(openPR) Das Liquid Legal Institute e.V. hat in Projektpartnerschaft mit dem BUJ e.V. und EUPD Research eine groß angelegte Studie zur psychischen Gesundheitsbelastung von Anwälten gestartet. Ziel ist eine offene Debatte über ein sehr relevantes Thema, das weitgehend tabuisiert ist. Gleichzeitig soll die Datengrundlage für weitergehende Untersuchungen und Ursachenforschung gelegt werden.
Im Schulterschluss mit dem BUJ e.V., Deutschlands größter Vereinigung von Inhouse-Juristen, und EUPD Research einem führenden Experten im Bereich der psychischen Gefährdungsanalyse in Unternehmen, hat sich das Liquid Legal Institute e.V. zum Ziel gesetzt, einen Referenzpunkt für allen Juristen - und die Kanzleien und Firmen in denen sie arbeiten - zu schaffen.
“In den USA existieren Untersuchungen zur psychischen Gesundheitsbelastung von Anwälten bereits seit 30 Jahren – mit alarmierenden Ergebnissen: Unser Berufsstand ist überrepräsentiert bei stressbedingten Krankheiten, leidet häufiger als andere unter Angstzuständen, Depression, Burnout und sogar Suchterkrankungen. In 2006 war Selbstmord die dritthäufigste Todesursache bei Anwälten, nach Krebs und Herzerkrankungen. Die entscheidende Frage ist: Können wir erwarten, dass die Lage in Europe grundsätzlich anders ist?”, sagt Dierk Schindler, Co-CEO & stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Liquid Legal Institute e.V.
Die Studie bezieht alle Bereiche des sich stark verändernden Rechtsmarkts mit ein, z.B. Inhouse Legal Teams, Kanzleien, Einzelanwälte, aber auch die junge Kategorie der neuen Legal Service Provider und Legal Tech-Unternehmen. Sie bezieht bewusst auch die immer wichtiger werdenden Berufsgruppen ein, die im Rechtsmarkt arbeiten, ohne selbst Anwälte zu sein, um so das gesamte Spektrum abzubilden.
Kai Jacob, Co-CEO und Vorstandsvorsitzender des Liquid Legal Institute e.V., fügt hinzu: "Wir haben entschieden das Thema zu priorisieren, sobald wir verstanden hatten, dass es in unserem Berufsstand offenbar noch weitgehend tabuisiert ist. Es steht praktisch nicht auf der öffentlichen Agenda - während es uns in privaten Gesprächen mit Wucht begegnet. Deshalb haben wir auch unser initiales Positionspapier “Die stille Epidemie genannt.”
“Als größte Vertretung von Unternehmensjuristen in Deutschland sind wir sehr gerne die Projektpartnerschaft mit dem Liquid Legal Institute zu diesem wichtigen Thema eingegangen. Der BUJ nimmt aktuelle Themen aus der Unternehmenspraxis auf und bringt sein Expertenwissen in die soziale und politische Debatte ein. Psychischen Gesundheitsgefährdungen für Anwälte ist genau so ein Thema.” sagt Inga Vogt, Head of Office vom Bundesverband der Unternehmensjuristen (BUJ) e.V.
Die der Studie zugrundeliegende Befragung steht online zur Verfügung und ist über die Website des Liquid Legal Institute zu erreichen. Sie wird insbesondere über die Mitglieder des Liquid Legal Institutes, des BUJ und viele Partnerorganisationen verbreitetet. Die anonyme Befragung erfolgt online und wird unter Nutzung der professionellen Tools von EUPD Research durchgeführt, um Qualität, Datensicherheit und Datenschutz zu gewährleisten.
Wenn Sie oder Ihr Unternehmen interessiert an der Studie sind oder Fragen zur Teilnahme haben, kontaktieren Sie jederzeit gerne die Projektpartner unter: info@liquid-legal-institute.org
Die Umfrage finden Sie unter https://www.liquid-legal-institute.com/workinggroups/lawyer-well-being/


















