(openPR) Seit 50 Jahren bestimmen der Naturschutzbund Deutschland NABU und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Bayern den "Vogel des Jahres". Die Auswahl traf bisher immer eine Fachjury aus Ornithologen. Doch in diesem Winterhalbjahr ist alles anders: Zum 50jährigen Jubiläum darf ausnahmsweise das "gemeine Volk" entscheiden.
Zur Wahl stehen 307 Vogelarten, die in Deutschland heimisch sind oder zumindest hier brüten.
Gestartet wurde der ungewöhnliche Volksentscheid am 9. Oktober 2020. Bis zum 15. Dezember 2020 sollen in einer Vorwahl (als Online-Abstimmung) die Top 10 für die eigentliche Wahl Anfang 2021 nominiert werden.
In den ersten vier Tagen lief alles irgendwie "nach Plan" und ohne besondere Auffälligkeiten. Doch am 14. Oktober spitzte sich die #Vogelwahl plötzlich zu einem Duell zwischen zwei "Wahlkampfteams" zu:
Auf Platz 1 etablierte sich (bis heute) die Stadttaube, deren Wahlkampfteam vor allem von der "überparteilichen und parteiunabhängigen" Facebook-Gruppe Tierschutzpolitik befeuert wird. Dort tummeln sich inzwischen Vertreter*innen zahlreicher Tierschutzorganisationen, Kleinparteien und Taubenschutzvereine. Initiator der Gruppe ist der 61jährige Buchlektor Michael Krämer (u. a. TraumFänger Verlag) aus München, der seit einigen Jahren dem bayerischen Landesvorstand der Tierschutzpartei angehört.
Krämers "Rivale" ist der Schriftsteller und Buchpreisträger Saša Stanišic, der die (überwiegend virtuelle) Frankfurter Buchmesse nutzte, um für seinen Lieblingsvogel, den Goldregenpfeifer, zu trommeln.
Das Wahlkampfteam Goldregenpfeifer hat inzwischen weitere prominente Verstärkung bekommen: die Autorin und Kolumnistin Margarete Stokowski, die Klimaschutzaktivistin Luisa-Marie Neubauer und die Politikerin Anke Domscheit-Berg.
In 14 Bundesländern führt derzeit die Stadttaube (vor dem Goldregenpfeifer). Nur in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist es umgekehrt.










