(openPR) Die Märkische Fischstraße stellt auf der IGW den Saibling als Brandenburger Fisch des Jah-res 2007 vor. Fischer präsentieren ihre Angebote zu Urlaub und Freizeit am Wasser.
Leckere Gerichte mit dem Saibling werden von den Köchen der Märkischen Fischstraße an-geboten. Saiblingsfilet mit hausgemachtem Apfel-Sahnemerrettich oder auch Spreewälder Gemüsepfanne mit Kräutersaibling werden Geschmack auf die brandenburgische Fischkü-che machen. Die Köche der Märkischen Fischstraße, der Märkische Fischkochklub, haben dazu über die Jahreswende einen „kulinarischen Ratschlag“ abgehalten und präsentieren jetzt einfallsreiche, praktikable und im Haushalt nachkochbare Vorschläge.
Mit rund 40 t Saibling, die in den unterschiedlichen Anlagen der Forellenwirtschaft in Tei-chen, Netzkäfigen und künstlichen Becken erzeugt wurden, macht dieser hervorragende Speisefisch nur einen kleinen Anteil des brandenburgischen Fangs aus. Vorsichtig rechnen Brandenburgs Fischer für das vergangene Jahr mit etwa 1.800 t Frischfisch, den sie in Flüs-sen, Seen und Teichanlagen gefangen haben. Überwiegend handelt es sich um Karpfen, Fo-rellen, Saiblinge, Aal, Hecht, Zander und Barsch.
Freizeit und Urlaub auf dem Fischerhof
Seit Jahren bereits bieten viele Fischer das Angeln in ihren Anlagen an. Die Freigabe des Friedfischangelns im vergangenen Sommer zieht noch mehr Besucher an. Wer darüber hin-aus auch auf Raubfisch-Jagd gehen will, benötigt den Fischereischein. Die dafür notwendige Sachkenntnis wird von vielen Fischern und in vielen Anglervereinen vermittelt. Viele Fi-schereibetriebe bieten ihren frischen Fisch im eigenen Hofladen an. Ferienwohnungen bis hin zum Hotel auf dem Fischerhof sind bei einigen Fischereien weitere wirtschaftlich wichtige Standbeine. Anglerlatein und Geschichten von Fischers Fritze sind überall inbegriffen, eben-so wie Bootvermietung, Bootsfahrten, Fahrradverleih oder auch der Sonnenaufgang über dem See morgens um 4.15 Uhr.
Die Uckermark-Fischerei GmbH stellt in Boitzenburg (UM) vier große Teichanlagen für das Angeln zur Verfügung. Und für den Austausch des Anglerlateins stehen den Besuchern Na-turrastplätze zur Verfügung. Fischereiingenieur Peter Meng, Chef der Fischerei Löcknitz aus Neu Zittau (LOS), weiht seine Gäste in die Kunst des Fischräucherns ein. Sein Rat: Nicht nur auf die richtigen Räucherspäne achten! Alles Weitere verrät er in seinen Räucherkursen, die er regelmäßig anbietet. Besonders kommt es ihm auf das „richtige“ Würzen des Fisches und die Räucherzeit an.
Wolfgang Schalow, „Messe-Chefkoch“ am Stand der Märkischen Fischstraße auf der IGW, war früher Elektromeister, bevor er seinen Lebensmittelpunkt nach Marxdorf in MOL verleg-te. Dort haben er und seine Frau aus einem ehemaligen LPG-Stall einen schmucken Fisch- und Erlebnishof gestaltet. Mit Rauch- und Backhaus, Hofladen und Fischgaststätte bietet er Anglern, Wanderern, Wanderreitern und Radfahrern seine „Tourismus-Basis“ an. Zudem be-gleitet er selbst als Tourenleiter zahlreiche Gruppen im Oderland.
Christa und Günter Buchans „Spreewaldhof & Fischerstübchen“ liegt mitten im Biosphären-reservat Spreewald in Leipe. An drei Seiten vom Wasser umschlossen, ist der „Spreewald-hof“ ein idealer Ausgangspunkt für Wasserwanderer. Es wird ein Zeltplatz angeboten, aber auch Ferienwohnungen und Ferienzimmer. Selbstverständlich steht Fisch in allen Variatio-nen auf der Speisekarte des „Fischerstübchens“, legendär sind auch Buchans Spreewälder Hefeplinsen. Fischer Günter Buchan strickt nach alter Tradition seine Netze und Reusen selbst und führt es interessierten Urlaubern gern vor.
Nicht am Stand der Märkischen Fischstrasse aber in der Brandenburghalle weiterhin noch vertreten sie die Peitzer Edelfisch GmbH und Peter Schneiders Fischerei aus Brieskow-Finkenheerd. Mit ihren Standorten in der brandenburgischen und sächsischen Niederlausitz gehören die Peitzer zu den größten Fischereiunternehmen in Deutschland. Ihr wichtigstes Produkt, der Karpfen, ist deutschlandweit im Handel vertreten. Direkt neben dem Industrie-museum „Peitzer Hütte“, dessen Ausstellung zu Feuer und Wasser die Peitzer Industriege-schichte zwischen Eisenverarbeitung und Fischfang zeigt, liegen die Angelteiche und das Restaurant Karpfenklause.
Fischer Schneiders Revier ist die Schlaubemündung an der Oder. Nach dem sich die Was-serqualität der Oder in den vergangenen Jahren wieder merklich verbessert hat, findet er neben Oderwelsen, Aalquappen, Hecht, Zander, Wild- und Spiegelkarpfen zunehmend auch wieder Flussneunaugen. Diese Art gedeiht nur bei gutem Wasser. Die Familie Schneider be-treibt die Fischerei bereits in der fünften Generation. Zum Familienbetrieb gehören auch ein Fischrestaurant und Ferienwohnungen sowie das für Ausflugsfahrten genutzte Floß „Blaue Anne“.

