbank Spree-Neiße eG gut gerüstet für die Zukunft – Bilanzsumme und Betriebsergebnis legen zu
Die Volksbank Spree-Neiße eG schaut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück. Bei der Generalversammlung am 9. Oktober in Forst kann der Vorstandsvorsitzende Frank Baer den Mitgliedern gute Geschäftszahlen präsentieren. So stieg das betriebliche Ergebnis vor Steuern um 14,5 Prozent im Vergleich zu 2018 auf 3,3 Millionen Euro. Zudem legte die Bilanzsumme …
Sie lesen gerade: Wechsel im Vorstand der Volksbank Spree-Neiße