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Energiemarkt- und Energiebedarf der Türkei

(openPR) Eine Erfolgsgeschichte ist die Entwicklung der gesamten türkischen Industrie. In den vergangenen drei Jahren steigerte sie die Arbeitsproduktivität um 35 Prozent. Ihre Spitzenstellung im Export haben die Branchen Textilien und Bekleidung mit hohen Investitionen behauptet. 1990 hatten sie, meist mit billigen T-Shirts, 38 Prozent zur Ausfuhr beigetragen. Im vergangenen Jahr waren es 33 Prozent. Rechtzeitig hatten die Unternehmen eigene Marken und Modelinien kreiert, die sie nun in Europa, Nordamerika und Japan vermarkten. Neu ist der Erfolg der Automobilbranche. 17 Unternehmen, meist mit ausländischer Kapitalbeteiligung, stellen Kraftfahrzeuge her und mehr als 700 Firmen die Teile dazu. 2003 war die Türkei in der Rangliste der Autohersteller auf Platz 20 gerückt, zwei Drittel der Produktion von 560.000 Stück gehen in den Export, vor allem in die EU.



Erweitert wird der Spielraum der Industrie, weil mit der Konsolidierung der Staatsfinanzen die Zinsen steil fallen und die Restrukturierung der Bankenbranche Früchte trägt. Seit langem kommen die Unternehmen wieder in den Genuss von Krediten. Noch erreicht der Anteil der Firmenkredite erst 13 Prozent am BIP. Die türkischen Banken schneiden bei den gängigen Effizienzkriterien nicht schlechter ab als der Durchschnitt in der EU. Bei der Entwicklung neuer Finanzinstrumente aber hinken sie hinterher. Eine der Lokomotiven der Wirtschaft ist weiter der Tourismus. Im Jahr 2000 trug er 3,8 Prozent zum BIP bei, in diesem Jahr werden es 4,7 Prozent sein.

Die große Schwachstelle bleibt die Landwirtschaft. Die Reformen der letzten Jahre haben deren Subventionierung zwar auf 4 Prozent am BIP halbiert. Das ist immer noch doppelt soviel wie im Durchschnitt der OECD-Staaten, in denen indes auch weniger Personen von der Landwirtschaft abhängig sind. Der Anteil der Landwirtschaft an der Erwerbsbevölkerung liegt in der Türkei mit 33 Prozent zwischen dem in Polen (20 Prozent) und dem in Rumänien (40 Prozent). Die Hälfte sind unbezahlte Familienangehörige, ein Viertel aller Beschäftigten ist Analphabet oder hat keine Schulbildung. Andererseits ist die Türkei der einzige EU-Kandidat, der mit den alten EU-Staaten im Agrarhandel einen Überschuß erzielt.

Da sich die Industrie auf den Westen der Türkei konzentriert und das weite Anatolien agrarisch geprägt ist, bleibt das dramatische West-Ost-Gefälle ein weiterer Schwachpunkt. Die Region Istanbul kommt immerhin auf 41 Prozent des durchschnittlichen Einkommens der EU-15, der Osten Anatoliens aber auf 7 Prozent.

Für die Türkei prognostiziert eine Studie des Brüsseler "Centre for European Policy Studies" ein langfristiges Wachstum des Einkommens je Einwohner zwischen 3 und 6 Prozent. Als positive Faktoren nennen die Forscher den Bevölkerungszuwachs, die Aufnahme von Beschäftigten der Landwirtschaft in produktivere Branchen und den Technologietransfer, der mit einem Anstieg der ausländischen Direktinvestitionen auf 3 bis 4 Prozent am BIP verknüpft ist. Die Studie schließt mit der Wertung, dass die Türkei im Vergleich zu den EU-Staaten zwar arm sei, wie andere Länder an der europäischen Peripherie aber dynamischer als das Kerneuropa.

Im internationalen Bevölkerungsvergleich rangiert die Türkei mit ihren 70 Millionen zum großen Teil jungen Einwohnern ganz oben. Bei einer jährlichen Zuwachsrate von 1,5 Prozent wird sich die Bevölkerungszahl bis 2010 auf 75 Millionen Menschen erhöhen. Sowohl der täglich zunehmende Wohlstand der Staatsbürger als auch die Verlagerung des Lebens aus den ländlichen Gegenden in die Städte führt zu einem wachsenden Energieverbrauch in der Türkei.

Es wird erwartet, dass der jährliche Energiebedarf, der 2005 bei 160 Mrd. kWh lag, bis 2010 auf 242 Mrd. kWh, bis 2015 auf 356 Mrd. kWh und bis 2020 auf 499.5 Mrd. kWh steigen wird. An diesen Zahlen lässt sich ablesen, dass der Bedarf an Elektroenergie in der Türkei alle fünf Jahre um 50 Prozent wächst.

Energiequellen in der Türkei:

Fossile Brennstoffe (Erdöl, Braunkohle, Erdgas usw.): 75,67 %
Wasser: 24,29 %
Wind: 0,04 %

Im ersten Quartal 2006 haben in der Türkei folgende Anbieter zu folgenden Anteilen elektrische Energie erzeugt:

Turkish Electric Production Inc. und ihre Partnerunternehmen:
47 %

Anbieter aus dem privaten Sektor: 43 %

Selbstversorger: 9,6 %

Es ist abzusehen, dass die Regierung der Atomenergie als energiepolitische Alternative zu den fossilen Brennstoffen mehr Bedeutung einräumen wird. Darüber hinaus werden, gemäß dem neuen, 2005 in Kraft getretenen Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energie, auch alternative Energiequellen wie Sonne, Wind, Erdwärme usw. von der türkischen Regierung gefördert werden. Eine wichtige Art der "sauberen" Energie stellt die Wasserenergie dar, die bereits fester Bestandteil der türkischen Energiepolitik ist: Sie wurde, besonders seit 2002, vom privaten Sektor und von den Universitäten intensiv erforscht. Aus diesem Grunde lässt sich auch absehen, dass Wasser bis 2010 einer der Hauptenergielieferanten in der Türkei sein wird, neben den beiden Ressourcen Sonne und Wind.

Gemäß dem neuen Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energie, das am 10. Mai 2005 in Kraft trat, werden alternative Energieformen wie Solar-, Wind- und geothermische Energie von der türkischen Regierung besonders gefördert. Zweck des Gesetzes ist die Ausweitung des Einsatzes von erneuerbaren Energiequellen, die Nutzbarmachung dieser Energiequellen für die nationale Wirtschaft, die Erschließung von erneuerbaren Energiequellen unterschiedlicher Art, die Reduzierung der Auswirkung auf das globale Klima sowie eine Förderung der Wiederverwendung von Abfallprodukten und der Entwicklung des Produktionssektors.

Als erneuerbare Energiequellen (Renewable Energy Resources oder kurz RER) bezeichnet man natürliche Ressourcen wie Wasser, Wind, Sonne, Erdwärme, Biomasse, Biogas, Wellen, Strömungen und andere.

Die Regierung garantiert, dass sie den aus erneuerbaren Energiequellen gewonnenen Strom zu den Preisen abnimmt, die von der zuständigen Regulierungsbehörde (Energy Market Regulatory Authority oder EPDK) festgelegt wird.

Nach diesem Gesetz werden auch die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der erneuerbaren Energiequellen von der türkischen Regierung gefördert.

Zur Unterstützung der Selbstversorgung finanziert die Regierung außerdem die Projektierung, Planung und Realisierung von Anlagen zur Energieerzeugung mit einer Kapazität bis zu 1.000 kWh.

Das Ergebnis dieser Anreize war eine wachsende Investitionsbereitschaft auf Unternehmensseite. Investiert wurde von

36 Unternehmen in Windenergieanlagen mit einer Kapazität von 1361 MW;

3 Unternehmen in geothermische Energieanlagen mit einer Kapazität von 39 MW;

3 Unternehmen in Anlagen zur Energiegewinnung aus Biomasse mit einer Kapazität von 4,7 MW.

Diese Zahlen bilanzieren die erste Phase der Investition in erneuerbare Energie. Dabei wird das Interesse an sauberer Energie in der Türkei täglich weiter zunehmen.

Weitere Informationen
www.saydam.de
Link: http://www.schadengutachter.eu/front_content.php?idcat=5&idart=98
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focusconsult Özalan, Siyavus und Kollegen
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