(openPR) Ruhlsdorf. Märkische Fischstrasse und der brandenburgische Landesfischereiverband informieren über die Leistungen des Fischereisektors. Viele Fischer haben Urlaub auf dem Fischerhof, den Angeltourismus und Produktveredelung als zusätzliche Einkommensquellen entdeckt. Durch Kooperationen werden neue Angebote geschaffen.
Die Märkische Fischstrasse Brandenburg/Berlin e.V. verbindet als „blaues Band“ durch Brandenburg Fischer, Angler, Fischgastronomie, Fischhandel und die Anbieter von Urlaub auf dem Fischerhof und führt sie mit Naturwächtern, Förstern und Bauern zusammen. Ihr Ziel ist es, den gesamten Fischereibereich und das Angeln in der wasserreichsten Region Deutschlands bekannter zu machen und neue Wege zu Kunden und Gästen zu erschließen. Dazu zählen touristische Angebote rund um Fisch und Wasser ebenso wie Koch- und Angelkurse.
Der Saibling, der „Brandenburger Fisch des Jahres 2007“ steht exemplarisch für die Zusammenarbeit zwischen Erzeugern und der Gastronomie in Brandenburg. Aufgezogen von der Binnenfischerei Potsdam (Niemegk, PM), der Forellenzucht Gesundbrunnen (Rottstock/Fläming), der Ruppiner Fischaufzucht und Handels GmbH (Zippelsförde, OPR), der Forellen- und Saiblingszucht Kunsterspring in Gühlen-Glienicke (OPR) sowie der Peitzer Edelfisch (Peitz, SPN) hat er sich mittlerweile eine festen Platz auf der Speisekarte vieler Gasthäuser in der Region erobert. Die Gäste schätzen ihn als hervorragenden Speisefisch.
Beispielhaft für die gesamte Fischerei in Brandenburg stellen zwei Unternehmen ihre Erzeugnisse und ihre Ferien- und Freizeitangebote vor. Fischer Peter Schneiders Revier ist die Schlaubemündung und die Oder. Nach dem sich die Wasserqualität der Oder in den vergangenen Jahren wieder merklich verbessert hat, findet er neben Oderwelsen, Quappen, Hecht, Zander, Wild- und Spiegelkarpfen zunehmend auch wieder Flussneunaugen. Diese Art gedeiht nur bei gutem Wasser. Familie Schneider betreibt die Fischerei bereits in der fünften Generation. Zum Familienbetrieb gehören auch ein Fischrestaurant und Ferienwohnungen sowie das für Ausflugsfahrten genutzte Floß „Blaue Anne“ („Fischerei an der Schlaubemündung“, Peter Schneider, Lindenstr. 21, 15295 Brieskow-Finkenheerd, Tel.: 033609 – 36 833).
Viele Fischereibetriebe bieten ihren frischen Fisch im eigenen Hofladen an. Ferienwohnungen bis hin zum Hotel auf dem Fischerhof sind bei einigen Fischereien weitere wirtschaftlich wichtige Standbeine. Anglerlatein und Geschichten von Fischers Fritze sind überall inbegriffen, ebenso wie Bootvermietung, Bootsfahrten, Fahrradverleih oder auch der Sonnenaufgang über dem See morgens um 4.15 Uhr. Seit Jahren bereits bieten viele Fischer das Angeln in ihren Anlagen an. Die Freigabe des Friedfischangelns im vergangenen Sommer zieht noch mehr Besucher an. Wer darüber hinaus auch auf Raubfisch-Jagd gehen will, benötigt den Fischereischein. Die dafür notwendige Sachkenntnis wird von vielen Fischern und in vielen Anglervereinen vermittelt.
Der Märkische Anglerhof der Familie Hüber aus Bestensee bietet ein weites Spektrum von Weiterbildungsmöglichkeiten für Angler an. Viele Angler wollen auch Raubfische jagen. Dafür ist nach wie vor eine strenge Prüfung vorgeschrieben, die nur nach einer längeren Schulung bestanden werden kann. Dabei geht es in erster Linie um angelspezifische Fachkenntnisse aber auch um Fragen des Tierschutzes wie des Natur- und Umweltschutzes. Die Verbindung von Theorie und Praxis sowie die fachgerechte Anwendung der richtigen Angelgerätschaften sind das Anliegen des Märkischen Anglerhofs (Hauptstr. 48, 15741 Bestensee, Tel.: 033763 – 63158).
Der Landesfischereiverband Brandenburg/Berlin e.V. präsentiert die 2003 von Wissenschaftlern im Stechlin entdeckte Fontanemaräne (lat: Coregonus fontanae). Mit etwa 15 Zentimetern Länge ist sie ökonomisch eher uninteressant. Evolutionsbiologisch betrachtet ist der kleine Fisch aber durchaus eine große Sensation, denn dieser Fisch lebt ausschließlich im tiefen Wasser des nordbrandenburgischen Stechlinsee. Und auch dort scheut er das Tageslicht, denn oberhalb von 15 m Wassertiefe ist er lebensunfähig.
Peter Wilczynski, Vorsitzender der Märkischen Fischstrasse e.V. und zugleich Vizepräsident des Landesfischereiverbandes: „Die BraLa ist für uns Fischer ein wichtiger Ort, um neue Kooperationen zu erschließen. Leider wird dieses Potential noch zu wenig ausgeschöpft. Dabei schafft die Zusammenarbeit mit Förstern, Jägern, Naturparkwächtern und Bauern neue Angebote – und das ist genau dass, wonach Kunden und Gäste suchen.“
Märkische Fischstrasse Brandenburg/Berlin e.V.
Dorfstr. 1
14513 Teltow-Ruhlsdorf
Tel: 03328 - 319 150
Fax: 03328 - 319 155
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