(openPR) • Prognose 2020 – Transaktionsvolumen könnte bis zu 250 Mio. EUR erreichen
• Engel & Völkers Commercial veröffentlicht „Marktreport Wohn- und Geschäftshäuser Mainz“
Mainz, den 5. November 2020. Der unreflektierte Blick auf die Statistik für den Markt für Wohn- und Geschäftshäuser* vermittelt ein verzerrtes Bild. Im Jahr 2019 wurde laut den Angaben des Gutachterausschusses mit einem Rekordtransaktionsvolumen von rund 329 Mio. EUR ein neues Allzeithoch im Segment der Anlageimmobilien erreicht. Dies entspricht einem Zuwachs um 60,1 % im Vorjahresvergleich. „Neben den gestiegenen Preisen beruht der Umsatzrekord aber vornehmlich auf Transaktionen von großvolumigen Neubauobjekten. Lediglich 109 Anlageimmobilien wurden 2019 verkauft und das entspricht in etwa dem Niveau der Vorjahre“, weiß Benedict von Glasenapp, Geschäftsführer von Engel & Völkers Commercial Mainz.
Moderates Handelsgeschehen
Für das Gesamtjahr 2020 prognostiziert Engel & Völkers Commercial ein ähnliches Handelsgeschehen mit bis zu 100 Verkäufen. Dies sei auch ein Resultat der pandemiebedingten Markteinschränkungen im Frühjahr. Aufgrund der weiter steigenden Preise werde mit einem Transaktionsvolumen von bis zu 250 Mio. EUR gerechnet.
Preise legen deutlich zu
Auch im Jahr 2020 habe der Nachfrageüberschuss laut dem aktuell erschienenen „Marktreport Wohn- und Geschäftshäuser Mainz“ zu weiteren Wertzuwächsen auf dem Markt für Zinshäuser geführt. In einigen sehr guten Lagen am Rheinufer lägen die Einstiegspreise mittlerweile bei 4.500 EUR/m². Anleger würden dort die erstklassige Vermietbarkeit trotz vergleichsweise hoher Mieten schätzen. Für gewöhnlich seien in den sehr guten Lagen der Stadt aktuell Verkaufspreise zwischen 3.000 und 4.800 EUR/m² erzielbar. Im Vergleich zu den A-Städten wie Frankfurt/Main oder Köln weise Mainz dennoch ein weiterhin moderates Preisniveau auf. Der Einstiegspreis bei Wohn- und Geschäftshäusern in den einfachen Lagen habe sich von 1.450 EUR/m² im Jahr 2019 auf derzeit 1.700 EUR/m² ebenfalls weiter erhöht, da Investoren zunehmend in den Randlagen der Stadt nach vermietbaren Objekten zu geringeren Preisen suchen. „Aufgrund einer verbesserten ÖPNV-Anbindung stehen auch die höherpreisigen Lagen in Lerchenberg und Marienborn zunehmend im Fokus von Investoren“, ergänzt von Glasenapp.
Angebotsmiete steigt um 4%
Trotz reger Bautätigkeit sei der Wohnraum nach wie vor knapp und die Vermietbarkeit von Mainzer Wohnobjekten exzellent. Die Stadt generiere mit ihren zahlreichen universitären Ausgründungen, speziell in der Gesundheitswirtschaft einen hohen Fachkräftebedarf. Der stete Zuzug – auch von Studierenden – führe dementsprechend zu einer anhaltend hohen Wohnungsnachfrage. „Aktuell stehen lediglich 600 Wohnungen leer, obwohl in den vergangenen Jahren viele Wohneinheiten fertiggestellt wurden“, betont der Immobilienmarkt-Experte. Diese Knappheit mache sich auch in der Mietentwicklung bemerkbar. Stadtweit sei die durchschnittliche Angebotsmiete verglichen zum Vorjahreszeitraum um 4% auf 11,83 EUR/m² gestiegen. Die höchsten Angebotsmieten für Bestandswohnungen verzeichnet mit 12,21 EUR/m² die Altstadt.
Innenstadtlagen mit Optimierungspotenzial
Infolge der negativen Entwicklungen im Einzelhandel nutzen Eigentümer von zentral gelegenen Wohn- und Geschäftshäusern zunehmend die Möglichkeit, Gewerbeeinheiten in Wohnraum umzuwandeln. Generell verzeichnen einige Innenstadtlagen ein aktuell höheres Interesse bei Investoren. Viele Objekte wurden hier in den 1950er und 60er Jahren errichtet und wiesen häufig ein hohes Modernisierungspotenzial auf. Teilweise werde dort auch durch Abriss und Neubau mehr Wohnfläche als bisher geschaffen und damit zur Nachverdichtung beigetragen. „Wir gehen auch im kommenden Jahr von überwiegend steigenden Preisen aus, besonders in den mittleren und einfachen Lagen“, prognostiziert von Glasenapp.
*Bei Wohn- und Geschäftshäusern handelt es sich um Immobilien mit mindestens vier vermieteten Wohnungen, die im Besitz einer Privatperson, einer Erbengemeinschaft oder eines Unternehmens sind. Neben dem reinen Mehrfamilienhaus fallen unter den Begriff auch Mischobjekte, die gewerbliche Flächen enthalten, wie z.B. kleinere Ladenflächen im Erdgeschoss oder eine Arztpraxis. Der Anteil dieser Flächen erbringt jedoch weniger als 20 % der Nettokaltmiete, so dass der Wohncharakter dominiert. Synonyme in der Immobilienwirtschaft sind darüber hinaus Geschosshaus, Anlageimmobilie oder Zinshaus.











